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Vier Weinbergrouten, eine Radroute rund um den Göttweiger Berg und ein Abschnitt des Weitwanderwegs Kremstal-Donau 04 geben Krustetten unterschiedliche Perspektiven für einen Aufenthalt. Dazu kommen ein örtlicher Heuriger und historische Spuren, die bis in die Bronzezeit reichen. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie den Schwerpunkt nach der gewünschten Art des Entdeckens wählen: zu Fuß durch die Weinberge, mit dem Rad rund um den Berg oder auf einer längeren Wanderetappe.

Weinbergrouten, Radweg und Weitwanderweg

Die vier Weinbergrouten in Krustetten sind leicht begehbar und für Kinder sowie Senioren geeignet. Sie laden dazu ein, die Herkunft der Weine kennenzulernen. Für eine Reisegruppe mit unterschiedlichen Generationen ist diese Eignung ein hilfreicher Auswahlpunkt. Zugleich haben die Wege einen klaren thematischen Bezug: Sie führen durch die Weinberge und stehen mit der Herkunft des Weins in Verbindung.

Der Radweg der regionalen Winzergemeinschaft Vinum Circa Montem führt rund um den gesamten Göttweiger Berg. Sein Bezugspunkt ist damit der ganze Berg, während die vier Weinbergrouten dazu einladen, die Herkunft der Weine kennenzulernen. Dieser Unterschied kann die Wahl erleichtern: Sie können den lokalen Weinbezug der Wege oder die auf den gesamten Göttweiger Berg bezogene Radroute in den Mittelpunkt stellen.

Der Weitwanderweg Kremstal-Donau 04 ergänzt die Auswahl um einen Etappenverlauf: Auf der Etappe von Paudorf nach Hollenburg führt er durch Krustetten. Wenn Sie eine längere Wanderung planen, ist das eine andere Perspektive als das Erkunden der vier Weinbergrouten. Die Etappe gibt einen konkreten Abschnitt vor; die lokalen Routen bieten den besonderen Bezug zur Herkunft der Weine.

Weinbezug im Ort und in der Geschichte

Das Weingut Harm betreibt in Krustetten einen Heurigen. Zusammen mit den Weinbergrouten ergibt sich ein Unterschied zwischen dem Erkunden der Weinlandschaft und einem benannten Heurigenbetrieb im Ort. Die Routen laden dazu ein, die Herkunft der Weine kennenzulernen; der Heurige ergänzt diesen örtlichen Bezug um einen konkreten Betrieb. Sie können diese beiden Aspekte getrennt oder gemeinsam als Interesse für Ihren Aufenthalt gewichten.

Auch die Ortsgeschichte ist mit Weinbau verbunden. Im Jahr 1083 schenkte Bischof Altmann von Passau dem von ihm gegründeten Stift Göttweig Krustetten samt Weingärten und Winzern mit allem Zubehör. Diese historische Verbindung steht neben den heutigen Weinbergrouten und dem Heurigen als weitere Perspektive auf den Weinbezug des Ortes.

Ortsgeschichte von der ersten Erwähnung bis zur Kapelle

Die erste Erwähnung Krustettens datiert auf 1072/91; dabei erscheint der Name „Crucistetin“. Damit reicht die schriftlich überlieferte Ortsgeschichte weit zurück. Ein späterer markanter Einschnitt war der Brand vom 17. Mai 1736: Er zerstörte Krustetten weitgehend, nur drei Häuser blieben verschont. Die beiden Daten geben unterschiedliche Einblicke in die Geschichte des Ortes – die frühe Namensnennung und ein konkretes Ereignis, das Krustetten stark veränderte.

Die heutige Ortskapelle wurde 1955 fertiggestellt und am 21. August eingeweiht. Seit 1994 beherbergt sie den barocken Corpus des Pestkreuzes. Auch die archäologische Geschichte ist in der Katastralgemeinde präsent: In der zu Paudorf gehörenden Katastralgemeinde Krustetten gibt es Gräberfelder aus der Bronzezeit um 2000 v. Chr. mit Hockergräberbestattungen, also Bestattungen in hockender Haltung. Die Kapelle und die Gräberfelder verweisen auf verschiedene Zeitabschnitte und ergänzen die mittelalterliche Ortsgeschichte um sakrale und archäologische Themen.

Weitere Reiseziele entdecken: Krumau am Kamp, Schönberg Am Kamp, Mautern An Der Donau, Mühldorf, Dürnstein, Droß, Weißenkirchen In Der Wachau, Ötz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Krems-Land.

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