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Schloss Kirchberg vereint einen kleinen Hof mit toskanischen Säulengängen, einen runden Erkerturm und ein Marmorportal mit Jahreszahl. In Kirchberg an der Pielach kommen dazu zwei Kirchen mit unterschiedlichen Bauformen, Ausblicke am Hohenstein und Wege rund um die Dirndlfrucht. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Baugeschichte, Landschaft oder regionaler Tradition ausrichten.

Schloss und Kirchen: verschiedene Baugeschichten

Der Großteil von Schloss Kirchberg stammt aus dem 16. Jahrhundert. Einst war es ein Wasserschloss. Zu seinen Merkmalen zählen ein kleiner Hof mit toskanischen Säulengängen und ein runder Erkerturm mit mittelalterlichen Wappenkartuschen. Das Marmorportal trägt die Jahreszahl 1674. Zusammen zeigen diese Details unterschiedliche Akzente der Schlossarchitektur.

Die Andreaskirche, auch „Kirche ohne Turm“ genannt, befindet sich auf einer Anhöhe bei der Ortseinfahrt nach Kirchberg, auf der linken Seite. Ihr einschiffiges spätgotisches Langhaus besitzt ein Netzrippengewölbe und Maßwerkfenster; außerdem gibt es ein steinernes spätgotisches Sakramentshäuschen.

Die Gotische Kirche wurde zwischen 1200 und 1250 erbaut und im 14. und 15. Jahrhundert erweitert. Sie ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika mit drei neugotischen Altären, einem Turm und einem sechsteiligen Netzrippengewölbe. Der Vergleich mit dem einschiffigen Langhaus der Andreaskirche macht die unterschiedlichen Grundformen der beiden Kirchen deutlich.

Wandern und Ausblicke am Hohenstein

Die Kirchberger „Dirndlrunde – Naturrunde“ hat den Skywalk am Kirchenberg als Ausgangs- oder Endpunkt. Die Dirndlwanderung durch Kirchberg führt an der Kirche und am Skywalk vorbei, weiter durch die Dirndlzeile und entlang der Pielach neben zahlreichen Dirndlsträuchern zurück zum Ausgangspunkt. Die erste Route lässt sich über den Skywalk einordnen; bei der zweiten prägen die aufeinanderfolgenden Stationen und der Rückweg entlang der Pielach den Verlauf.

Vom Gipfel und von den beiden Panoramaterrassen des Otto Kandler-Hauses am Hohenstein reichen die Ausblicke über Berge und Täler. Während der Sommersaison ist das Haus an Wochenenden und Feiertagen bewirtschaftet; außerhalb dieser Öffnungszeiten steht ein offener Winterraum zur Verfügung. Wenn Sie den Besuch einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Hinweise zur Bewirtschaftung.

Dirndlfrucht und regionale Tradition

Bei der FuXsteiner Dirndlmanufaktur & -destillerie pflegt die Familie FuXsteiner in Zusammenarbeit mit den Pielachtaler Bauern seit Generationen wilde Dirndlsträucher, die 400 bis 1000 Jahre alt sind. Die Nutzung der Dirndln hat dort eine jahrhundertelange Tradition. Die Verbindung von Strauchpflege, Zusammenarbeit mit den Bauern und überlieferter Nutzung gibt diesem Thema eine eigene regionale Perspektive.

Bei der FuXsteiner Dirndlmanufaktur & -destillerie wird außerdem erklärt, was über die Dirndlfrucht und ihre Verwendung in Chutney, Marmelade und Schnaps wichtig ist. Nach Vereinbarung werden Führungen mit Betriebsbesichtigung und Verkostung von Dirndlprodukten angeboten; sie dauern etwa 120 Minuten. Berücksichtigen Sie für Ihre Planung sowohl die ungefähre Dauer als auch die notwendige Vereinbarung.

Anreise und Übernachtung planen

Kirchberg an der Pielach ist von St. Pölten aus mit der Mariazellerbahn verbunden. Prüfen Sie den Fahrplan für Ihren konkreten Reisetag. Das Modellbahnmuseum Mariazellerbahn befindet sich direkt am Bahnhof von Kirchberg an der Pielach und bietet damit einen weiteren örtlichen Bezugspunkt.

Weitere Reiseziele entdecken: Sankt Pölten, Nußdorf Ob Der Traisen, Neusiedl, Viehofen, Herzogenburg, Loich, Hofstetten, Neulengbach.

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