Vöcklabruck eröffnet zwei gut unterscheidbare Zugänge für einen Aufenthalt: Kultur mit archäologischen und baulichen Bezugspunkten sowie Erholung und Rundwanderungen. Im Heimathaus-Stadtmuseum treffen Funde aus unterschiedlichen Epochen auf ein Gebäude mit eigener Geschichte; draußen bilden die Agerinsel und mehrere Wege einen anderen Schwerpunkt. Für Ihre Planung können Sie zuerst entscheiden, ob Sie Kulturthemen oder die Wege stärker gewichten möchten.
Sammlungen, Baugeschichte und Kunst
Das Heimathaus-Stadtmuseum Vöcklabruck zeigt zehn vergoldete langobardische Kupfertafeln aus dem 8. Jahrhundert. Daneben besitzt es eine umfangreiche Sammlung von Pfahlbaufunden aus der Jungsteinzeit und der Bronzezeit. Das Museum ist im Benefiziatenhaus untergebracht, einem der ältesten Gebäude der Stadt. So treffen archäologische Themen auf einen historischen Bau, der seinerseits zur Stadtgeschichte zählt.
Die Stadtpfarrkirche St. Ulrich ist als zweischiffige Hallenkirche gestaltet, eine für die oberösterreichische Spätgotik typische Form. Wer Kirchenarchitektur in die Auswahl aufnimmt, erhält damit einen klaren baulichen Bezugspunkt neben den archäologischen Themen des Museums. Der historische Stadtplatz liegt zwischen zwei markanten Stadttürmen. Der Untere Stadtturm entstand in seiner heutigen Form zu Beginn des 14. Jahrhunderts.
Seit 1976 bringt die Stadtgalerie im Lebzelterhaus nationale und internationale Künstler nach Vöcklabruck. Sie ergänzt die archäologischen und architektonischen Schwerpunkte um eine weitere kulturelle Perspektive. Damit reicht die Auswahl in der Stadt von historischen Fundstücken und Bauformen bis zu einem Ort, der Künstler aus dem nationalen und internationalen Umfeld nach Vöcklabruck bringt.
Erholung und Wege
Die Agerinsel ist in Vöcklabruck als Naherholungsgebiet ausgewiesen. Für Reisende, die neben Sammlungen und Baugeschichte bewusst Zeit für Erholung einplanen möchten, ist sie ein eigener lokaler Schwerpunkt. So können Sie für Ihren Aufenthalt abwägen, ob Sie eher kulturelle Themen oder Erholung und Bewegung in den Mittelpunkt stellen möchten.
Der Rundwanderweg Geispiel startet auf dem Gelände des Freizeitparks Vöcklabruck und führt nach etwa 5 km zum „Dach von Vöcklabruck“, dem Geispiel. Dort gibt es ein Gipfelkreuz und eine Sitzgelegenheit; außerdem bietet sich ein eindrucksvoller Ausblick. Auch der Rundwanderweg Altwartenburg startet auf dem Gelände des Freizeitparks. Beide Wege haben damit denselben Ausgangspunkt; beim Geispiel kommt ein benanntes Ziel mit ungefährer Entfernungsangabe hinzu.
Der Rundweg Schlierwand führt an der Vöcklawehr vorbei und über einen Trampelpfad zum steilsten Anstieg des Rundwegs. Die beschriebenen Orientierungspunkte unterscheiden sich damit: Beim Geispiel stehen der Weg zu einem benannten Ziel und der Ausblick im Vordergrund, bei Schlierwand der Verlauf am Wehr und der Anstieg. Wenn Sie die Wege vergleichen, können Sie diese konkreten Angaben für Ihre Auswahl heranziehen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Wegbedingungen, da sie sich ändern können.
Eine weitere Möglichkeit, Vöcklabruck thematisch zu entdecken, ist der interaktive Stadtspaziergang „Anton und die Detektive“. Er führt auf den Spuren von Anton Bruckner und seiner Musik durch die Stadt. Wenn Sie dieses Angebot fest einplanen möchten, prüfen Sie vorab seine aktuelle Verfügbarkeit, da sich App und Durchführung ändern können.
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