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Die Casa da Ínsua und die Igreja da Misericórdia gelten als die beiden herausragenden kulturhistorischen Wahrzeichen von Penalva Do Castelo. An der Casa da Ínsua wird eine Epoche besonders anschaulich: Das barocke Herrenhaus wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, etwa um 1780, von Luís de Albuquerque de Mello Pereira e Cáceres in Auftrag gegeben. Zu den historischen Gärten gehören eine französische Anlage und ein englischer Garten. Mit 40 Hektar bilden sie ein eigenes Kapitel neben der Architektur des Hauses.

Kulturerbe von der Vorgeschichte bis zum Barock

Auch die Museen erzählen unterschiedliche Teile der Geschichte. Das Núcleo Museológico da Casa da Ínsua behandelt die portugiesisch-brasilianischen Beziehungen des 18. Jahrhunderts, insbesondere das Wirken von Luís de Albuquerque de Mello Pereira e Cáceres. Das Núcleo Museológico da Misericórdia de Penalva do Castelo bewahrt einzigartige sakrale Kunstwerke und erinnert an rund vier Jahrhunderte des Wirkens der Santa Casa in der Gemeinde. So stehen neben Bauwerken auch historische Verbindungen und religiöses Gemeindeleben im Mittelpunkt.

Weitere Zeugnisse setzen andere zeitliche und thematische Akzente. Das Mosteiro de Santo Sepulcro in Trancoselos war das erste Kloster, das die Ordensgemeinschaft vom Heiligen Grab in Portugal errichtete. In Castelo de Penalva führt eine römische Brücke über den Rio Dão. In Esmolfe liegt die prähistorische Anta do Penedo de Com; auch anthropomorphe Gräber gehören zum Kulturerbe des Ortes. Diese Orte lassen sich nicht auf einen einzigen Baustil oder eine Epoche reduzieren: Herrenhaus, Kloster, Brücke und prähistorisches Monument stehen für verschiedene Zugänge zur Geschichte der Gemeinde.

Rio Dão, Weinberge und Wege durch die Landschaft

Der Rio Dão verläuft auf einer Strecke von 21 Kilometern durch Penalva Do Castelo. Sein Tal gilt als Gebiet mit großer biologischer Vielfalt und ermöglicht unmittelbaren Kontakt mit der Natur. Am Fluss liegt auch der Açude dos Cantos, ein ruhiger Ort mit vielfältiger Fauna und Flora. Das Flusstal prägt zugleich den Blick auf den Weinbau: Penalva Do Castelo liegt im nördlichen Teil der Weinregion Dão, in der Subregion Castendo. An den vom Rio Dão bewässerten Hanglagen ermöglichen klimatische Besonderheiten und die Beschaffenheit der Böden den Anbau von Wein.

Der Trilho de Castendo beginnt im Zentrum von Penalva Do Castelo neben dem Pranger. Unterwegs führt der Weg durch Eichenwälder, landwirtschaftlich genutzte Flächen, Kastanienbestände, Weinberge und Kiefernwälder. Wälder und bewirtschaftete Landschaft gehören damit gleichermaßen zu den Eindrücken, die diesen Weg prägen. Wer sich für unterschiedliche Landschaftstypen interessiert, findet hier eine konkrete Ergänzung zu den kulturhistorischen Entdeckungen im Ort und in der Gemeinde.

Apfel und Brot als lokale Themen

Die Maçã Bravo de Esmolfe soll vor etwa 200 Jahren im Dorf Esmolfe entstanden sein. Ihr Fruchtfleisch ist weich, saftig und süß; hinzu kommt ein intensives, charakteristisches Aroma. Die Ernte beginnt in der zweiten Septemberhälfte, und gekühlt kann die Sorte vier bis fünf Monate aufbewahrt werden. Herkunft, Geschmack und Erntezeit geben dem Apfel jeweils einen anderen Bezug zur Region: zum Dorf Esmolfe, zu den Eigenschaften der Frucht und zum Jahreslauf.

Ein weiterer Einblick in die lokale Esskultur führt nach Sangemil. Das Núcleo Museológico de Sangemil befindet sich im zweiten Stock des Gemeinschaftsbackofens und dokumentiert den Zyklus der Brotherstellung. Bei einem Besuch können Sie dort die handwerkliche Brotherstellung beobachten und Brot verkosten; bestätigen Sie die Besuchsarrangements vorab. Zusammen mit der Geschichte der Maçã Bravo de Esmolfe macht das Brot das lokale Erbe auch über landwirtschaftliche und alltägliche Themen erfahrbar.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Porto.

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