Altenberg bei Linz liegt auf einem südlichen Ausläufer des Mühlviertler Hochlands. Von der 593 Meter hoch gelegenen Aussicht reicht der Panoramablick über das Mühlviertel und über Linz hinweg ins Oberösterreichische Zentralland bis zu den Ausläufern der Nördlichen Kalkalpen. Wer hier einen Aufenthalt plant, kann Wandern, Baugeschichte und kirchliche Tradition als unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Wandern auf Rundwegen und historischen Wegen
Durch Altenberg führt ein Rundwanderweg, der am Kulmerberg, Wetterberg und Geiselsberg vorbeikommt. Eine Wanderkarte für die Routen in Altenberg erhalten Sie im Marktgemeindeamt; sie steht auch zum Download bereit. Damit können Sie die ausgewiesenen Wege vorab in Ihre Tagesplanung einbeziehen. Ein direkter Wanderweg führt von Linz nach Altenberg und verläuft teilweise auf der ehemaligen Pferdeeisenbahn. Die Verbindung greift damit auch ein Stück der früheren Verkehrslandschaft auf.
Eine weitere Möglichkeit ist der Weitrager Kreuzweg: Er ist ein leicht begehbarer Rundweg mit elf Sitzbänken. Die Beschilderung für den Kreuzweg und die Auferstehungskapelle befindet sich gegenüber der Pfarrkirche. Für die Orientierung zu beiden Zielen nutzen Sie die Beschilderung gegenüber der Pfarrkirche.
Kirche und Baugeschichte
Die Pfarrkirche Altenberg ist spätgotisch. Ihr etwa 42 Meter hoher Turm neigt sich nach Westen von der Kirche weg. Zur Ausstattung gehört ein barocker Hochaltar aus der ehemaligen Filialkirche Sautern des Stiftes Schlierbach. Zusammen geben Baustil, Turmform und Herkunft des Altars verschiedene Anknüpfungspunkte für einen kulturgeschichtlichen Besuch.
Auch die Auferstehungskapelle gehört zu den kirchlichen Bauwerken des Ortes; sie wurde 2012 und 2013 renoviert. Ein weiteres Bauwerk mit eigener Geschichte ist das ehemalige Gemeindeamt. Es entstand von 1927 bis 1930 nach Plänen des Architekten Mauriz Balzarek und verbindet Elemente des Heimatstils und des Jugendstils mit expressiven Elementen. Die unterschiedlichen Stilrichtungen machen es zu einem aufschlussreichen Kontrast zur spätgotischen Pfarrkirche.
Historische Spuren und Wallfahrt
Altenberg wurde erstmals 1245 in einer Passauer Urkunde erwähnt. Noch weiter zurück reichen jungsteinzeitliche Funde: Sie belegen, dass sich im Gebiet zumindest zeitweise nomadische, jagende und sammelnde Bevölkerungsgruppen aufhielten. Solche zeitlich weit auseinanderliegenden Spuren eröffnen einen Blick auf die lange Geschichte des Ortes, ohne sie auf ein einzelnes Bauwerk zu beschränken.
Schon im 17. Jahrhundert war Altenberg ein Ziel vieler Wallfahrer. Die Wallfahrt der Bewohner von Ottenschlag zur Gnadenmutter nach Altenberg findet alljährlich am Sonntag nach Peter und Paul statt; ihr Ursprung geht auf das Jahr 1799 zurück. Wenn Sie Ihre Reise auf diese Tradition abstimmen möchten, prüfen Sie die Arrangements für das jeweilige Jahr. Der Termin ist damit ein eigener Planungspunkt neben den frei zu wählenden Wandertagen.
Aktivitäten für die Reiseplanung
In Altenberg werden geländefähige SEGWAY X2 zur Miete angeboten. Für Gruppen von bis zu 25 Personen können geführte oder individuell zusammengestellte Touren gebucht werden. Bei der Tourenplanung können Sie zwischen einer geführten und einer individuell zusammengestellten Tour wählen.
Wer wandern möchte, kann die verfügbare Wanderkarte in die Tagesplanung aufnehmen; bei einer Reise zur Wallfahrt zählt dagegen der konkrete Termin.
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