Eine Kirche aus dem Jahr 1517, ein Schwimmbadbau aus den 1970er-Jahren und Seilrutschen über der Ötztaler Ache markieren sehr verschiedene Seiten von Sautens. Wer einen Aufenthalt plant, kann zunächst entscheiden, ob Orts- und Baugeschichte oder Aktivitäten im Freien den eigenen Schwerpunkt bilden sollen. Die Themen reichen von historischen Kirchen und einem Barockbildhauer bis zu Seilgärten, einer Aussichtsplattform und einer Rodelbahn.
Kulturgeschichte zwischen Kirche, Kunst und Architektur
Die erste Sautner Oswaldkirche stammt aus dem Jahr 1517. Die Sautner Pfarrkirche ist ein eigener Bezugspunkt: Mehrere Geschichtsschreiber bezeichneten sie als eine der schönsten Dorfkirchen im Land Tirol. Damit stehen zwei unterschiedliche kulturelle Hinweise nebeneinander – das Baujahr der ersten Oswaldkirche und eine historische Würdigung der Pfarrkirche.
Auch Matthias Bernhard Braun verbindet die Ortsgeschichte mit einer Biografie aus der Barockzeit. Er wurde 1684 in Sautens geboren und wurde in Prag zu einem der bedeutendsten Barockbildhauer seiner Zeit. Für alle, die sich für Kunstgeschichte interessieren, bietet seine Biografie einen Bezug zwischen seinem Geburtsort und seiner späteren Bedeutung in Prag.
Als Bauwerk ist das Sautner Schwimmbad und Freizeitzentrum ebenfalls bemerkenswert: Eine im Januar 2023 veröffentlichte Einordnung der Ötztaler Museen zählt es zu den wenigen authentisch erhaltenen Schwimmbadbauten Österreichs aus den 1970er-Jahren. Damit kommt zu den Kirchen und dem barocken Kunstbezug ein Bauwerk aus einer anderen Epoche hinzu.
Zur jüngeren Ortsgeschichte gehört auch die Erlebnisanlage Kalkofen. Sie wurde 2004 durch die Zusammenarbeit von Bergrettung, Feuerwehr, Gemeinde Sautens und vielen freiwilligen Helfern geschaffen. Die Entstehungsgeschichte nennt mehrere beteiligte Gruppen und gibt damit einen konkreten Einblick in die gemeinschaftliche Arbeit an der Anlage.
Seilgärten, Aussicht und Rodelbahn
Bei den Aktivitäten im Freien unterscheiden sich die einzelnen Angebote deutlich. Der Ötztaler Outdoor Parcours in Sautens verbindet einen Hochseilgarten mit einem Waldseilgarten. Mehrere bis zu 200 Meter lange Seilrutschen überspannen die Ötztaler Ache. Der Klettergarten Rammelstein ist ein weiterer eigener Kletterbezugspunkt; er wurde 2007 vollständig saniert. Beim Parcours gehören Hochseil- und Waldseilgarten zusammen, während Rammelstein als eigenständiger Klettergarten genannt ist.
Die Route Zauberwald Sautens setzt einen anderen Akzent: Sie führt zur Plattform „3-Kirchen-Blick“, von der aus die Kirchen von Sautens, Oetz und Oetzerau zu sehen sind. Etwas weiter entlang der Route befindet sich ein Waldspielplatz. Wer eher einen Ausblick auf Kirchen als Seilgartenangebote in den Mittelpunkt stellen möchte, findet hier einen anderen thematischen Schwerpunkt.
Im Winter ergänzt die Sautner Rodelbahn die Auswahl; sie ist 1,5 Kilometer lang. Die Betriebsbedingungen im Winter können variieren. Prüfen Sie deshalb vor der Planung, ob die Rodelbahn an Ihrem gewünschten Termin in Betrieb ist.
Den Aufenthalt nach Interessen planen
Wenn Sie ein Hotel in Sautens suchen, können Sie zunächst festlegen, welche der örtlichen Themen Ihren Aufenthalt prägen sollen: Kirchen- und Baugeschichte, Seilgärten und Klettern, die Route Zauberwald oder im Winter die Rodelbahn. So lässt sich die Suche an Ihren Reiseinteressen ausrichten. Für die Rodelbahn sollten Sie dabei die winterlichen Betriebsbedingungen berücksichtigen.
Weitere Reiseziele entdecken: Imsterberg, Sankt Leonhard Im Pitztal, Nassereith, Mieming, Obergurgl, Mötz, Haiming, Arzl Im Pitztal.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.