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Schönbühel an der Donau vereint eine markante Lage über dem Fluss mit einer weit zurückreichenden Schlossgeschichte und einer später entstandenen Klosteranlage. Auch Rad- und Wanderwege führen durch oder nach Schönbühel. Für einen Aufenthalt lassen sich deshalb unterschiedliche Schwerpunkte setzen: Kulturgeschichte, eine Etappe des Donauradwegs oder eine Wanderstrecke.

Schloss und Kloster: unterschiedliche Zeitlinien

Schloss Schönbühel steht auf steilen Felsen direkt über der Donau. Es wurde bereits um die Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert erbaut und erhielt seine heutige Gestalt erst im 19. Jahrhundert. Das ehemalige Servitenkloster liegt auf einem Felsen am rechten Donauufer, 500 m flussabwärts vom Schloss, am Eingang zur Wachau hoch über der Donau. Konrad Balthasar von Starhemberg ließ das Kloster zwischen 1666 und 1674 erbauen. Die Schlossgeschichte setzt damit früher ein als die Klostergründung, während die heutige Gestalt des Schlosses einer späteren Zeit angehört.

Im Servitenkloster befindet sich die Bethlehemsgrotte, das einzige österreichische Beispiel einer Nachbildung der Geburtsgrotte von Bethlehem. Die 1737 angebaute Peregrinuskapelle erhielt 30 Jahre später von Johann Wenzel Bergl Rokokofresken. So stehen innerhalb der Klosteranlage die besondere Grotte und die zeitlich spätere Ausstattung der Kapelle als unterschiedliche Details nebeneinander.

Rad- und Wanderwege als unterschiedliche Reisepläne

Die fünfte Etappe des Donauradwegs von Melk nach Mautern führt durch Schönbühel an der Donau. Ihre Streckenfolge lautet Melk, Schönbühel an der Donau, Aggsbach, Aggstein, Rührsdorf, Rossatz-Arnsdorf und Mautern. Damit lässt sich Schönbühel innerhalb der Etappe einordnen, deren Verlauf an den genannten Stationen nachvollziehbar ist.

Für Wandernde sind zwei unterschiedlich zugeschnittene Wege relevant. Die Etappe des Welterbesteigs von Melk nach Aggsbach Dorf ist etwa 16 km lang; ein historischer Güterweg des Welterbesteigs führt anschließend nach Schönbühel. Der Wachauer Jakobsweg ist ein 49 km langer spiritueller Pilgerweg zu Fuß zwischen den Stiften Göttweig und Melk. Über Hohenwarth führt er auf den Wegen Nr. 653 und 05 weiter nach Schönbühel. Beim Vergleich ist der Streckenrahmen wichtig: Die etwa 16 km bezeichnen eine Etappe, während die 49 km für den Pilgerweg zwischen den Stiften stehen. So vergleichen Sie nicht nur Zahlen, sondern auch unterschiedliche Wegformate.

Anreise und Unterkunft planen

Die Gemeinde Schönbühel-Aggsbach ist über die Kraftfahrlinie 720 im Zweistundentakt an Melk an der Donau angebunden. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten der Linie. Wenn diese Verbindung zu Ihrem Reiseplan passt, beziehen Sie den Takt in die Anreiseplanung ein.

Die genannten Wege unterscheiden sich in Start, Ziel und Streckenlänge. Bestimmen Sie daher zunächst, welchen Abschnitt Sie planen; anschließend können Sie die Übernachtungssuche und Anreise an Ihrem Vorhaben ausrichten.

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