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Umhausen bietet unterschiedliche Schwerpunkte für einen Aufenthalt: eine Wanderung zum Stuibenfall, Einblicke in die Jungsteinzeit und historische Kirchen. Auch der Greifvogelpark und die Engelswand gehören zu den markanten Themen des Orts. Für Ihre Planung lohnt es sich, zuerst zu entscheiden, ob Sie mehr Zeit für die Wanderung oder für Kultur und einzelne Sehenswürdigkeiten vorsehen möchten.

Wandern zum Stuibenfall

Der Stuibenfall bei Umhausen im Ötztal ist 159 Meter hoch und der höchste Wasserfall Tirols. Die Wanderung von Umhausen zum Stuibenfall dauert rund 1 Stunde und 45 Minuten und führt über etwa 2,8 Kilometer. Zum oberen Bereich des Wasserfalls führt der Weg über mehrere Aussichtsplattformen und rund 700 Stufen. Die Dauer und Distanz beziehen sich auf die Wanderung von Umhausen zum Stuibenfall; die Stufenzahl beschreibt den Weg zum oberen Bereich. Für die Tagesplanung sind das unterschiedliche Merkmale. Die Hängebrücke am Stuibenfall ist rund 80 Meter lang und führt direkt am Wasserfall entlang.

Ötzi-Dorf und Greifvogelpark

Das Ötzi-Dorf in Umhausen ist ein archäologischer Freilichtpark mit Einblicken in die jungsteinzeitliche Geschichte und der Möglichkeit zum aktiven Mitmachen. Zu sehen sind authentisch nachgebaute Hütten, Arbeitsgeräte und Waffen, historische Haustiere sowie eine 1:1-Nachbildung der Fundstelle des „Ötzis“. Die verschiedenen Elemente geben dem Besuch einen konkreten Schwerpunkt auf Archäologie und Vorgeschichte.

Im Greifvogelpark Umhausen finden täglich Flugvorführungen mit Adlern, Bussarden, Falken und Milanen statt. Ein Lehrpfad informiert über das Abrichten von Falken. Das gesamte Gelände ist barrierefrei und für Kinderwagen sowie Rollstuhlfahrer geeignet. Damit stehen neben den Flugvorführungen auch ein eigenes, thematisch passendes Angebot und eine klare Information zur Eignung des Geländes für die Wegeplanung zur Verfügung.

Kirchen und historische Spuren

Die gotische Pfarrkirche zum heiligen Vitus in Umhausen ist die älteste Kirche des Ötztals und wurde bereits 1220 erwähnt. An der Kirche befinden sich gotische Fresken aus dem Jahr 1330, die bei einer Restaurierung 1964 entdeckt wurden. Diese Daten geben unterschiedliche Anhaltspunkte zur Geschichte des Bauwerks: Die Erwähnung der Kirche reicht ins 13. Jahrhundert zurück, die Fresken stammen aus dem 14. Jahrhundert.

Eine andere Epoche zeigt die Kirche Maria Schnee: Der Barockbau entstand um 1796 und wurde am 5. August 1797 eingeweiht; seine Ausstattung ist dem Rokoko zugeordnet. Auch Farst gehört zum historischen Kontext der Gemeinde. Die Siedlung zählt zu den ältesten des Tals, und dort wurde bereits im 13. Jahrhundert ein Schwaighof gegründet. So lassen sich bei einem kulturgeschichtlich ausgerichteten Aufenthalt unterschiedliche Bau- und Siedlungsgeschichten in den Blick nehmen.

Landschaft und weitere Interessen

Oberhalb des Weilers Platzl bei Umhausen erhebt sich die steile Engelswand. Sie wurde 2008 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der Badesee Umhausen ist mit reinem Trinkwasser gefüllt; dort gibt es auch Beachvolleyball. Diese Orte setzen andere Akzente als die Wanderung zum Wasserfall oder die historischen Sehenswürdigkeiten: Die Engelswand ist als Landschaftsmerkmal und Schutzgebiet ausgewiesen, der See ist mit einer konkreten Wassereigenschaft und Beachvolleyball verbunden.

Anreise und Aufenthalt planen

Die Anreise nach Umhausen erfolgt zunächst mit der Bahn bis zum Bahnhof Ötztal und anschließend mit der Buslinie 320. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Niederthai, Tumpen, Östen, Wenns, Sautens, Nassereith, Oetz, Tarrenz.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Imst.

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