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Kirchberg Am Walde verbindet Bau- und Kirchengeschichte mit Angeboten für einen aktiven Aufenthalt. Schloss, Kirchen und Denkmäler geben der Ortsgeschichte konkrete Formen; ein Kulturspaziergang führt zu 13 Stationen. Dazu kommen ein Schritteweg mit Gelegenheit zum Waldbaden und der Wasserlandschaftsradweg. So können Sie Ihre Reise je nach Interesse auf historische Zeugnisse oder auf Wege und Radfahren ausrichten.

Kulturgeschichte zwischen Schloss und Marktplatz

Das Schloss Kirchberg am Walde wurde vor 1561 im Renaissancestil umgebaut. In der Pfarrkirche befinden sich ein gotisches Marienbild und vier Renaissancegrabsteine aus der alten Pfarrkirche. Eine weitere Station der Kirchen- und Baugeschichte ist die zum Bürgerspital gehörende Spitalkirche: Sie ist zu Ehren Aller Heiligen geweiht und besitzt einen barocken Hochaltar. Das Bürgerspital ließen Graf Johann Leopold Kueffstein und seine Gemahlin Maria Franziska, geborene Gräfin Kollonitz, von 1715 bis 1719 zur Versorgung ihrer alten Bediensteten errichten.

Am Marktplatz stehen zwei Denkmäler mit eigener Geschichte. Der Florianibrunnen stammt aus dem Jahr 1732 und wurde bei Umgestaltungsmaßnahmen aus dem Schlosshof dorthin versetzt. Kueffstein ließ 1714 auch die Dreifaltigkeitssäule aus Dankbarkeit auf dem Marktplatz errichten. An ihrem Sockel zeigen Reliefs die als Pestpatrone verehrten Heiligen Sebastian, Rochus und Rosalia. Eine weitere Säule, die Leonhardsäule, entstand 1770/71. Anlass war eine gefährliche Viehseuche, die 1766 fünf Monate lang in Kirchberg grassierte.

Auch kleinere bauliche Details erzählen von früheren Formen des Gemeindelebens. Der Pranger trägt die Jahreszahl 1714 und diente vor allem als Strafmittel für kleinere Vergehen; seine Hand- und Halseisen sind noch gut erhalten. Die Rote Kapelle wurde 1659 an der Stelle errichtet, an der zuvor ein Bild der heiligen Jungfrau Maria an einem Baum befestigt war. Ihr Altar stammt aus der Zeit zwischen 1670 und 1680. Diese unterschiedlichen Daten und Funktionen geben der Ortsgeschichte mehr als einen zeitlichen Bezugspunkt.

Kulturspaziergang und regionale Wege

Der Kulturspaziergang Kirchberg am Walde beginnt beim Florianibrunnen am Marktplatz und umfasst 13 Stationen. Für die Erkundung der örtlichen Geschichte und Kultur gibt es außerdem eine kostenlose Hearonymus-Audio-App. Der Spaziergang und die App bieten zwei verschiedene Zugänge zur Ortsgeschichte: einen Weg mit festgelegtem Startpunkt und Stationen sowie eine Audio-Erkundung über das Smartphone.

Wer sich auch für Wege und Landschaftsthemen interessiert, findet weitere Anknüpfungspunkte. Der tut gut Schritteweg überquert am Kreuzungspunkt mit der Straße nach Hollenstein die Europäische Wasserscheide und bietet die Möglichkeit, Waldbaden auszuprobieren. Eine andere Option ist der Wasserlandschaftsradweg, der durch Kirchberg am Walde führt. Er ist rund 85 Kilometer lang und eignet sich auch für das Befahren in Etappen. Damit stehen ein örtlicher Weg mit Waldbaden und Wasserscheide sowie eine längere Radroute mit möglicher Etappenplanung als unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl.

Weitere historische Ziele im Gemeindegebiet

Rund 1 Kilometer in Richtung Ullrichs stehen in einem Wäldchen am sogenannten Galgenberg zwei Granitpfeiler. Sie verjüngen sich nach oben und sind ungefähr 5 Meter hoch. Auch der Kindlstein an der Straße nach Groß Höbarten verbindet einen konkreten Ort mit einem besonderen Merkmal: Er ist ein im Waldviertel vorkommender Schalenstein mit einer Mulde, in der sich das ganze Jahr über Wasser befindet. Im Gemeindegebiet liegt zudem die Feste Rauenstein, eine ehemalige Befestigungsanlage mit Mauerelementen aus dem 13. Jahrhundert. Diese Ziele ergänzen die Bauwerke im Ort um weitere historische und kulturgeschichtliche Motive, ohne dass sie zu einer gemeinsamen Route zusammengefasst werden müssen.

Kirchberg Am Walde bietet dafür unterschiedliche Themen, von den 13 Stationen des Kulturspaziergangs bis zu einer Radtour, die sich in Etappen befahren lässt.

Weitere Reiseziele entdecken: Schrems, Haugschlag, Waldenstein, Gmünd, Neunagelberg, Moorbad Harbach, Bad Großpertholz, Sankt Martin.

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