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Kennelbach zeigt markante Spuren seiner Kirchen- und Industriegeschichte. Zugleich gehören die Bregenzerachschlucht und Wege wie der Weinbergweg zu den Themen, an denen sich ein Aufenthalt ausrichten lässt.

Kirchen und Kapellen in Kennelbach

1465 bezogen die Dominikanerinnen von Hirschthal das Kloster und Kirchlein an der Stelle des heutigen Friedhofs. Ein ehemaliges Dominikanerinnenkloster Hirschtal brannte 1796 im Bereich der heutigen Pfarrkirche ab. Der Bau der neugotischen Pfarrkirche zum Heiligen Josef begann im Frühjahr 1890, weil das alte Kirchlein zu klein geworden war. Am 28. Oktober 1891 wurde die Kirche geweiht.

Zum Innenraum gehören ein weites Kirchenschiff, eine Holzdecke und eine geräumige Apsis. Von den 13 figürlichen Fenstern stammen 11 von der Tiroler Glasmalerei Anstalt. Im Altarraum steht anstelle des Hochaltars ein geschnitztes Weihnachtsbild des Tiroler Künstlers Josef Bachlechner. Das Triptychon HIN ZUM LICHT von Manfred Egender ist Teil der modernen Kirchenkunst. An Sonn- und Feiertagen finden in der Pfarrkirche St. Josef Gottesdienste um 10:15 Uhr statt; prüfen Sie den Termin vor einem Besuch anhand der aktuellen Angaben.

Die Kapelle Mariahilf auf der Halde, auch „Maria auf der Halden“ genannt, ist der Mater dolorosa, der Schmerzhaften Gottesmutter, geweiht. 1911 wurde sie unter Pfarrer Johann Gabl erweitert.

Textilindustrie und Ortsgeschichte

Die Textilwerke Jenny & Schindler wurden 1838 in Kennelbach gegründet und waren damals die größte Baumwollspinnerei der Monarchie. 1882 führte das Unternehmen als erstes in Vorarlberg elektrische Beleuchtung ein. Diese Stationen geben der Ortsgeschichte einen eigenen industriellen Schwerpunkt. Auch der Wechsel des Kirchenpatrons hängt mit der Entwicklung Kennelbachs zur Industriegemeinde zusammen: Josef der Arbeiter wurde zum Patron gewählt; zuvor war Johannes der Täufer Patron.

Bregenzerach und Känzele

Das Bregenzerachschluchttal in Kennelbach ist Teil eines Natura-2000-Gebiets. Zwischen der Mündung der Weißach und dem Wehr Kennelbach fließt die Bregenzerach durch eine relativ enge Schlucht. Eine Beschreibung aus dem Jahr 2020 bezeichnet den Natura-2000-Abschnitt von Kennelbach bis Bozenau als einfachen Fußpfad. Prüfen Sie die örtlichen Bedingungen vor dem Aufbruch.

Auch für den Klettersteig Känzele ist eine konkrete Wegeführung beschrieben: Alle Varianten werden über den Unteren Känzeleweg erreicht und enden am Oberen Känzeleweg. Die Gemeinde ist bestrebt, Wanderwege und Ruhebänke bestmöglich in Ordnung zu halten. Auf ihrer Website verweist sie außerdem auf sämtliche ausgewiesenen und im Gelände markierten Wanderwege in Vorarlberg.

Weinbergweg und Villa Grünau

Der Weinbergweg verbindet das Dorf Kennelbach weiterhin mit der Langenerstraße. Sein Name erinnert an den früheren Weinbau der Klöster Mehrerau und Hirschtal. Damit verbindet der Weg eine heutige Ortsverbindung mit einem Stück Kulturgeschichte.

In der Villa Grünau gibt es Konzertabende mit klassischer Musik aus allen Epochen und jazzigen Klängen im Park. Der Musikverein führt ein jährliches Dorffest am 4. und 5. Juli im Park der Villa an; prüfen Sie für Ihre Reise den jeweiligen Veranstaltungstermin. Die Villa Grünau bietet auch standesamtliche Trauungen, freie Zeremonien und eine Agape auf ihrer Terrasse an. Ein Termin für eine standesamtliche Trauung muss mit dem Standesamt Bregenz koordiniert werden.

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