Baugeschichte und Erinnerung in Zabierzów
Zabierzów bringt Baugeschichte, Erinnerung und die Landschaft eines früheren Steinbruchs zusammen. Die neugotische Pfarrkirche steht im Bereich des ehemaligen Dorfangers; der Steinbruch erzählt von Kalksteinabbau, Stilllegung und späterer Flutung. Dazu kommen ein Gedenkobelisk sowie Wander- und Radstrecken mit verschiedenen benannten Zwischen- und Zielorten.
Die neugotische Pfarrkirche St. Franz von Assisi steht an der Krakowska-Straße im Bereich des ehemaligen Dorfangers von Zabierzów. Baustil und historische Lage geben zwei konkrete Anhaltspunkte, um sie in der Ortsgeschichte zu verorten. Eine weitere Baugeschichte bietet die Holz- und Steinbauvilla in der Krakowska-Straße 149: Sie wurde 1901 nach dem Entwurf des Architekten Jan Sas-Zubrzycki errichtet, der in Zabierzów wohnte. So begegnen hier ein benannter Kirchenstil und ein konkreter Architekt mit Baujahr.
Der Obelisk erinnert an die Verhaftung der Familie Pogan und weiterer Einwohner durch die Gestapo am 3. Juli 1943. Er wurde 1993 zum 50. Jahrestag der Verhaftungen enthüllt. Gegenüber steht hinter der Rudawa eine ehemalige Mühle aus dem Jahr 1930. Die Gegenüberstellung von Denkmal und Mühle bietet einen klaren örtlichen Bezug; die Jahreszahlen ordnen den Gedenkanlass und den Mühlenbau unterschiedlichen historischen Zusammenhängen zu.
Vom Kalksteinbruch zum Teich
Von 1922 bis zu seiner Schließung 1992 wurde im Steinbruch Zabierzów Kalkstein für die Kreideherstellung abgebaut. Später wurde der stillgelegte Steinbruch geflutet, wodurch ein Teich entstand. Der Ort lässt sich daher über verschiedene Phasen betrachten: die frühere Gewinnung des Rohstoffs, das Ende des Abbaus und die Veränderung des Geländes durch die Flutung.
Ein Naturlehrpfad führt durch das Gelände des Steinbruchs. Im Teich ist das Schwimmen aus hygienischen Gründen nicht erlaubt; prüfen Sie diese Regel vor Ihrem Besuch vor Ort. Ein Radweg verläuft in der Nähe des Steinbruchs. Auch der blaue Wanderweg von Zabierzów nach Mników führt in dessen Nähe. Diese Angaben helfen, den Steinbruch im Zusammenhang mit den Wegen in seiner Umgebung einzuordnen.
Wander- und Radrouten ab Bahnhof
Auf der aufgeführten Wanderroute werden 1,3 Kilometer zwischen dem Bahnhof Zabierzów und dem Steinbruch angegeben. Ein Wanderweg des Krakauer PTTK-Zweigs führt vom Bahnhof über den Steinbruch und den Las Zabierzowski zur Schlucht Wąwóz Zbrza. Danach verläuft die Strecke über Kleszczów, Brzoskwinia, Chrosna und Wąwóz Półrzeczki bis zum Parkplatz im Dolina Mnikowska und zur Haltestelle Mników MPK. Die Folge der Orte macht den Verlauf gut nachvollziehbar: vom Bahnhof über den Steinbruch und Wald zu Schluchten und mehreren benannten Orten bis zum Zielbereich bei Mników.
Eine Radroute führt vom Bahnhof Zabierzów über Bolechowice, Karniowice, Kawiory und Bębło Kolonia Zachodnia bis Dolina Będkowska. Anschließend ist eine blaue Radroute nach Jerzmanowice Kolonia Zachodnia aufgeführt. Damit nennt die Streckenfolge erst mehrere Zwischenorte und dann ein Tal als Ziel der ersten Route; die anschließende blaue Route führt weiter in Richtung Jerzmanowice Kolonia Zachodnia.
Beide Routen beginnen am Bahnhof Zabierzów, führen aber zu unterschiedlichen benannten Zielen: Der Wanderweg verläuft bis zum Parkplatz im Dolina Mnikowska und zur Haltestelle Mników MPK, während die Radroute zunächst Dolina Będkowska erreicht. Wer die Wege vergleicht, kann sich so an den jeweils genannten Orten orientieren und zwischen Wander- und Radroute unterscheiden.
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