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Vöcklamarkt verbindet Kirchengeschichte und römische Spuren mit Wegen durch eine von Wiesen und bewaldeten Hügeln geprägte Landschaft. Für Ihre Reiseplanung können drei Interessen den Schwerpunkt setzen: Kirchenarchitektur und Kunst, historische Funde oder Aussichtspunkte und Routen. So lässt sich der Ort nicht nur über seine Kirchen, sondern auch über Landschaft und regionale Geschichte erschließen.

Kirchenarchitektur und Kunst

Der Vöckladom, die Pfarrkirche Vöcklamarkt, ist eine spätgotische Kirche mit barocken Elementen des 18. Jahrhunderts. Sein Turm wurde 1720 barockisiert und auf 82 Meter erhöht. Auch der Marienaltar bietet ein konkretes kunsthistorisches Detail: Er trägt ein Altarbild des heiligen Isidor von Johann Georg Schmidt aus dem Jahr 1739. Baugeschichte und Altarbild setzen unterschiedliche Akzente innerhalb derselben Kirche.

Die Kalvarienbergkirche eröffnet einen anderen Blick auf die örtliche Kirchengeschichte. Sie wurde 1711 mit vier Kreuzwegkapellen errichtet und am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung, vom Passauer Weihbischof Johannes Raimundus Graf von Lamberg geweiht. Die Kirche steht auf einem nördlich des Marktes gelegenen Hügel und bietet einen prächtigen Ausblick in alle Richtungen. Während beim Vöckladom Turmgestaltung und Altarbild besonders konkrete Anknüpfungspunkte sind, verbinden sich bei der Kalvarienbergkirche Baugeschichte, Kreuzwegkapellen und Aussicht.

Römische Spuren und ein Museumsstück

Nach historischer Deutung führte die Römerstraße von Juvavum (Salzburg) nach Lauriacum (Lorch bei Enns) durch Vöcklamarkt. Ein römischer Meilenstein wurde am 6. Dezember 1865 bei Mösendorf am sogenannten Burgstall gefunden, zusammen mit römischen Münzen, zahlreichen Pferdeschädeln und weiteren Tierknochen. Die Römerstraße und der Fund bei Mösendorf geben zwei unterschiedliche Anknüpfungspunkte, um sich mit der antiken Geschichte des Ortes zu befassen.

Im Uhrmacher-Handwerkmuseum ergänzt ein original erhaltener Kaufmannsladen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts die historischen Themen um einen Einblick in Handel und Alltag. Das Museum ist vom 1. April bis 31. Oktober samstags von 9:00 bis 11:30 Uhr geöffnet. Da sich Öffnungszeiten und Ausstellungsinhalte ändern können, prüfen Sie beides vor Ihrem Besuch.

Wege, Aussicht und Radpause

Der Rundweg 1b – Dürre Ager Tal führt durch das Tal der Dürren Ager. Er umfasst einen Abstecher zum Viechter Gipfelkreuz sowie den Weg entlang des Waldes zum Aussichtspunkt Hehenberg. Eine andere Ausrichtung hat der Rundweg 1a – Gebirgspanorama: Er führt zum Schloss Walkering, das sich seit dem 19. Jahrhundert in bäuerlichem Privatbesitz befindet. Tal, Wald und Aussichtspunkt kennzeichnen damit den einen Rundweg, das Schloss ist das Ziel des anderen. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die aktuellen Routenbedingungen.

Auch für Radfahrende gibt es einen konkreten Orientierungspunkt: Der Rastplatz Vöcklamarkt am Römerradweg verfügt über Tische und Bänke, dreiteilige Informationstafeln sowie einen Audioguide. Die Ausstattung verbindet eine Pause mit Informationen zur Umgebung. So können Sie bei der Reiseplanung zwischen kirchenhistorischen Themen, einem Museumsbesuch, Wegen in der Landschaft und einer Radpause wählen, ohne diese Interessen auf eine einzige Art des Aufenthalts zu reduzieren.

Anreise mit der Bahn

Vöcklamarkt verfügt über einen Bahnhof an der Westbahn. Vom Bahnhof besteht eine Anschlussverbindung mit der Lokalbahn nach Attersee. Prüfen Sie für Ihren Reisetag den Fahrplan, damit Sie die Bahnfahrt mit den saisonalen Museumsöffnungszeiten oder Ihren geplanten Routen in Einklang bringen können.

Weitere Reiseziele entdecken: Oberndorf Bei Schwanenstadt, Schmitzberg, Rüstorf, Pfaffing, Abtsdorf, Unterach Am Attersee, Manning, Zell Am Moos.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vöcklabruck.

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