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Markierte Radwege, Wanderwege durch Felder und Wiesen und die Pfarrkirche zum Heiligen Georg geben Ihnen drei unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt in Sankt Georgen bei Obernberg am Inn. Die Gemeinde liegt in einer ruhigen, ebenen Landschaft in der Thermenregion Geinberg; zugleich verweisen Steinzeitfunde und Kapellen auf die Ortsgeschichte. So können Sie vorab abwägen, ob Bewegung im Freien, Landschaft oder Bau- und Kulturgeschichte Ihren Aufenthalt prägen soll.

Radfahren und Wandern

Für Radwanderungen eignen sich in Sankt Georgen gekennzeichnete Wege; außerdem liegt der Ort nahe dem Inn-Radwanderweg. Die ebene Landschaft in der Thermenregion Geinberg gehört ebenfalls zum Charakter des Ortes. Zu Fuß führen Wanderwege durch Felder und Wiesen und bieten eindrucksvolle Ausblicke auf die Landschaft. Für die Planung lässt sich also zwischen zwei klar unterschiedlichen Schwerpunkten wählen: Radwege und die nahe Radwanderroute auf der einen, Feld- und Wiesenwege zu Fuß auf der anderen Seite.

Landschaft am Hinddausseweg

Eine genauere Landschaftsperspektive bietet der Hinddausseweg. Entlang dieser Route bieten sich Blicke auf blühende Wiesen und Felder sowie auf typische Streuobstwiesen mit Apfel- und Birnbäumen. Das Gemeindegebiet liegt außerdem im Naturschutzgebiet Europareservat Unterer Inn. Diese beiden Angaben setzen unterschiedliche Maßstäbe: Der Weg steht für konkrete Landschaftsbilder entlang einer Route, das Schutzgebiet für die geografische Einordnung des gesamten Gemeindegebiets. Vor einer Wanderung ist ein Blick auf aktuelle Wegbedingungen sinnvoll.

Pfarrkirche und frühe Geschichte

Die Pfarrkirche zum Heiligen Georg ist ein Tuffsteinbau mit barocker Innenausstattung und Statuen aus dem Schwanthalerkreis. Die Pfarre von Sankt Georgen wurde in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts als dem Bistum Passau zugehörig gegründet. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte nebeneinander: Die Gründung ordnet die Pfarre zeitlich ein, während Tuffstein, barocke Ausstattung und Statuen die Bau- und Kunstmerkmale der Kirche benennen.

Steinzeitfunde belegen eine frühe Besiedelung im Gebiet von Sankt Georgen. Duplikate der Funde können in der Volksschule besichtigt werden. Wenn Sie diesen Punkt in Ihre Planung aufnehmen möchten, klären Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab. Zusammen mit der Pfarrgründung in der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts ergibt sich ein zeitlicher Bogen von der Steinzeit bis in die frühe Kirchengeschichte. So ergänzen archäologische Spuren die kirchliche Bau- und Ortsgeschichte um eine weitere Perspektive.

Kapellen im Gemeindegebiet

Kapellen sind über das gesamte Gemeindegebiet verstreut. Ein konkretes Beispiel ist die Familienkapelle Nonsbach. Im Jahr 2008 beschlossen vier persönlich und wirtschaftlich eng verbundene Familien eines Innviertler Weilers, die Familienkapelle Nonsbach als Gemeinschaftskapelle zu bauen; für den Bau wurden drei Lärchen aus einem Nachbardorf verwendet. Im Vergleich zur Pfarrkirche mit ihrer Bau- und Ausstattungsgeschichte erzählt Nonsbach von einem gemeinschaftlichen Bauentschluss; die verstreuten Kapellen bilden zugleich ein Thema über das ganze Gemeindegebiet.

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