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Neustift im Felde ist ein Angerdorf zwischen dem Wagram und dem linken Donauufer. Die Filialkirche hl. Sebastian und das Hügelgrab im Teufelsgrund geben dem Ort zwei klar unterscheidbare Kulturthemen; am Haleberg kommt die Geschichte des versteinerten Holzes hinzu. Zwei unterschiedlich angelegte Routen ergänzen diese Ortsmerkmale als weitere Planungsebene. So treffen Dorfcharakter, Denkmalschutz, Fundgeschichte und Tourenplanung zusammen. Wenn Sie bei der Wahl eines Aufenthaltsorts nach einem konkreten Schwerpunkt suchen, können Sie zwischen Kulturerbe, lokaler Fundgeschichte und einer Route abwägen.

Kirche und Hügelgrab

Die niederösterreichische Denkmalliste vom 23. Juni 2026 führt die Kath. Filialkirche hl. Sebastian in Neustift im Felde als per Verordnung denkmalgeschützt. Für das Hügelgrab im Teufelsgrund nennt sie einen positiven Feststellungsbescheid gemäß § 2 als Grundlage des Denkmalschutzes. Die Schutzangaben unterscheiden sich also: Bei der Kirche ist die Verordnung genannt, beim Hügelgrab der positive Feststellungsbescheid. Diese Unterscheidung hilft, beide Objekte als eigene Kulturthemen einzuordnen, statt sie unter einer pauschalen Sehenswürdigkeit zusammenzufassen.

Haleberg und Fundgeschichte

Am Haleberg bei Neustift im Felde an der Ochsenstraße ist der Hügel etwa 20 Meter lang und 17 Meter breit. Die Maße vermitteln seine ungefähre Ausdehnung. Am Haleberg steht außerdem eine ausführliche Informationstafel, die einen weiteren Anhaltspunkt zur Einordnung vor Ort bietet. Da sich Besucherinformationen ändern können, empfiehlt es sich, vor einem Besuch ihren aktuellen Zustand zu prüfen.

Das versteinerte Holz stammt aus einem Teil eines Baumstamms, der 1968 in der Schottergrube hinter dem Haleberg gefunden wurde. Eine Radiokarbondatierung ordnete den versteinerten Baumstamm auf etwa 7660 v. Chr. ein. Die beiden Zeitangaben beantworten unterschiedliche Fragen: 1968 bezeichnet den Fund, etwa 7660 v. Chr. die Datierung des Stamms. Die Angabe „etwa“ ist dabei entscheidend: Sie kennzeichnet die Datierung als Näherung, nicht als exaktes Jahr.

Zwei Routen, unterschiedliche Verläufe

Der Wanderweg vom Fossil zum Haleberg beginnt auf dem Leopold-Piffl-Platz westlich der Kirche. Die Wegbeschreibung stammt aus 2023; vor dem Aufbruch empfiehlt sich ein Abgleich mit der aktuellen Routeninformation. Der Routenname verbindet Fossil und Haleberg, während die Fundgeschichte die Schottergrube hinter dem Haleberg als Fundort nennt. Startpunkt auf dem Platz und Fundort in der Grube sind damit zwei unterschiedliche Ortsangaben, die bei der Planung nicht verwechselt werden sollten.

Eine zweite Möglichkeit eröffnet die „Garten Tour“: Sie führt nach Neustift im Felde, weiter über Dörfl und zurück zur Gebietsvinothek in Kirchberg. Ihre Stationen ergeben eine andere Orientierung als der Wanderweg zum Haleberg: Im Vordergrund stehen hier Neustift, Dörfl und die Rückkehr nach Kirchberg, während die Wanderroute durch den benannten Start am Leopold-Piffl-Platz und den Haleberg geprägt ist. So lassen sich beide Strecken als unterschiedliche Planungsoptionen betrachten. Weil Details der touristischen Route aktualisiert werden können, prüfen Sie vor der Planung die aktuelle Beschreibung.

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