Der Innradweg verläuft direkt bei Unterperfuss und ist flach; zugleich reicht die Geschichte der Filialkirche hl. Katharina bis zu einer für 1648 belegten Kapellenweihe zurück. Wer den Aufenthalt nach konkreten Themen ausrichten möchte, findet hier einen Radweg, eine kirchengeschichtliche Station und Braukultur als unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Radeln und Natur am Inn
Unterperfuss liegt direkt am Innradweg. Die Route ist flach und führt in Richtung Oberinntal oder am Inn entlang in die Stadt Innsbruck. Für die Tagesplanung ist die Zielrichtung ein hilfreicher Anhaltspunkt: Sie können den Verlauf in Richtung Oberinntal betrachten oder den Inn als Orientierung für die Fahrt nach Innsbruck nehmen.
Eine Fußgängerbrücke über den Inn verbindet Unterperfuss mit Zirl. Über diese Brücke ist auch das nahe Naturschutzgebiet Karwendel für Wanderer, Radfahrer und Mountainbiker in kürzester Zeit erreichbar. Damit stehen unterschiedliche Natur- und Routenbezüge zur Wahl: eine flache Verbindung am Inn und ein nahe gelegenes Schutzgebiet, das für mehrere Aktivitäten erschlossen ist.
Kirchengeschichte und Dorfdetails
Die Filialkirche zur hl. Katharina geht auf eine Kapelle zurück, deren Weihe für 1648 urkundlich belegt ist. Ein Neubau der Kirche in spätbarocker Manier erfolgte 1761 unter Franz Singer. Die beiden Daten geben der Geschichte des Bauwerks einen klaren zeitlichen Rahmen: Die Kapelle ist bereits im 17. Jahrhundert belegt, der spätere Neubau stammt aus dem 18. Jahrhundert.
Die Filialkirche hl. Katharina mit dem ehemaligen Friedhof wird im Verzeichnis des Bundesdenkmalamts vom 28. Mai 2024 als per Verordnung denkmalgeschützt geführt. Das Verzeichnis selbst ist nicht rechtsverbindlich. Auch der Dorfbrunnen in Unterperfuss ist dort als per Verordnung denkmalgeschützt aufgeführt. Diese geschützten Dorfdetails ergänzen den Blick auf die Kirche um einen weiteren Ort im Gemeindegebiet.
Eine andere Art historischer Einzelheit ist die Sonnenuhr von Peter Anich am Brangerhof der Familie Hörtnagl in Unterperfuss. Sie trägt Tierkreiszeichen und einen Polstab. Zusammen mit der Baugeschichte der Filialkirche bietet sie einen konkreten Anlass, bei der Beschäftigung mit dem Ort nicht nur auf ein einzelnes Gebäude zu schauen, sondern auch auf die Details an anderen benannten Orten.
Landschaft und Braukultur
Die Umgebung von Unterperfuss besteht vor allem aus Wiesen und Äckern. Das Naturdenkmal Eichen an der Melach liegt in den Gemeindegebieten von Kematen und Unterperfuss; der Tiroler Umweltbericht von 2019 verortet es in beiden Gemeindegebieten. So stehen die allgemein offene Landschaft und ein konkret benanntes Naturdenkmal nebeneinander.
Die Branger Wirtshausbrauerei bietet traditionelle Küche und selbstgebrautes Bier. Das Branger Bräu ist naturtrüb und wird in der eigenen Wirtshausbrauerei gebraut. Im Branger wird freitags und samstags gemeinsam mit Gästen jeden Alters gefeiert, getanzt und getrunken. Wenn Sie einen solchen Abend einplanen, prüfen Sie den Termin vor der Reise.
Eine Besichtigung der 1. Tiroler Wirtshausbrauerei ist möglich; klären Sie die Besuchsmodalitäten vorab. Damit lässt sich Braukultur in Unterperfuss nicht nur als kulinarisches Thema betrachten: Auch die Möglichkeit einer Besichtigung gehört dazu, sofern Sie die Besuchsmodalitäten für Ihren Aufenthalt abgestimmt haben.
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