Stille Bäche und markante Wildbachrinnen prägen den Marien-Wanderweg; die Geschichte des Ortes reicht bis in eine Zeit zurück, als Sankt Marienkirchen am Hausruck ein Wallfahrtsort war. Wer den Aufenthalt plant, kann daher zwischen Wandertouren und historischen Stationen unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Wandern auf dem Marien-Wanderweg und im Hausruck
Der grenzüberschreitende Marienwanderweg wurde 2014 gegründet. Er verbindet sehenswerte Marienorte von Sankt Marienkirchen am Hausruck in Oberösterreich über Burghausen mit Altötting in Bayern und ist 130 Kilometer lang. Sankt Marienkirchen und Altötting sind dabei auch als alte Wallfahrtsorte miteinander verbunden. Der Weg eignet sich sowohl für abschnittsweise Tageswanderungen als auch als Weitwanderweg. Diese beiden Nutzungen bieten unterschiedliche Planungsmaßstäbe: Sie können einzelne Tagesabschnitte wählen oder die längere Verbindung in den Blick nehmen.
Der Marien-Wanderweg verläuft größtenteils auf Naturwegen. Zu den beschriebenen Landschaftsmerkmalen zählen kleine stille Bäche, imposante Wildbachrinnen, Weiher beziehungsweise Toteislöcher sowie Steilwände mit außergewöhnlichen Abbrüchen. Damit gehören die Wegoberfläche und die abwechslungsreichen Formen der Landschaft zu den prägenden Merkmalen dieser Wanderung. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen.
Eine weitere beschriebene Route ist die Hausruckwanderung. Sie führt vom Hohes-Kreuz-Parkplatz bei Haag am Hausruck über Symbrunn oder alternativ über die Luisenhöhe und den Aussichtsturm zum Grenzstein. Von dort verläuft sie weiter zum Feuerwehrkreuz und entlang des Kreuzweges nach Sankt Marienkirchen am Hausruck. Für die Anfahrt zur Hausruckwanderung führt die angegebene Route über die A8 und die Abfahrt Haag am Hausruck, sowohl aus Richtung Passau als auch aus Richtung Linz. Anders als beim 130 Kilometer langen Marienwanderweg steht hier ein konkreter Verlauf von Haag am Hausruck bis nach Sankt Marienkirchen im Mittelpunkt.
Pfarrkirche, Pfarrhof und Wallfahrtsgeschichte
Die katholische Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt steht unter Denkmalschutz und wurde vermutlich um 1450 errichtet. Auch der heutige Pfarrhof ist ein geschütztes historisches Bauwerk: Er entstand von 1862 bis 1864 und steht gemeinsam mit den Wirtschaftsgebäuden unter Denkmalschutz. Kirche und Pfarrhof zeigen unterschiedliche Abschnitte der örtlichen Baugeschichte.
Die kirchliche Geschichte lässt sich weiter zurückverfolgen. Sankt Marienkirchen am Hausruck wurde 1785 eine eigenständige Pfarre; zuvor wurde die Gemeinde von Geistlichen aus der Pfarre Eberschwang betreut. Bis zum 18. Jahrhundert war der Ort ein blühender Wallfahrtsort. Von 1783 bis 1785 wurde die Wallfahrt unter Kaiser Josef verboten. Danach entwickelte sich die Pfarrgemeinde nicht wieder zu einem Wallfahrtsort.
In Pilgersham wurde 1985 die Nikolauskapelle am Standort der ehemaligen Nikolauskirche errichtet. Sie ergänzt die Pfarrkirche und den Pfarrhof um einen weiteren konkreten Bezug zur örtlichen Religionsgeschichte.
Sport und Produkte aus eigener Landwirtschaft
Der 2009 eröffnete FunCourt gegenüber dem Bauhof bietet Kindern und Erwachsenen ein Spielfeld für verschiedene Sportarten, darunter Basketball, Fußball und Federball. Da sich Ausstattung und Zugang ändern können, prüfen Sie beides vor einem Besuch.
Der Biohof Wellinger in Sankt Marienkirchen am Hausruck betreibt einen Hofladen mit Produkten aus eigener Landwirtschaft. Für Reisende, die neben Wanderwegen und Kultur auch regionale Erzeugnisse in ihre Planung einbeziehen möchten, ist dieser Hofladen ein konkreter Bezug zur örtlichen Landwirtschaft.
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