Der Tullnerfeld-Radweg führt am Flussdamm nach Langenrohr. In der Marktgemeinde trifft diese Radroute auf andere Reiseinteressen: Am Radweg besteht die Wahl zwischen Zeitgeschichte im Josef Reither-Museum und kulinarischen Genüssen in einem der vielen Heurigen. Pfarrkirche St. Nikolaus und Donauauen sind weitere kulturelle und landschaftliche Themen.
Radwege rund um Langenrohr
Der Donauradweg verläuft durch die Langenrohrer Katastralgemeinden Langenschönbichl und Kronau. Der Radweg Große Tulln beginnt auf dem Gebiet der Marktgemeinde Langenrohr und führt ab Langenrohr bis Judenau, wo er auf den Franz Schubert-Weg trifft. Der 72 Kilometer lange Tullnerfeld-Radweg verläuft entlang der Großen Tulln und führt am Flussdamm nach Langenrohr. Sie können ihn als alternative Schleife zum Donauradweg oder als Rundkurs in beide Richtungen befahren.
Für Ihre Routenwahl lassen sich die genannten Optionen über konkrete Merkmale unterscheiden: Bei der Großen Tulln sind der Weg bis Judenau und der Anschluss an den Franz Schubert-Weg Orientierungspunkte. Beim Tullnerfeld-Radweg stehen die ausgewiesene Länge und die Wahl zwischen Schleife und Rundkurs im Vordergrund.
Naturerholung und Ortsgeschichte
Die Donauauen bieten in Langenrohr eine Erholungswelt für naturverbundene Gäste. Damit kommt zur Radroute eine eigenständige Naturperspektive hinzu: Naturerholung, Radfahren und Kultur setzen unterschiedliche Schwerpunkte für die Reise.
Pfarrkirche St. Nikolaus und Wallfahrt
Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde zwischen 1738 und 1758 errichtet und ist eine spätbarocke Dorfkirche. Zu ihren architektonischen Merkmalen zählen eine halbkreisförmige Apsis und ein vorspringender Westturm mit Zwiebelhelm. Im Inneren verbindet die Kirche spätbarocke Originalausstattung mit Elementen, die im 19. und 20. Jahrhundert ergänzt wurden. Die Assistenzfiguren, die freistehende Mensa mit Tabernakel, die beiden Seitenaltäre und die Kanzel stammen aus dem Jahr 1755; offenbar wurden sie zusammen mit dem Hochaltar von derselben Hand geschaffen.
Zur Geschichte des Ortes gehört auch die Wallfahrt nach Maria Anzbach. Sie geht auf ein Gelöbnis der Pfarrgemeinde aus dem Jahr 1683 zurück und findet weiterhin am Dreifaltigkeitssonntag zur Wallfahrtskirche Maria Anzbach statt. Der Dreifaltigkeitssonntag hat kein festes Kalenderdatum, sondern verändert sich von Jahr zu Jahr.
Josef Reither-Museum
Das Josef Reither-Museum beleuchtet das Leben und Wirken von Josef Reither (1880–1950). Er war dreifacher Landeshauptmann von Niederösterreich und während seiner Laufbahn Bürgermeister von Langenrohr. Neben Reithers wirtschaftlichem und politischem Wirken umfasst das historische Umfeld die Kaiserzeit, die Europäische Revolution und beide Weltkriege. Großformatige Fotografien, Originalobjekte und interaktive Stationen vermitteln diese Themen.
Für eine kulturelle Auswahl stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte gegenüber: Die Pfarrkirche verbindet spätbarocke Architektur mit Wallfahrtsgeschichte; das Museum verknüpft Reithers Laufbahn mit einem breiteren historischen Umfeld.
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