Silz lässt sich über konkrete Natur- und Kulturthemen kennenlernen: Die Silzer Innau ist ein seltener Restbestand eines Auwaldes im Tiroler Inntal; Mühle, Pfarrkirche und Burg ergänzen das Naturthema um Brottradition, Architektur und Geschichte. Für die Planung lohnt es sich, die Bedingungen der einzelnen Besuche auseinanderzuhalten: Der Zugang zur Innau ist saisonal eingeschränkt, eine Mühlenführung erfolgt auf Anfrage, und die Burg lässt sich nur von außen besichtigen. So können Sie Ihre Zeit in Silz nach den tatsächlichen Besuchsformen ausrichten.
Innau und Vogelwelt
In der Silzer Innau bleibt ein seltener Auwaldrest des Tiroler Inntals erhalten. Im Bereich der Innau wurden mehr als 40 Vogelarten nachgewiesen; etwa 25 davon brüten im Bereich der Silzer Au. Damit gehört neben dem Auwald auch die Vogelwelt zu den konkreten Naturthemen des Ortes. Der Zugang führt über den Fahrweg von Silz zum Silzer Pirchet und anschließend zu Fuß durch die Unterführung des Bahndamms. Für diesen Zugang gelten saisonale Einschränkungen. Berücksichtigen Sie diese bei der Planung und prüfen Sie die Bedingungen vor dem Aufbruch.
Brot, Mühlenmuseum und Themenweg
Der Themenweg „Vom Korn zum Brot“ in Silz umfasst verschiedene interaktive und lehrreiche Stationen. Zum Weg gelangen Sie mit der Buslinie 8352 bis zur Haltestelle „Silz Kirchplatz“ oder mit der Bahn bis zur Haltestelle „Silz Bahnhof“. Prüfen Sie für Ihre Fahrt den aktuellen Fahrplan. Die Silzer Mühle ergänzt das Thema mit einem konkreten Produkt: Dort wird das Silzer Kartoffelbrot mit Korn und Kartoffeln aus der Silzer Landwirtschaft hergestellt.
Die Mühle veranstaltet von März bis Dezember an jedem ersten Samstag im Monat Brotbacktage, bei denen verschiedene Brotsorten verkauft werden. Eine Führung durch das Mühlenmuseum ist dagegen auf Anfrage möglich und vermittelt Einblicke in die Geschichte der Gemeindemühle. Für Ihre Planung unterscheiden sich die Angebote also deutlich: Die Backtage folgen einem monatlichen Rhythmus, während Sie eine Museumsführung anfragen müssen.
Kirche, Patrozinium und Burg
Die Pfarrkirche St. Petrus und Paulus ist eine zweijochige, dreischiffige Hallenkirche. Im Langhaus befinden sich Fresken, die Heinrich Kluibenschedl und sein Schüler Emanuel Raffeiner von 1903 bis 1905 schufen. So stehen in der Kirche die architektonische Form und eine zeitlich klar eingeordnete Ausgestaltung als unterschiedliche Aspekte nebeneinander.
Das Patrozinium in Silz wird alljährlich am 29. Juni gefeiert. Es beginnt um sechs Uhr mit einem Tagrebell; danach folgen eine heilige Messe, eine Prozession und eine Agape. Wenn Sie Ihre Reise auf dieses Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungsdetails für den jeweiligen Termin.
Eine weitere historische Spur führt zur Burg St. Petersberg, die erstmals 1090/97 urkundlich erwähnt wurde. Ursprünglich war sie welfisches Hausgut oder Reichslehen und Mittelpunkt der Grafschaft im Oberinntal. Die Burg befindet sich in Privatbesitz und kann nur von außen besichtigt werden. Klären Sie mögliche Ausnahmen vor Ort, statt einen Innenbesuch einzuplanen.
Anreise und weitere Besuche
Silz verfügt über einen ÖBB-Bahnanschluss; der Autobahnanschluss liegt bei Silz/Mötz. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Fahrpläne und Straßenbedingungen. Für eine Führung im Besucherzentrum Silz am Kraftwerk Silz ist eine Voranmeldung erforderlich: TIWAG bietet Besuche dort nach vorheriger Anmeldung an. Dieser Termin folgt damit einer anderen Besuchsbedingung als das Mühlenmuseum, dessen Führung auf Anfrage möglich ist. Das Gemeindegebiet von Silz erstreckt sich bis nach Kühtai – eine geografische Einordnung, die bei der Wahl eines Reiseziels innerhalb des Gemeindegebiets hilfreich sein kann.
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