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Mit 2.884 Metern ist der Rietzer Grieskogel der höchste Berg der nördlichen Sellrainer Berge in den Stubaier Alpen. Rietz verbindet diesen Höhenbezug mit sakraler Kunst, Dorfgeschichte und Radwegen. Je nach Interesse stehen so Bergziele, kirchliches Erbe, Alltagsgeschichte und kulinarische Themen im Mittelpunkt.

Berge, See und saisonale Aktivitäten

Der Rietzer Grieskogel ist an warmen Tagen ein sehr beliebtes Wanderziel. Im Winter können geübte Skitourengeher dort Skitouren unternehmen. Der Saisonkontrast ist klar: Wandern an warmen Tagen steht dem Skitourengehen im Winter gegenüber, das ausdrücklich geübten Tourengehern vorbehalten ist.

Der Angersee liegt auf etwa 2.237 Metern über dem Meeresspiegel etwas oberhalb der Peter-Anich-Hütte. Für eine kleine Rundfahrt auf dem See steht dort ein Floß bereit. Die Hütte selbst liegt auf 1.909 Metern. Sie wurde am 27. Juli 1884 eröffnet und gehört seit 2025 zur Sektion Hohe Munde. Gipfel, See und Hütte bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für den Blick auf Rietz und seine Bergwelt.

Kirchen, Museum und lokale Tradition

Im Dorfmuseum Rietz wird sakrale Kunst aus der Pfarrkirche, der Kreuzkirche und der Wallfahrtskirche zum heiligen Antonius von Padua gezeigt. Daneben umfasst die Sammlung Gebrauchsgegenstände aus der Schulzeit sowie aus der bäuerlichen und handwerklichen Tiroler Welt. Beispiele für die Verarbeitung von Flachs und Wolle sowie für das Klöppeln machen die Bandbreite der Themen greifbar: Religiöse Kunst steht hier neben Einblicken in Schule, Handwerk und bäuerlichen Alltag.

Die Kreuzkirche wurde 1664 auf den Fundamenten einer Kapelle errichtet. Mit ihrem Bau erhielten Fuhrleute und Reisende, die im gegenüberliegenden Gasthof „Regensburger“ – heute Seiser – übernachteten, damals die Möglichkeit zum Messebesuch. Die Geschichte der Wallfahrtskirche zum Heiligen Antonius reicht zu einer ersten kleinen Kirche zurück, die der Rietzer Peter Grassmayr 1676 auf dem Mühlegg errichtete. Die heutige Wallfahrtskirche liegt auf einem weithin sichtbaren Hügel südlich des Ortes und wurde 1757 im Rokokostil erbaut. Zahlreiche Hochzeitspaare aus Nah und Fern wählen sie für ihre Hochzeit.

Auch religiöse Traditionen gehören zum Ortsleben: Seit Generationen gehen die Rietzer über das „Bargl“ und gedenken dabei der Leidensgeschichte Jesu. Alle drei Jahre steht in Rietz alles im Zeichen der Fasnacht. Die kirchliche Geschichte und die wiederkehrenden Bräuche eröffnen damit unterschiedliche Perspektiven auf die Tradition des Ortes.

Radwege und Genuss

Rietz liegt direkt am Genuss-Radweg; der Inntalradweg zählt im Ort zu den beliebtesten Freizeitmöglichkeiten. Entlang des Genuss-Radwegs Inntal bieten 24 Stationen Kulinarisches wie Bienenhonig, Schnäpse und Früchte. Der Radweg verbindet damit das Thema Bewegung mit regionalen Genussangeboten.

Ein eigener Einblick in die Fruchtvielfalt führt zu Mair's Beerengarten: Dort wird eine Führung durch Spaliere und Baumreihen mit einer anschließenden Verkostung der Früchte vor Ort angeboten. Wenn Sie diese Führung fest einplanen, prüfen Sie die aktuellen Termine am besten vorab.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.

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