Drei hallstattzeitliche Hügelgräber, ein großer Landschaftsteich und ein historisches Bahnbauwerk geben Bernhardsthal unterschiedliche Schwerpunkte. Die Tumuli, die Eisenbahnziegelbrücke und die Wege in der Natur sprechen Kultur- und Naturinteressen an. Für die Wahl des Aufenthalts können Sie danach gewichten, ob Sie archäologische Geschichte, Wasserlandschaft, Naturbeobachtung oder Rad- und Wanderrouten bevorzugen.
Hallstattzeitliche Tumuli und seltene Trockenrasen
Die drei Tumuli sind hallstattzeitliche Hügelgräber und seit Langem ein beliebter Anziehungspunkt für Erkundungen. Bei den Tumuli, unmittelbar an der Bernsteinstraße, steht ein 800 m² großer Rastplatz mit Aussichtsplattform. Besucher erhalten dort Informationen über die geschichtliche Rarität. Der Rastplatz wurde zum Schutz der seltenen Trockenrasen errichtet. Damit treffen am selben Besuchsort archäologische Geschichte, Information und der Schutz dieser seltenen Flächen aufeinander.
Landschaftsteich und Eisenbahnziegelbrücke
Der Landschaftsteich Bernhardsthal umfasst eine Wasserfläche von 25 ha und hat eine Uferlänge von etwa 2,7 km. Er ist die größte Wasserfläche des Weinviertels. Die Eisenbahnziegelbrücke der Kaiser Ferdinand Nordbahn teilt den Teich. Sie stammt aus dem Jahr 1839 und ist Österreichs ältestes erhaltenes Bahnbauwerk. So treffen am selben Ort eine großflächige Wasserlandschaft und ein Bauwerk aus der Geschichte der Eisenbahn aufeinander.
Am Landschaftsteich können Tretboote während der Öffnungszeiten im angrenzenden Heurigenlokal „Teichstüberl“ oder im Gemeindeamt gemietet werden. Wenn Sie die Bootsmiete einplanen, prüfen Sie vorab die Öffnungszeiten. Das verbindet einen Besuch am Gewässer mit einer möglichen Aktivität auf dem Wasser.
Naturlehrpfade und Pflanzenwissen
Der „Holzweg“ ist ein Naturlehrpfad in Bernhardsthal. Rund um den Teich sind viele Pflanzen mit QR-Codes versehen; nach dem Scannen erhalten Besucher Wissenswertes über die Flora im Weinviertel. So finden Naturinteressierte sowohl einen benannten Lehrpfad als auch Pflanzeninformationen, die sich per QR-Code abrufen lassen.
Der Bienen-Lehrpfad Reintal ist einen Kilometer lang und verfügt über sieben Infotafeln zu wichtigen Nützlingen. In einem Schaukasten am Lehrpfad lassen sich Arbeiterinnen beobachten. Infotafeln und Schaukasten bieten dabei zwei unterschiedliche Zugänge: Informationen zu Nützlingen und eine Beobachtungsmöglichkeit.
Rundwege, Wiesen und Radverbindungen
Für Wanderfreunde gibt es in Bernhardsthal Rundwege mit einem Besucherleitsystem und Infotafeln an markanten Punkten. Die Thayaauen laden mit ihren weiten Wiesenflächen zum Verweilen ein; auch der Föhrenwald ist ein Ort dafür. Während die Rundwege mit Orientierungselementen beschrieben sind, stehen bei diesen Landschaften die Wiesenflächen und das Verweilen im Vordergrund.
Radfahrer finden in Bernhardsthal gut ausgebaute Radwege mit Anschluss an EuroVelo 9 über Reintal. Außerdem hat der Ort über gut ausgebaute Radwege Anschluss an den KTM Radweg. Für die Planung zu Fuß und mit dem Rad ergeben sich damit unterschiedliche Anhaltspunkte: Rundwege und Infotafeln auf der einen, die benannten Radweganschlüsse auf der anderen Seite.
Anreise mit der Bahn
Bernhardsthal hat einen Bahnanschluss an der Endstation Nordbahn. Wenn Sie mit der Bahn anreisen möchten, prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Besuchstag und stimmen Sie Ihre Besuchszeiten darauf ab.
Weitere Reiseziele entdecken: Diepolz, Gnadendorf, Traunfeld, Nodendorf, Zwingendorf, Pillichsdorf, Ladendorf, Schrattenberg Bei Poysdorf.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mistelbach.