Kolsassberg bietet unterschiedliche Wanderthemen und historische Spuren: Die Hängebrückenrunde ist eine mittelschwere Tour mit ausgewiesener Gehzeit, die Weidener Hütte ein Ziel mit längerem Aufstieg. Dazu kommen ein bewaldeter Weg ins Weertal und eine Etappe des Tiroler Silberpfads. Für die Reiseplanung können Sie zwischen konkreten Zeitrahmen, verschiedenen Routenverläufen und einem kulturellen Blick auf den Ort wählen.
Wandern: Rundtour, Hütte und Routenverlauf
Die Hängebrückenrunde Kolsassberg ist eine mittelschwere Rundwanderung über 5,7 Kilometer mit einer Gehzeit von etwa zwei Stunden. Sie startet an der Ruine Rettenberg und führt über die vordere sowie die hintere Hängebrücke. Rundformat, Distanz, Schwierigkeit und ungefähre Gehzeit geben einen klaren Rahmen für die Tagesplanung. Der gemeinsame Bezugspunkt Ruine Rettenberg verbindet den Tourenstart mit den heute erhaltenen Burgresten und schafft einen klaren Übergang zwischen Wandern und Ortsgeschichte.
Der Aufstieg zur Weidener Hütte dauert von Kolsassberg aus etwa 3,5 Stunden. Damit stehen einer ungefähr zweistündigen Rundwanderung ein längerer Hüttenaufstieg gegenüber. Die Weidener Hütte ist im Zwei-Saison-Betrieb Ziel für Tagesgäste, Wanderer, Mountainbiker, Skifahrer und Rodler.
Die Weertalrunde führt von Kolsassberg durch dichten Wald hinauf ins Weertal. Die dritte Etappe des Tiroler Silberpfads verläuft von Weer/Kolsass über Kolsassberg nach Weerberg. So stehen neben der Rundwanderung zwei andere Routenverläufe zur Wahl: ein bewaldeter Anstieg ins Tal und eine Etappe mit klarer Ortsfolge.
Auch der Hoferlift Kolsassberg hat einen klar umrissenen Schwerpunkt: Er ist auf die ersten Versuche von Kindern auf Skiern ausgerichtet.
Geschichte und Kapellen
Bei der Anfahrt auf den Kolsassberg ist die Ruine Neu Rettenberg unübersehbar. Von der einst stattlichen Burg Rettenberg sind heute nur noch Ruinen der Wehrmauer mit den Ecktürmen erhalten. Damit gehören sowohl die sichtbare Ruine als auch die erhaltenen Reste der Wehrmauer zu den historischen Themen des Ortes.
Schon in alter Zeit war der Übergang vom hintersten Kolsassberg über das Geisel-Joch ins Tuxertal die kürzeste Verbindung vom Tuxertal zu den Städten im Inntal, darunter Innsbruck, Hall und Schwaz. Neben den Burgresten erzählt dieser historische Verkehrsweg von einer früheren Verbindung zwischen dem Tuxertal und den Städten im Inntal.
Die Kapellen auf dem Kolsassberg sind besonders sehenswert. Ihre Besitzer pflegen sie liebevoll und schmücken sie der Jahreszeit entsprechend. Das Bergkirchl auf dem Kolsassberg wurde Anfang der 1970er Jahre auf private Initiative erbaut. Mit diesem Bau aus jüngerer Zeit kommt neben den älteren historischen Spuren ein konkreter Zeitabschnitt hinzu.
Anreise
Kolsassberg ist über die Ortsstraße durch Kolsass erreichbar.
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