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Endemische Pflanzen, Sphagnum-Torfmoore und geothermische Badeorte geben São Miguel sehr unterschiedliche Akzente. Als größte Insel der Azoren besteht sie aus zwei vulkanischen Massiven, die durch einen niedrigen zentralen Bergrücken getrennt sind. Natur, Thermalwasser und Inselkultur bieten jeweils eigene Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.

Vulkanlandschaften und besondere Lebensräume

In den höher gelegenen Bereichen des Pico-da-Vara-Wegs wachsen endemische Pflanzen; dort liegen auch Torfmoore aus Sphagnum. Diese Moore sind für die Wasserrückhaltung wichtig. Wer sich für die Verbindung von Landschaft und Natur interessiert, findet hier einen konkreten Blick auf einen besonderen Lebensraum der Insel.

Für den Zugang zum Pico-da-Vara-Weg ist das Ausfüllen des auf der offiziellen Website verfügbaren Formulars erforderlich; der Zugang ist eingeschränkt. Prüfen Sie die Zugangsbedingungen vor der Abfahrt, da sie sich ändern können.

In der Caldera von Sete Cidades liegen die Grünen und die Blauen Seen. Die Geschützte Landschaft des Sees von Sete Cidades gehört zu den sieben Naturwundern Portugals. Eine andere Landschaftsperspektive bietet die Lagoa do Fogo: Der See zeigt verschiedene Blautöne, und von dort reichen die Ausblicke bis zum Ozean.

Thermalwasser und geothermische Küche

Das Furnas-Tal verfügt über mehr als zwanzig Thermalquellen. Auch die lokale Küche nimmt die Erdwärme auf: Cozido das Furnas wird unter der Erde in geothermischem Boden etwa fünf Stunden lang gegart. Das macht die Zubereitung zu einem markanten Teil der kulinarischen Tradition, ohne dass sich daraus feste Servierzeiten ableiten lassen.

Auch die Badeangebote unterscheiden sich in ihrer Form. Die Caldeira Velha ist ein Wasserfall mit warmem, eisenhaltigem Wasser, in dem man baden kann. Der Terra-Nostra-Park verfügt über ein Thermalbad und umfasst zugleich mehr als 2.000 verschiedene Bäume. Ponta da Ferraria ist ein Thermal- und Badegebiet mit therapeutischen Wasserquellen, die seit dem 16. Jahrhundert erwähnt werden.

Walbeobachtungen werden auf São Miguel ganzjährig von spezialisierten Unternehmen angeboten.

Teeproduktion und Inselgeschichte

Die Gorreana-Teeplantage ist seit 1883 in Betrieb und gilt als älteste Teeplantage Europas. In der Gorreana-Fabrik können Besucher Tee genießen und mehr über den Anbau auf der Insel sowie über verschiedene Herstellungsverfahren erfahren. Damit verbindet der Besuch die Verkostung mit einem Einblick in die Produktion.

Eine weitere Station der Teegeschichte ist die Porto Formoso Tea Factory. Sie bewahrt die Geschichte der Teeproduktion auf den Azoren als Museum. Zu den vorgesehenen Zeiten gibt es geführte Besichtigungen; anschließend werden Gästen mehrere Teesorten zur Verkostung angeboten. Gorreana und Porto Formoso setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: An der einen Plantage stehen Anbau und Herstellungsverfahren im Mittelpunkt, in Porto Formoso zusätzlich die Museumsgeschichte und die Führung.

Zur religiösen Kultur São Miguels gehören die Romeiros. Während der Fastenzeit ziehen sie acht Tage lang betend zu Fuß über die gesamte Insel. Diese Tradition eröffnet einen anderen Zugang zur Insel als die Natur- und Genussangebote und ist zeitlich an die Fastenzeit gebunden.

Anreise planen

Von großen europäischen Flughäfen ist São Miguel über Lissabon auf dem portugiesischen Festland erreichbar. Bei der Planung lohnt es sich außerdem, die eigenen Interessen zu gewichten: Die beschriebenen Erlebnisse reichen von Wanderlandschaft und vulkanischer Natur über Thermalwasser bis zu Teeproduktion und religiöser Tradition.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Azoren.

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