Für die Planung in Katschberg lohnt ein Blick auf Jahreszeit und Interesse: Das Pöllatal bietet im Sommer mehrere Zugangsarten und Naturerkundung an der Lieser; im Winter verbindet ein kostenloser Skibus Rennweg mit dem Skigebiet Katschberg. Kirchen und Bergbau ergänzen die Naturthemen um konkrete Ortsgeschichte.
Pöllatal: Schutzgebiet und Sommerwege
Das Naturschutzgebiet Pöllatal erstreckt sich in Rennweg am Katschberg. Die Region rund um die Kernzone Inneres Pöllatal besitzt seit 2009 den Status als Europaschutzgebiet. Im Sommer ist das Pöllatal vom Grillplatz beziehungsweise Parkplatz P1 zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Tschu-Tschu-Bahn erreichbar. So können Sie den Zugang zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Bahn planen. Wenn Sie die Bahn nutzen möchten, prüfen Sie vor der Reise ihren aktuellen Betrieb.
Der Bacherlebnisweg im Pöllatal führt an der Lieser entlang. Schautafeln ermöglichen Kindern, die Natur zu erforschen; Naturerkundung ist damit ein konkreter Teil des Weges. Die Tschu-Tschu-Bahn kann bis zu 62 Personen durch das Tal befördern und wird für Familien- und Gruppenausflüge angeboten. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Akzente: Beim Bacherlebnisweg stehen der Verlauf an der Lieser und die Schautafeln im Mittelpunkt, bei der Bahn die Fahrt durch das Tal und ihr Angebot für Familien und Gruppen.
Saisonale Verbindungen und Wege
Im Winter verbindet ein kostenloser Skibus Rennweg in wenigen Minuten mit dem Skigebiet Katschberg. Die Fahrtzeit ist knapp und ungefähr angegeben; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Winterfahrplan. Beim saisonalen Katschberger Adventweg ist dagegen die Fortbewegungsart für einen Abschnitt festgelegt: Der anschließende, etwa 2 km lange Teil kann nur zu Fuß zurückgelegt werden. Prüfen Sie vor der Planung auch die aktuellen Routenbedingungen. Skibus und Adventweg stehen so für unterschiedliche Planungsfragen: die Verbindung zum Skigebiet einerseits, der Fußweg auf dem genannten Abschnitt andererseits.
Kirchen und Geschichte im Katschtal
Die Pfarrkirche St. Peter im Katschtal in Rennweg wurde erstmals 1351 urkundlich erwähnt. Die meisten Altäre und Statuen in St. Peter im Katschtal stammen aus der Zeit um 1700. St. Peter bei Rennweg diente den Herren von Katsch seit dem Spätmittelalter als erbliche Begräbnisstätte. Erwähnung, Ausstattung und Begräbnisfunktion geben unterschiedliche zeitliche und historische Anhaltspunkte für die Einordnung der Kirche.
Die heutige Filialkirche St. Georgen im Katschtal ist ein spätbarocker Neubau aus den Jahren 1780 bis 1782. Das Mittelbild des spätbarocken Hochaltars vollendete Josef Messner 1861. Bauwerk und Kunstwerk lassen sich damit zeitlich getrennt betrachten: Die genannten Jahre beziehen sich auf den Neubau und auf die spätere Vollendung des Altarbildes.
Auch das historische Pocherhaus in Oberdorf gehört zur regionalen Bergbaugeschichte. Es war das Zentrum des Bergbaus im Pöllatal, wo Gold und Silber gewonnen wurden. Zusammen mit den Kirchen eröffnet dieser Themenbereich einen anderen Blick auf die Gegend als Wege und saisonale Mobilität: Statt Zugang und Fortbewegung stehen historische Nutzung und Baugeschichte im Vordergrund.
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