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Der Historische Hauptplatz von Sitzendorf an der Schmida vereint Bauformen aus mehreren Epochen; zugleich beginnt hier der Rundwanderweg W 10 Blickbergweg. So stehen Ortsgeschichte und ein Weg hinauf zum Blickberg als zwei unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt nebeneinander.

Hauptplatz und Ortsgeschichte

Die kunsthistorisch wertvolle Bausubstanz am Historischen Hauptplatz reicht von der Gotik über Renaissance, Barock und Historismus bis zum Jugendstil. Bei den meisten Bürgerhäusern liegt der Kern im 16. Jahrhundert. Die Epochenvielfalt beschreibt den Platz insgesamt, während sich die Datierung auf den Kern der meisten Häuser bezieht.

An der Nordwestseite des Hauptplatzes liegt der Jubiläumsplatz. Er ist nach einem Denkmal für Kaiser Franz Joseph I. benannt, das 2004 umfassend renoviert und restauriert wurde. Das Jahr bezieht sich auf diese Restaurierung; es datiert nicht die Errichtung des Denkmals.

In der Pfarrkirche von Sitzendorf wurde eine mittelalterliche Grabplatte gefunden. Sie zeigt Hanns von Wulfestorff, einen ehemaligen Lehensherrn von Sitzendorf. Für den Historischen Hauptplatz und die Pfarrkirche zum hl. Martin sind Führungen nach Anmeldung möglich. Wenn Sie eine Führung einplanen, stimmen Sie den Termin vorab ab.

Eine weitere Station der Ortsgeschichte ist die Veste beziehungsweise das Schloss Sitzendorf: Wegen Baufälligkeit wurde es 1745 abgetragen. 1765 folgte ein kleinerer Rohziegelbau, der unvollendet blieb. Die Gemeinde kaufte diesen Bau 1876 und adaptierte ihn als Volksschule. Diese Abfolge führt von der früheren Anlage zu einer späteren kommunalen Nutzung.

Vom Hauptplatz zum Blickberg

Der W 10 Blickbergweg beginnt am Hauptplatz und führt ostwärts neben dem Haus Hess bergauf. Über ein schmales Gässchen erreicht der Weg die Gemeindestraße Am Berg und führt zum Blickberg. Der Beginn am Platz schafft eine klare Verbindung zwischen dem historischen Ortskern und dem Landschaftserlebnis auf der Route.

Der Rundwanderweg ist etwas mehr als zwei Kilometer lang, überwindet mehr als 60 Höhenmeter und verläuft größtenteils auf Feldwegen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung deshalb neben der Strecke auch den Anstieg und den Weguntergrund. Die Distanz allein vermittelt kein vollständiges Bild des Weges.

Vom Blickberg reicht der Blick über das gesamte Schmidatal bis zum Manhartsberg, der die Grenze zum Waldviertel bildet. Die Sicht auf das Panorama hängt vom Wetter ab. Auch die Wegbedingungen können sich saisonal ändern; prüfen Sie sie vor dem Start, wenn Sie die Route einplanen.

Saisonale Sportmöglichkeiten

Im Sportzentrum Sitzendorf stehen zwei Tennisplätze mit Kunstrasenbelag von Ende März bis Ende Oktober zur Verfügung. Das Nutzungsfenster ist saisonal begrenzt; erkundigen Sie sich vor Ihrem Besuch nach der Verfügbarkeit. Für Nichtmitglieder beträgt die Platzgebühr beim Tennisverein Sitzendorf 10,00 Euro pro Stunde. Da sich die Nutzungsbedingungen ändern können, prüfen Sie die aktuelle Regelung ebenfalls vorab.

Die Kunsteisbahn Sitzendorf/Schmida befindet sich in der Schulgasse 13, 3714 Sitzendorf an der Schmida. Wenn Sie einen Besuch dort einplanen, klären Sie zuvor, ob eine Nutzung möglich ist.

Weitere Reiseziele entdecken: Niederschleinz, Guntersdorf, Dürnleis, Alberndorf im Pulkautal, Viendorf, Ravelsbach, Platt, Watzelsdorf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hollabrunn.

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