Krakauhintermühlen lässt sich über konkrete Themen erschließen: Die Hammerschmiede und die Filialkirche St. Ulrich stehen für handwerkliche Geschichte und Kirchenkunst. Mit dem Etrachsee, den Hütten und einer anspruchsvollen Bergtour kommen Landschaft und Bewegung als weitere Schwerpunkte hinzu. Für Ihre Aufenthaltsplanung ist deshalb entscheidend, ob Sie vor allem Kultur, eine Runde am See oder eine lange Bergtour einplanen möchten.
Handwerk und Kirchenkunst
Die Hammerschmiede in Krakauhintermühlen war bis 1966 als Zeugschmiede und Wohnhaus in Verwendung. Schmiedearbeit und Wohnen gehörten damit zur Nutzungsgeschichte desselben Gebäudes. Der Schwanzhammer der Hammerschmiede wird durch ein mittelschlächtiges Wasserrad angetrieben. „Mittelschlächtig“ beschreibt die Antriebsart des Wasserrads, nicht dessen Größe. So verbindet die Hammerschmiede ein konkretes technisches Detail mit ihrer früheren Nutzung als Arbeits- und Wohnhaus.
Die Filialkirche St. Ulrich in Krakauhintermühlen beherbergt einen gotischen Flügelaltar und ist ein steirisches Kleinod. Wer sich für Kirchenkunst interessiert, findet damit ein weiteres konkretes Thema neben der Geschichte der Schmiede.
Etrachsee und Wasserwege
Der Etrachsee liegt auf 1.374 m Seehöhe zwischen den inneralpinsten Bereichen der Niederen Tauern, dem Rupprechtseck und dem Bauleiteck. Satte Almwiesen und imposante Lärchen umrahmen den See. Die Lage und die Vegetation geben Ihnen konkrete Anhaltspunkte, wenn Sie neben Kultur auch einen Naturort in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten.
Am Etrachsee gibt es einen 2 km langen Rundwanderweg. Berücksichtigen Sie vor der Wanderung die saisonalen Bedingungen.
Auch für das Angeln sind genaue Strecken beschrieben: Am Etrachbach ist der Abschnitt vom Seeauslauf 4 km flussabwärts befischbar. Entlang des linken Arms reicht die befischbare Strecke 2 km flussaufwärts bis zum Ursprung. Wenn Angeln Teil Ihrer Reiseplanung ist, beziehen Sie die saisonalen Bedingungen und örtlichen Einschränkungen ein.
Hütten und Bergtour
Die Grazer Hütte liegt am Fuße des 2.740 m hohen Prebers. Die Rudolf-Schober-Hütte liegt auf 1.667 m in einem der größten Zirbenwälder Österreichs. Im Gebiet rund um die Rudolf-Schober-Hütte können Sie mit etwas Glück Steinböcke, Seeadler und sogar Bartgeier beobachten. Solche Beobachtungen hängen vom Glück ab und sind saisonal.
Der Übergang von der Grazer Hütte zur Rudolf-Schober-Hütte ist möglich, zählt zu den anspruchsvollen Bergtouren und dauert rund 10 Stunden Gehzeit. Er richtet sich nur an gut konditionierte Wanderer. Planen Sie diesen Übergang daher als lange, eigenständige Tour und nicht als beiläufigen Programmpunkt.
Für die Wanderung ab der historischen Säge in Krakauhintermühlen steht an der Klausnerbergsäge ein Parkplatz zur Verfügung. Seine Verfügbarkeit kann örtlichen Bedingungen unterliegen; beziehen Sie Parkplatz und Ausgangspunkt entsprechend in Ihre Planung ein.
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