Schloss Pöggstall, Kunst und markierte Wanderwege geben einem Aufenthalt in Pöggstall verschiedene Schwerpunkte. Im Schloss begegnen Ihnen historische Bauformen und die Franz-Traunfellner-Dokumentation. Für Wanderungen stehen unter anderem ein langer Rundweg und ein Pilgerweg mit Ziel Maria Taferl zur Wahl. So können Sie Kulturgeschichte und Streckenplanung als unterschiedliche Teile Ihrer Reise betrachten.
Schloss Pöggstall: Wasserburg, Renaissance und Druckkunst
Schloss Pöggstall wurde im 13. Jahrhundert ursprünglich als Wasserburg erbaut. Renaissance-Elemente finden sich im Innenhof und an den Arkaden. Auch die Barbakane ist ein besonderer Teil des Schlosses: Wegen ihrer Größe und ihres Originalzustands gilt sie in Österreich als einzigartig und europaweit als Rarität.
In vier Räumen des Schlosses präsentiert die Franz-Traunfellner-Dokumentation Druckgrafiken und Gemälde. Werkzeuge, eine Tiefdruckpresse, eine Lithopresse, ein Kurzfilm und Fotos geben Einblicke in die Technik der Druckgrafik sowie in das Umfeld, in dem Traunfellner lebte. Damit stehen nicht nur die gezeigten Arbeiten im Blick: Die Ausstellung vermittelt auch, mit welchen Verfahren Druckgrafik entsteht und in welchem Lebensumfeld Traunfellner tätig war.
Ein weiterer kulturhistorischer Schwerpunkt ist das Museum für Rechtsgeschichte. Der Besuch der Folterkammer ist seit 2018 im Rahmen einer Kulturvermittlung enthalten. Informieren Sie sich vorab über die aktuellen Führungsmodalitäten.
Kirchen mit unterschiedlicher Geschichte
Beim Schloss ließ Caspar von Rogendorf um 1480 die Sankt-Gilgen-Kirche als Schloss- und Begräbniskirche errichten. Etwas außerhalb von Pöggstall liegt die Kirche St. Anna im Felde: Der gotische Bau stammt aus dem 14. und 15. Jahrhundert und steht auf einer vom Weitenbach umflossenen Anhöhe. Die beiden Kirchen setzen unterschiedliche historische Akzente – hier die einstige Verbindung mit dem Schloss, dort ein gotischer Bau außerhalb des Ortes.
Wanderwege: Rundkurs oder Pilgerziel
Der Wirt'n Weg ist eine 18,77 Kilometer lange Rundwanderung. Er beginnt an der Barbakane von Schloss Pöggstall und bietet kulturell-historische sowie geologische Höhepunkte. Wer eine Rundstrecke bevorzugt, kann sich an diesem Verlauf und seiner angegebenen Länge orientieren. Schloss Pöggstall ist außerdem Ausgangspunkt von neun markierten Wanderwegen.
Ein anderer Streckenverlauf prägt den 15 Kilometer langen Pilgerweg: Er führt von Pöggstall über Neukirchen zur Wallfahrtskirche Maria Taferl. Leuchtend gelbe Wegweiser mit Basilika-Symbol markieren den Weg; prüfen Sie die Markierungen vor Ort. Die Routen unterscheiden sich damit schon in ihrer Anlage: Der Wirt'n Weg ist als Rundwanderung beschrieben, während der Pilgerweg ein konkretes Ziel hat. Bei beiden Strecken sollten Sie die aktuelle Wegsituation in Ihre Planung einbeziehen.
Auch für eine Radpause
Neben Wanderungen kommt Pöggstall auch als Zwischenstopp für eine Radtour in Betracht: Die Radroute Südliches Waldviertel empfiehlt den Ort als Pausenpunkt. So stehen für die Reiseplanung unterschiedliche Aktivitäten im Raum – Wege zu Fuß mit klar benannten Verläufen und ein empfohlener Halt auf einer Radroute.
Weitere Reiseziele entdecken: Persenbeug, Dunkelsteinerwald, Nächst Altenmarkt, Kilb, Bergland, Blindenmarkt, Hessendorf, Yspertal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Melk.