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Deutsch Goritz erschließt sich über mehrere unterschiedliche Themen: Römerzeit im Museum, religiöse Geschichte rund um Maria Helfbrunn und eine Route zu Wasser-Kraftplätzen. Deutsch Goritz liegt inmitten sprudelnder Heilquellen und malerischer Weingärten im Herzen des Thermen- & Vulkanlandes Steiermark; außerdem ist der Ort von gepflegten, gesunden Wäldern umgeben. Für die Reiseplanung lassen sich damit kulturgeschichtliche Stationen, eine konkrete Wanderroute und saisonale Naturbeobachtungen unterscheiden.

Römische Geschichte im Museum

Das Römermuseum Ratschendorf befindet sich in einem ehemaligen Kühlhaus. Im Zentrum des Museumsraums befindet sich ein begehbares, in Originalgröße rekonstruiertes römerzeitliches Hügelgrab mit fünf Bestattungen. Die Rekonstruktion macht die Bestattungsstätte als räumliche Form anschaulich; das Museum ist heute ein Ort der Begegnung mit Archäologie, Geschichte und Baukultur. Für den Museumsbesuch holen Besucher den Schlüssel gegenüber dem Museum beim Gasthof Fasching „Zum Hoferwirt“ ab. Prüfen Sie diesen Abholhinweis vor der Anreise noch einmal.

Kirchen und Geschichte von Maria Helfbrunn

Die katholische Pfarrkirche zur Unbefleckten Empfängnis in Deutsch Goritz und die Wallfahrtskirche Maria Helfbrunn in Ratschendorf, Deutsch Goritz, stehen laut Denkmalliste des Bundesdenkmalamts vom 30. Juni 2025 unter Denkmalschutz per Verordnung. Die Renovierungsarbeiten an der Wallfahrtskirche Maria Helfbrunn waren abgeschlossen; am 1. Mai 2025 wurde zu einer Maiandacht mit Segnung der renovierten Kirche eingeladen. Die Lourdes-Grotte bei Maria Helfbrunn wurde 1881 über der Quelle und anstelle einer alten Bretterhütte errichtet, die zuvor sowohl als Badehütte als auch als erste Kapelle diente. So lässt sich die Geschichte des Ortes auch über die frühere Nutzung der Quelle und die Entstehung der Grotte erschließen.

Der Sieben-Quellen-Weg

Der Sieben-Quellen-Weg Ratschendorf beginnt vor der Kirche von Deutsch Goritz und führt zu verschiedenen Wasser-Kraftplätzen in der Südoststeiermark. An der Peterquelle, an der die Route vorbeiführt, können Wandernde Mineralwasser an einem Brunnen probieren. Prüfen Sie vor der Tour, ob der Brunnen zugänglich ist. Der Startpunkt und dieser konkrete Brunnenstopp geben der Wanderung zwei unterschiedliche Orientierungspunkte.

Frühlingsblüte und historische Landschaft

Südlich von Deutsch Goritz weist das Feuchtgebiet Jaun im Frühling ein großes Vorkommen von Frühlingsknotenblumen auf. Die Wäsch ist ein kulturgeschichtlich bedeutender Ort, an dem früher Hanf und Flachs gedörrt sowie die Wäsche der Dorfbauern gewaschen wurde. Im Wäldchen Hügelstaudach befindet sich eines der 34 römerzeitlichen Hügelgräberfelder des Bezirks Radkersburg. Die Wäsch steht für frühere Verarbeitung von Pflanzenfasern und gemeinschaftliche Arbeit, während Hügelstaudach ein archäologisches Zeugnis der Römerzeit ist.

Einblick in die Kürbiskernölherstellung

Die Ölmühle Puntigam bietet eine Führung vom Kürbiskern bis zum fertigen Kürbiskernöl einschließlich Verkostung an. Die Buchungsdetails sollten Sie vorab prüfen.

Unterschiedliche Schwerpunkte setzen

Für eine archäologische Perspektive stehen das Museum mit seiner begehbaren Rekonstruktion und das römerzeitliche Hügelgräberfeld im Wäldchen Hügelstaudach. Maria Helfbrunn erschließt sich über Wallfahrtskirche, Grotte und Baugeschichte; der Sieben-Quellen-Weg setzt einen anderen Schwerpunkt auf Wasser-Kraftplätze. Im Frühling kommt mit dem Feuchtgebiet Jaun außerdem ein saisonaler Naturaspekt hinzu.

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