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Ein 12,5 Meter hoher Flügelaltar, eine Schifffahrt zwischen drei Orten und Bergbahnen mit unterschiedlichen Fahrtdauern: Der Wolfgangsee verbindet sehr verschiedene Entdeckungen. Er erstreckt sich über Salzburg und Oberösterreich und liegt zwischen Wäldern, Berglandschaften und kleinen Orten. Im Salzkammergut zählt er zu den Badeseen. So kann ein Aufenthalt Kultur, Wasser und Bergthemen umfassen, ohne dass Sie sich auf nur eine davon festlegen müssen.

See und Orte: unterwegs zu Wasser und mit dem Bus

Die WolfgangseeSchifffahrt verbindet St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang. Damit sind die drei Orte durch eine gemeinsame Schiffsverbindung verknüpft. Die Fahrpläne sind saisonal; prüfen Sie den Fahrplan für Ihren Besuch. Auch mit dem Bus gibt es Verbindungen zwischen den Orten: Die Linie 150 hält in St. Gilgen und Strobl an den relevanten Haltestellen. Nach St. Wolfgang gelangen Sie ab dem Busbahnhof Strobl mit der Linie 546.

Für die Bahnanreise sind zwei Kombinationen beschrieben: Sie können über den Salzburger Hauptbahnhof fahren und anschließend die Buslinie 150 Richtung Bad Ischl/Wolfgangsee nutzen. Alternativ führt die Anreise über den Bahnhof Bad Ischl; von dort fährt die Linie 150 Richtung Salzburg/Wolfgangsee. Da sich Fahrpläne ändern können, lohnt sich ein Blick auf die Verbindungen vor der Reise.

Wasser und Berge in verschiedenen Tempi

Am Wolfgangsee werden Segeln, Surfen, Tauchen, Stand-up-Paddeln, Wasserski, Wakeboarden sowie Kanu- und Kajakfahren angeboten; laut regionaler Information bestehen diese Angebote ganzjährig. Einzelne Betreiber und Verfügbarkeiten können variieren. Wassersportzentren bieten Surfen für Anfänger und Fortgeschrittene an; auch Tretboote und E-Boote können genutzt werden. Die Vielfalt reicht damit von selbst gesteuerten Bootsfahrten bis zu sportlichen Aktivitäten auf dem Wasser.

Für eine Bergfahrt nennen die beiden Bergbahnen unterschiedliche Zeiten und Ziele: Die SchafbergBahn fährt in etwa 35 Minuten bis unterhalb des 1.783 Meter hohen Schafberggipfels. Das 1.522 Meter hohe Zwölferhorn ist mit der Zwölferhorn-Seilbahn in 11 Minuten erreichbar; ihre Betriebszeiten sind saisonal. Auf dem Zwölferhorn führt außerdem der Pillstein Panorama Rundweg entlang. Zwölf Stationen erklären dort auf spielerische Weise Naturphänomene und traditionelle Überlieferungen.

Auch die Winterwege setzen eigene Akzente. Die fünf Kilometer lange Lienbachloipe auf der Postalm kann im klassischen Stil und im Skating-Stil genutzt werden. Auf der Postalm verläuft zudem eine ein Kilometer lange Naturrodelbahn mit 200 Metern Höhenunterschied, die an der Strobler Hütte vorbeiführt. Loipenbedingungen, Präparierung, Schneelage und Betriebszeiten sind saisonabhängig.

Im Wildpark Kleefeld gibt es einen Bienenlehrpfad. Der Rundgang dauert etwa eine Stunde und ist für Kinderwagen geeignet. Im Wildpark können Sie Rotwild, Damwild und Steinböcke sehen. Die Verbindung aus Lehrpfad und Tierbeobachtung bietet einen anderen Schwerpunkt als die längeren Berg- und Winterstrecken.

Kirche, Kunst und regionale Geschichten

Die katholische Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Wolfgang geht mindestens auf das 12. Jahrhundert zurück. Zu ihren Besonderheiten gehören ein kultisch wichtiges Steinheiligtum und der berühmte gotische Flügelaltar von Michael Pacher. Pacher schuf den Altar bis 1481. Geöffnet ist er mehr als sechs Meter breit und 12,5 Meter hoch; auf seinen Flügeln sind Szenen aus dem Leben Jesu und des heiligen Wolfgang dargestellt. Die Maße und Bildthemen geben dem Besuch einen konkreten kunsthistorischen Schwerpunkt.

St. Wolfgang ist außerdem Ziel des Wolfgangwegs: Die Pilgerstrecke führt über 274 Kilometer von St. Emmeram in Regensburg bis hierher. Für Radfahrer gibt es eine 324 Kilometer lange Variante. Namensgeber ist der heilige Bischof Wolfgang von Regensburg, der von 924 bis 994 lebte. Die Weglängen unterscheiden eine Pilgerroute von ihrer Radvariante, während beide denselben Ausgangspunkt und dasselbe Ziel haben.

In Strobl erzählt das Aberseer Heimathaus Lipphaus von einer anderen Art regionaler Geschichte. Das Gebäude beim Breitenbachbauer stammt aus der Zeit um 1500. Nach seiner Nutzung als Wohnhaus bis 1977 wandelte der Aberseer Museumsverein das Lipphaus in ein Museum um; 1978 wurde es als Aberseer Heimatmuseum Lipphaus eröffnet. Zur Kulturgeschichte am Wolfgangsee gehört auch die Zinkenbacher Malerkolonie: Künstlerfreunde wählten Zinkenbach/Abersee von 1927 bis 1938 als Sommer- und Winterdomizil, der Kolonie gehörten bis zu 27 Künstler an.

Seit 2000 belebt die Deutschvilla die regionale Kulturszene mit Ausstellungen, Konzerten und Vernissagen; einzelne Ausstellungen wechseln. Jährlich wird der Wolfgangsee-Adventmarkt in St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang gefeiert. Die konkreten Termine variieren von Jahr zu Jahr. Bei der regionalen Küche gehören frische Fische aus heimischen Seen, Pilze aus dem Wald und handwerklich hergestellte Spezialitäten aus natürlichen Lebensmitteln zu den beschriebenen Merkmalen.

Weitere Reiseziele entdecken: Kirchdorf An Der Krems, Eferding, Ried Im Innkreis, Schärding, Rohrbach, Braunau Am Inn, Grieskirchen, Freistadt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oberösterreich.

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