In Purkersdorf stehen Naturerlebnisse im Naturpark und Stadtgeschichte rund um Schloss und Museum nebeneinander. Für die Planung können Sie unterschiedliche Schwerpunkte setzen: etwa die Flysch-Aufschlüsse am ehemaligen Steinbruch, Wanderangebote oder historische Ausstellungen. So lässt sich ein Aufenthalt nach den Themen gestalten, die Sie besonders interessieren.
Ankommen und den Naturpark erkunden
Der Hauptzugang zum Naturpark Purkersdorf bei der Kellerwiese liegt wenige Minuten von der REX50/S50-Bahnstation Purkersdorf-Zentrum entfernt und direkt neben der Bushaltestelle Purkersdorf-Kellerwiese. Das ist ein konkreter Orientierungspunkt für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Naturpark reichen die beschriebenen Angebote von Geologie und Tiergehegen bis zu einem Themenweg für die Sinne: Das große Tiergehege beherbergt Schafe und Esel, daneben gibt es drei Wildgehege. Der Weg „Blind Date“ spricht zu jeder Jahreszeit die Sinne für die Natur an.
Auch die Aussichtswarten-Architektur ist ein eigener Akzent: Die Aussichtswarte Rudolfshöhe ist ein Holzfachwerkbau mit einer überdachten Plattform in 26 Metern Höhe. Sie steht auf Purkersdorfer Gemeindegebiet. Am nordöstlichen Rand von Purkersdorf liegt außerdem der ehemalige Sandsteinbruch Dambach. Seine sichtbaren Aufschlüsse zeigen die Flyschzone des Wienerwaldes – ein anderes Naturthema als die Tiergehege und der Sinnesweg.
Wanderwege mit unterschiedlichen Ausgangspunkten
Für Wanderinteressierte gibt es zwei klar benannte Angebote mit verschiedenen Ausgangspunkten. Der „Tut gut!“-Wanderweg beginnt beim Erholungsgasthaus Hochramalpe. Seit 2022 umfasst er in Purkersdorf drei Routen mit insgesamt 29,3 Kilometern. Der erste Abschnitt des österreichischen Jakobswegs westlich von Wien nimmt dagegen seinen Anfang am Tor der Jakobuskirche und führt von Purkersdorf bis Göttweig. Die Angaben zu Beginn und Verlauf helfen, die beiden Wege auseinanderzuhalten; sie beschreiben unterschiedliche Routen, nicht eine gemeinsame Strecke.
Schloss und Stadtgeschichte
Schloss Purkersdorf geht auf die frühe Babenbergerzeit zurück. Ursprünglich wurde es als Wasserburg mit starken Mauern errichtet. Im Erdgeschoss des Schlosses ist seit 1986 das Purkersdorfer Stadtmuseum untergebracht, das die Geschichte und Entwicklung der Stadt dokumentiert. Das Museum ist nicht durchgehend geöffnet; eine Besichtigung ist nach Terminvereinbarung möglich. Besuchsanfragen sollen per E-Mail gestellt werden. Planen Sie einen Museumsbesuch daher mit Blick auf diese Vereinbarung und nicht als spontan jederzeit verfügbaren Programmpunkt.
Ein besonderes Ausstellungsstück ist der Postomnibus in einer Schaugarage am Eingang von Schloss Purkersdorf. Das Fahrzeug stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war auf der Linie Wien–Purkersdorf–Sieghartskirchen im Einsatz. Es hatte 14 Sitzplätze in drei Preisklassen und gilt europaweit als einziges noch erhaltenes Fahrzeug dieses Typs. Damit stehen im Schlossumfeld die Entwicklung der Stadt und ein konkretes Stück Verkehrsgeschichte nebeneinander. Das ehemalige Josef Hoffmann-Sanatorium ergänzt die Baugeschichte als einmaliger Jugendstilbau.
Natur, Alltag und aktive Angebote
Das Wienerwaldhaus im Naturpark Purkersdorf ist das „Erste österreichische Self-Service-Schaufenstermuseum“. Es gibt Einblick in die Wohnräume der Wienerwaldbauern sowie in deren Lebens- und Arbeitsweise vor 100 Jahren. Zusammen mit dem Stadtmuseum setzt es einen anderen Schwerpunkt als die Wege und Tiergehege: Im Vordergrund stehen historische Wohn- und Lebensverhältnisse, nicht eine Wanderroute.
Wer sich für Kletterangebote interessiert, findet im Kletterpark Purkersdorf anspruchsvolle Hindernisse, Flying-Fox-Bahnen sowie Seil- und Brückenkonstruktionen. Die sieben Parcours haben verschiedene Schwierigkeitsgrade und liegen in Höhen von 2 bis 14 Metern. Seit 2022 gibt es außerdem zwei reine Zwergerl-Trails und drei reine Flying-Fox-Parcours.
Auch der Bauern- und Wochenmarkt der Stadtgemeinde Purkersdorf findet einen festen Platz im Ortsbild: Er wird am Hauptplatz abgehalten.
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