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Zell am Moos lässt sich über drei unterschiedliche Themen erschließen: den naturgeschützten Irrsee, Wanderungen mit verschiedenen Wegcharakteren sowie Zeugnisse der bäuerlichen und kirchlichen Geschichte. Für die Reiseplanung helfen besonders die Unterschiede zwischen Seeweg, Rundwanderung und historischen Orten.

Irrsee und Moorlandschaft

Der Irrsee, auch Zeller See oder Zellersee genannt, ist ein Moorsee und steht unter Naturschutz. Die ihn umgebenden Moore bieten vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Damit ist der See nicht nur ein prägnanter Naturbezug für einen Aufenthalt in Zell am Moos, sondern auch ein Ort, an dem der Schutz des Moorlebensraums zum Thema wird.

Angeln und Ruderboote

Für Aktivitäten am Wasser gelten unterschiedliche Bedingungen: Motorboote sind auf dem Irrsee nicht zugelassen, Angeln ist hingegen ganzjährig möglich. Im Gemeindebad Zell am Moos können Ruderboote ausgeliehen werden. Wenn Sie angeln möchten, erhalten Sie Fischerkarten in der Trafik Lettner im Ortszentrum; fragen Sie dort die Verfügbarkeit vor Ort nochmals nach.

Zwei Wege, zwei Schwerpunkte

Der Irrseeweg folgt rund um den naturgeschützten Irrsee einer eigenen Beschilderung. Am Nordmoor umfasst er einen Aussichts- und Beobachtungspunkt mit zahlreichen Informationen über den Lebensraum Moor. Wer beim Wandern Naturbeobachtung und Bewegung verbinden möchte, findet hier einen klaren thematischen Bezug zum Moor. Da sich Wegbedingungen vorübergehend ändern können, empfiehlt es sich, sie vor dem Aufbruch zu prüfen.

Der Almwiesenweg ist ein langer Rundwanderweg über die Almwiesen oberhalb der Gemeinden Zell am Moos und Haslau. Er führt außerdem durch den Ortskern von Zell am Moos bis zur Kirche. Im Vergleich der Wegbeschreibungen stehen damit beim Irrseeweg See und Moor im Mittelpunkt, beim Almwiesenweg die Almwiesen und der Verlauf durch den Ortskern. Die beiden Wege bieten unterschiedliche Ansätze, die Landschaft zu erkunden.

Bäuerliche und kirchliche Geschichte

Das Irrseer Heimathaus präsentiert bäuerliche Lebensweise, Handwerk und Brauchtum. Zu den Beispielen gehören Rauchküchen aus dem frühen 18. Jahrhundert, eine Schnapsbrennerei, eine Hausmühle, ein Backofen und ein Göpel. Das gibt dem kulturellen Schwerpunkt eine konkrete Ausrichtung: Im Mittelpunkt stehen historische Arbeits- und Alltagsformen.

Die Pfarrkirche Zell am Moos ist ein einschiffiges gotisches Gotteshaus und hat viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt. Mitte des 17. Jahrhunderts wurde Zell am Moos zu einem Marien-Wallfahrtsort. Auch die Kolomanskapelle gehört zur örtlichen Kulturgeschichte; sie gilt als älteste Holzkirche Österreichs. Die hölzerne Kolomanskirche steht in Gipfelnähe des 1.111 m hohen Kolomansberges.

Aufenthalt und Anreise planen

So lässt sich die Planung an den eigenen Interessen ausrichten, ohne die unterschiedlichen Wege und Kulturthemen zu einer festen Route zusammenzufassen. Für die Anreise über die Westautobahn A1 orientieren Sie sich an der Abfahrt Mondsee in Richtung Zell am Moos.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vöcklabruck.

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