Stetten verbindet Weinbau-Themen mit einer Landschaft, die sich auf Spazier- und Radwegen erkunden lässt. Der Weinwanderweg „Von der Traube bis zum Fass“ bietet einen konkreten zeitlichen Rahmen: Je nach Route dauert er etwa 45 Minuten bis eine Stunde und ist höchstens 2,5 Kilometer lang. Wer den Stettner Berg als Schwerpunkt wählen möchte, kann sich am Stettner Rundwanderweg orientieren. So können Sie überlegen, ob Weinbau, Landschaft oder die Fossilienwelt Ihren Aufenthalt prägen soll.
Weinwanderweg: Rieden, Tafeln und Stockkultur
Die Route führt durch die Rieden „Satzen“ und „Hundsleiten“. Bei den Weingärten informieren Tafeln über Rebsorten und geben Angaben zu den Weingartenbesitzern. Ein Schauweingarten ergänzt das Thema um alte Rebsorten, die früher in dieser Gegend angebaut wurden. Sie sind dort in der ursprünglichen Erziehungsform der Stockkultur zu sehen. Damit geht es nicht nur um die Rebsorten, sondern auch um eine frühere Form des Weinbaus.
Als Ausgangspunkte dienen die Weinpresse an der Seebarner Straße und die Informationstafel am Retentionsbecken hinter der Kirche. Am Friedhofsparkplatz besteht eine gute Autoabstellmöglichkeit. Diese Angaben helfen Ihnen, den Einstieg in den Weinwanderweg zu planen.
Vom Ortszentrum zum Stettner Berg
Der Stettner Rundwanderweg beginnt im Ortszentrum von Stetten beim Gasthaus Schweinberger und führt zum Stettner Berg auf 276 m Seehöhe. Der Berg ist für seine Aussicht bekannt und setzt damit einen anderen Akzent als die Tafeln und Rieden des Weinwanderwegs. Am Stettner Berg kommen Felder, Weingärten, Wiesen, Halbtrockenrasen, Strauchgruppen und Gehölze zusammen. Die Landschaft ist also nicht allein von den Weingärten geprägt.
Am Stettner Berg wurden 48 Vogelarten festgestellt, darunter Wachtel, Rebhuhn und Nachtigall. Die genannten Arten geben einen konkreten Eindruck von der Vielfalt des Gebiets. Spazier- und Radwege in Stetten bieten weitere Möglichkeiten, die Umgebung zu Fuß oder mit dem Rad in den Aufenthalt einzubeziehen.
Weinort und Kellergasse Hundsleiten
Stetten liegt am Ausgang des Korneuburger Beckens an den flachen Hängen des Weinviertels. Der Ort wurde 1187 erstmals unter dem Namen „Stetin“ urkundlich erwähnt und ist für beliebte Heurige und Weingärten bekannt. Die Kellergasse Hundsleiten ergänzt dieses Weinbauthema um erhaltene Keller und Presshäuser.
Bei der Kellergasse befindet sich das Presshaus oberirdisch; die unterirdischen Keller wurden zur Gärung und Lagerung von Wein in Holzfässern genutzt. Diese Unterscheidung macht die verschiedenen Funktionen der Gebäude verständlich: Das Presshaus liegt über der Erde, während die Keller der Verarbeitung und Aufbewahrung des Weins dienten. Die gut erhaltenen Gebäude lassen sich so als Teil der örtlichen Weinbaugeschichte einordnen.
Fossilienwelt und Ulrichsbründl
Ein weiteres Thema ist die Fossilienwelt. Sie präsentiert das größte fossile Austernriff der Welt und besitzt einen 17 Meter hohen Aussichtsturm in Form einer Turmschnecke. Das verbindet einen naturkundlichen Schwerpunkt mit einem auffälligen Turmbau.
Am Himmelweg liegt das Ulrichsbründl. Dort gibt es Bänke sowie eine einladende Sitzgruppe mit Tisch. Damit steht neben Wanderwegen, Weinbau und Fossilienwelt auch ein benannter Ort mit Sitzgelegenheiten auf der Liste der Stettner Ziele.
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