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Vier Tore und zwölf Bastionen prägen die Fortaleza de Valença. Vom Baluarte de Santa Ana öffnet sich ein weiter Panoramablick auf beide ummauerten Bereiche der Festung und auf Galicien. So begegnen Ihnen in Valença zwei unterschiedliche Maßstäbe: die vielgliedrige Befestigung und der weite Blick über ihre Mauern hinaus.

Festung und kulturelle Spuren

Die Bestandteile der Fortaleza wurden in verschiedenen Epochen errichtet. Das gibt der Anlage eine vielschichtige Baugeschichte, statt sie auf eine einzige Entstehungsphase zu reduzieren. Eine andere historische Spur bewahrt der Pelourinho de Valença. Er besteht aus einem Meilenstein des Kaisers Tiberius Claudius, der die Römerstraße zwischen Braga, Tuy und Lugo markierte. Das Denkmal lenkt den Blick von der Festung auf eine Straßenverbindung aus römischer Zeit.

Die Igreja de Sanfins de Friestas ist als Monumento Nacional eingestuft und gilt als bedeutendes romanisches Denkmal. An ihr tritt der lang anhaltende galicische Einfluss besonders deutlich hervor. Das Centro de Interpretação de Sanfins befindet sich im Mosteiro de Sanfins.

Fluss, Schutzgebiet und Erinnerung

Am Minho verschiebt sich der Schwerpunkt von Bauwerken zu Landschaft, Arbeit und Freizeit. Das Centro de Promoção do Rio Minho befindet sich an der Senhora da Cabeça in Cristelo Covo. Seine Bereiche widmen sich Natura 2000, der Flussgastronomie, dem Lanço da Cruz, dem Fluss Minho, der Fischerei und der Erholung am Fluss. Ein Bereich zur lebendigen Erinnerung an den Fluss versammelt Zeitzeugenberichte von Fischern und gibt der Flussperspektive eine persönliche historische Dimension.

Auch die großräumige Naturperspektive ist konkret benannt: Das besondere Schutzgebiet Estuário dos Rios Minho e Coura erstreckt sich von Valença bis zur Mündung des Minho und umfasst ein kleines angrenzendes Meeresgebiet. Fluss, Mündungsbereich und Meeresraum gehören damit zu den unterschiedlichen Facetten dieses Schutzgebiets.

Markt und Küche

Die Feira Anual dos Santos in Cerdal gibt dem Jahreslauf einen festen Termin: Sie findet jedes Jahr am 1. und 2. November statt. Mehr als 400 Stände für Kleidung, Geschirr und Schuhe gehören dazu; die Zahl kann je Ausgabe variieren. Hinzu kommen Imbissstände, Viehverkauf, der Verkauf von Landwirtschaftsprodukten und landwirtschaftlichen Maschinen sowie Vergnügungsparks und weitere Attraktionen. So verbindet die Feira Marktangebote mit Unterhaltung.

Mit der Feira verbunden ist Pericos dos Santos, eine Spezialität, die ausschließlich in Valença hergestellt wird. Daneben wird Lampreia in Valença in fünf Zubereitungen angeboten: Arroz de Lampreia, à Bordalesa, Assada no Forno, Recheada und Seca. Die Namen machen die Bandbreite der überlieferten Zubereitungsarten konkret, ohne die Festtagsspezialität und die Lampreia miteinander gleichzusetzen.

Routenbezüge

Für Fahrradtourismus und Spaziergänge ist die Ecopista do Rio Minho im Bereich von Valença vorgesehen. Beim Caminho Português Central hängt der Bezug von der Richtung ab: Wird er umgekehrt begangen, markiert Valença den Beginn der Caminhos de Fátima.

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