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Von der Stainzer Warte reicht der Rundumblick bis zum Bacherngebirge in Nordslowenien. Schloss Stainz setzt dazu einen kulturellen Schwerpunkt: Die Klosteranlage vereint mehrere Baustile und beherbergt Museen mit unterschiedlichen Themen. Wanderwege, die Landschaft rund um Stainz, eine Nostalgiebahn und das Freibad ergänzen die Auswahl. So können Sie den Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie sich vor allem für Geschichte, Aussicht, Bewegung oder regionale Landschaft interessieren.

Schloss Stainz und seine Museen

Die Klosteranlage von Schloss Stainz war ursprünglich romanisch. Die Augustiner-Chorherren erweiterten, bauten sie um und errichteten sie in den Baustilen der Gotik, Renaissance und des Barock neu. Das ehemalige Refektorium weist prunkvolle Stuckaturen und Malereien auf. Zusammen geben Baugeschichte und Raumgestaltung einen konkreten Eindruck von den verschiedenen Facetten des Schlosses.

Die Museen setzen jeweils andere inhaltliche Akzente. Das Landwirtschaftsmuseum zeigt in einer vielseitigen Präsentation die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft in der Steiermark. Im Erzherzog Johann Museum vermitteln Ideen, Modelle, Institutionen und Schwierigkeiten Einblicke in das Leben des 19. Jahrhunderts. Damit stehen dort sowohl die Entwicklung eines regional bedeutenden Wirtschaftszweigs als auch eine historische Lebenswelt im Mittelpunkt.

Das Jagdmuseum widmet sich seit September 2006 der Jagdkultur in all ihren Facetten und dem Zusammenspiel von Mensch und Natur. Im zweiten Obergeschoss setzt sich der Rundgang als „Pirsch“ fort: Dort können Sie nach Tierfährten Ausschau halten und Tierstimmen lauschen. Dieser Teil verbindet das Museumsthema mit einer konkreten Beobachtungsaufgabe.

Stainzer Warte: Aussicht und Zugang

Die 26 Meter hohe Stainzer Warte steht auf dem 608 Meter hohen Lethkogel. Von ihr reicht der Rundumblick von der Koralpe und Gleinalpe über das Grazer Bergland und das oststeirische Hügelland bis zum Bacherngebirge in Nordslowenien. Die Aussicht spannt damit einen weiten Bogen über unterschiedliche Landschaftsräume. Die Warte wurde 1902 erbaut und ist über mehrere familienfreundliche Wanderwege zu Fuß oder mit dem Auto über einen nahe gelegenen Parkplatz erreichbar.

Für einen Vergleich mit einer Wanderung bietet sich der Höllerhanslweg an. Dieser naturbelassene, ganzjährig begehbare und familienfreundliche Weg hat eher leichte Steigungen und führt an Bauernhäusern, Weingärten und Kapellen vorbei. Beim Höllerhanslweg prägen die Punkte entlang der Strecke den Wegcharakter; an der Warte steht der Rundumblick im Mittelpunkt. So unterscheiden sich die beiden Möglichkeiten durch ihre jeweiligen Schwerpunkte, ohne dass dafür eine Gehzeit oder Streckenlänge vorausgesetzt werden muss.

Landschaft und Aktivitäten rund um Stainz

Zur Umgebung von Stainz gehören fruchtbare Ebenen mit Mais-, Weizen- und Kürbisäckern, charakteristisch steile Schilcher-Weinhänge, Bächlein und Quellen. Auch die Wälder von Reinisch- und Rosenkogel an den Ausläufern des Koralm-Massivs zählen zu diesem Landschaftsbild. Stainz ist ein beliebter Ausgangspunkt für ausgedehnte Rad- und Wandertouren in die malerische Umgebung. Der Höllerhanslweg bietet dazu ein klar beschriebenes Wandererlebnis mit Bauernhäusern, Weingärten und Kapellen als Wegmerkmalen; die Warte setzt einen anderen Akzent mit ihrem weiten Panorama.

Eine weitere Möglichkeit ist der Stainzer Flascherlzug, eine Nostalgiebahn mit historischen Fahrzeugen und Waggons. Wer sich für historische Eisenbahnfahrzeuge interessiert, findet hier ein anderes Thema als in den Museen oder auf den Wanderwegen. Das Freibad Stainz bietet eine etwa 60 Meter lange Rutsche für Kinder ab sechs Jahren. Außerdem gibt es ein Mehrzweckbecken mit Wasserspielen und ein Kinderbecken mit Wasserrutsche.

Anreise aus Graz

Die direkte Regionalbusverbindung von Graz zum Stainzer Hauptplatz dauert rund eine Stunde. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Fahrplan, da sich Routeninformationen ändern können. Für die Wahl des Aufenthaltsschwerpunkts lassen sich die Angaben gut auseinanderhalten: Schloss und Museen bieten verschiedene Zugänge zu Kultur und Geschichte, die Warte und die Wanderwege setzen eigene Akzente im Freien, und das Freibad ergänzt die Auswahl um ein Wasserangebot.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Deutschlandsberg.

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