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In Mistelbach treffen wechselnde Museumsthemen auf historische Bauwerke und Kulturangebote mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu kommen der Dionysosweg durch Wein- und Obstgartenlandschaften und saisonale Weinverkostungen. So können Sie bei der Planung entscheiden, ob Museen, Stadtgeschichte oder die Landschaft im Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stehen sollen.

Museen und Kulturprogramm

Das MAMUZ Museum Mistelbach widmet seine wechselnden Sonderausstellungen jedes Jahr einem anderen Thema der Menschheitsgeschichte. Begleitend werden Vorträge renommierter Fachleute, Kinderworkshops und Führungen angeboten. Der jährlich wechselnde Schwerpunkt unterscheidet das Programm von einem festen Ausstellungsthema.

Eine weitere Adresse ist das nitsch museum, das zu den größten monografischen Museen der Republik Österreich zählt. Damit setzen die Museen unterschiedliche Akzente: Im MAMUZ wechseln die Themen von Jahr zu Jahr, während das nitsch museum als monografisches Museum eingeordnet ist. Wer sich für Führungen interessiert, findet in Mistelbach Angebote für Privatpersonen, Gruppen, Kinder und Schulklassen. Die Termine werden individuell vereinbart.

Stadtgeschichte und Baukunst

Eine klassische Stadtführung behandelt die allgemeine Geschichte Mistelbachs und umfasst unter anderem den Hauptplatz, das Barockschlössl, die Kirchengasse und die Pfarrkirche. An den genannten Stationen kommen verschiedene Facetten des Ortes zusammen; weitere historische Details lassen sich auch einzeln betrachten.

Das Barockschlössl wurde vermutlich um 1727 erbaut und wird der Schule von Lukas von Hildebrandt zugeschrieben. Am Mistelbacher Kirchenberg steht der Karner, auch „Beinhaus“ genannt. Er wurde etwa um 1200 errichtet und besitzt romanische Fenster sowie ein barockes Dach. Die Kapelle des Barnabitenkollegs zählt zu den großen Kunstschätzen Niederösterreichs.

Auch der Schwedenkeller verbindet Geschichte und heutige kulturelle Nutzung: Sein unterirdischer Gang diente in Kriegszeiten als Fluchtweg, und der Keller wird für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen genutzt. Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte hält das Kriegerdenkmal „Christus mit gefallenem Soldaten“ fest. Es wurde am 17. Juni 1923 am Heldenfriedhof eingeweiht; jedes Jahr zu Allerheiligen findet dort ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Zur lokalen Tradition gehört das Lad-Umtragen der Hauerzunft Mistelbach, das als immaterielles Kulturerbe Österreichs gilt. Die Hauerzunft wurde 1698 gegründet. Wer sich für die Entwicklung solcher überlieferten Bräuche interessiert, begegnet hier einer anderen Form von Geschichte als bei Bauwerken oder Ausstellungen.

Weinlandschaft und saisonale Erlebnisse

Der Dionysosweg ist Mistelbachs erster Panoramaweg. Er führt durch Wein- und Obstgartenlandschaften, vorbei an Viehweiden und entlang des Geheges der Freilandschweine. Damit stehen auf diesem Weg nicht nur Weinbauflächen, sondern auch Obstgärten und Weidebereiche im Blick.

Zum Weg gehört ein Weinsortenkostgarten. Im Herbst können dort wichtige Traubensorten des Weinviertels verkostet werden: Grüner Veltliner, Weißburgunder, Welschriesling, Zweigelt und Blauer Portugieser. Die Verkostung ist damit ein saisonaler Programmpunkt. Einen weiteren Kunstbezug in den Weinbergen bietet der Kunstschauplatz ZWISCHENRAUM, der den Bilderfries von Heinz Cibulka mit dem „Container“ von Klaus Sattmann vereint.

Anreise und Besuchsplanung

Mistelbach und die Katastralgemeinden Paasdorf, Siebenhirten, Hörersdorf und Frättingsdorf liegen an der S2, der Schnellbahnverbindung zwischen Wien und Laa an der Thaya. Fahrräder können im Regelfall unkompliziert mitgenommen werden; prüfen Sie die aktuellen Bahn-Bedingungen vor der Fahrt.

Für die Kultur-Genuss-Route ist Mistelbach mit Bahn oder Bus erreichbar, anschließend führt ein kurzer Fußmarsch zum Startpunkt. Die Route ist nicht als eigenständige Runde ausgeschildert. Zur Orientierung werden deshalb die Routendatei im GPX-Format oder das PDF-Dokument empfohlen; prüfen Sie auch die Verbindungen vor Ihrer Reise.

Für eine Besichtigung des Stadt-Museumsarchivs Mistelbach nehmen Sie bitte vorher telefonisch Kontakt auf. Bei der Dauerausstellung in Räumlichkeiten beim Israelitischen Friedhof geht es um das Schicksal der ehemaligen jüdischen Gemeinde Mistelbachs bis 1938. Klären Sie die aktuellen Besuchsarrangements vorab. So lassen sich feste Programmpunkte und Besuche mit besonderen organisatorischen Hinweisen bei der Reiseplanung auseinanderhalten.

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