Tulbing erstreckt sich vom nördlichen Abhang des Wienerwaldes bis ins Tullnerfeld. Diese geografische Spannweite gibt dem Aufenthalt zwei unterschiedliche Blickrichtungen: Wege führen als eigenes Thema in die Landschaft, während Kirchen, Kapellen und einzelne Bauwerke Ortsgeschichte und religiöse Kunst zeigen. Wer den Aufenthalt plant, kann den Schwerpunkt nach Interesse auf Bewegung, Architektur, Aussicht oder Wein legen.
Landschaft und Wege
Der erweiterte Schritteweg ist 8,7 Kilometer lang und umfasst etwa 12.430 Schritte. Die Kombination aus Streckenlänge und ungefährer Schrittzahl vermittelt ein konkretes Maß für die Tour. Eine andere Wegbeschreibung bietet der Planetenweg: Er führt über die Jahnhöhe direkt auf den Tulbingerkogel und nennt damit ein klares Ziel.
Auch die Route Hängender Stein führt über einen Weg nach Tulbing. Ihr Oberflächenmix ist aufgeteilt in 54 Prozent Asphalt, 40 Prozent Schotter und 6 Prozent Wald oder Wiese. Während beim Planetenweg die Zielrichtung im Vordergrund steht, beschreibt diese Angabe den Untergrund der Route. So geben die beiden Wegbeschreibungen unterschiedliche Orientierungspunkte für die Planung.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Pfarrkirche Hl. Mauritius liegt in erhöhter Lage südöstlich des Ortszentrums und besteht in ihrer heutigen Form seit 1489. Sie ist spätgotisch; ihr barocker Hochaltar zeigt den Einzug des heiligen Mauritius in den Himmel. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1691. An der Kirche kommen damit mehrere Zeitbezüge zusammen: ihre heutige Form seit 1489 sowie die barocke Ausstattung und die datierte Orgel.
Am Kirchenaufgang stehen fünf denkmalgeschützte barocke Steingruppen. Ein Bildhauer aus Tulln schuf sie 1736 aus Zogelsdorfer Sandstein; sie stellen die fünf Geheimnisse des Rosenkranzes dar. Material, Entstehungsjahr und Bildthema verbinden sich in einem Werkensemble mit klar benannter religiöser Symbolik. Auch das heutige Schloss Tulbing hat einen historischen Bezug zum Kloster Seitenstetten: Es war ehemals dessen Mönchshof.
Weitere sakrale Bauwerke
In Katzelsdorf an der Zeil steht die 1735 errichtete Johannes-von-Nepomuk-Statue aus Sandstein. Die Pfarrkirche Hl. Ägidius in Katzelsdorf weist Elemente einer Wehrkirche und spätromanische Bauelemente auf. Statue und Kirche bieten unterschiedliche historische Anknüpfungspunkte: hier ein datiertes Sandsteinbildwerk, dort eine Kirche mit spätromanischen und wehrkirchlichen Elementen.
Die Hubertuskapelle an der Passauerstraße in Richtung Passauerhof wurde von der Katzelsdorfer Jägerschaft errichtet. In Wilfersdorf wurde der Innenraum der Kapelle 1905 errichtet. Diese Bauwerke ergänzen die historischen Themen um unterschiedliche Orte und Formen. Sie können bei der Planung entscheiden, ob Sie sich auf eine Kirche oder Kapelle konzentrieren oder verschiedene sakrale Bauwerke einbeziehen möchten.
Wein, Aussicht und Tulbingerkogel
Der Internationale Sommelierweingarten umfasst einen Schauweingarten mit unterschiedlichen Rebsorten aus 30 Ländern. Damit rückt eine internationale Sortenvielfalt in den Blick. Für einen Aufenthalt, in dem neben Wegen und Bauwerken auch Wein ein Thema sein soll, ist der Schauweingarten ein eigenständiger Akzent.
Die Leopold Figl Warte am Tulbingerkogel besteht aus Beton und wurde von Prof. Clemens Holzmeister entworfen. Von der Warte reicht der Blick bis zu den Alpen und zur Donau. Die Kapelle Tulbingerkogel ist dem heiligen Johannes von Gott geweiht. In der Regel finden dort wöchentlich heilige Messen statt, außerdem werden Messen an besonderen Festtagen gefeiert. Wenn Sie Ihren Besuch an einem Gottesdienst ausrichten möchten, empfiehlt es sich, die aktuellen Pfarrtermine zu prüfen, da sich die Regelmäßigkeit ändern kann.
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