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Bergbau, Eisenverarbeitung und Wasserwege prägen viele der Geschichten, die Sie in Smedjebacken entdecken können. Sie begegnen ihnen an historischen Orten, auf Wanderwegen und am Strömsholms kanal. Daneben zeigen Wälder, Seen und Kunstorte unterschiedliche Seiten der Gemeinde – von langen Wanderstrecken bis zu einem kurzen Rundweg am Wasser.

Bergbaugeschichte an Herrenhaus, Grube und Wanderweg

Malingsbo Herrgård steht auf einer Anhöhe zwischen dem See Malungen und dem Hedströmmen. Das gut erhaltene karolinische Herrenhaus ist ein Beispiel für die Herrenhausarchitektur seiner Zeit und zeugt vom prägenden Bergbau der Region. 1935 wurde es zum Baudenkmal erklärt. Der Ort verbindet damit ein einzelnes Bauwerk mit der längeren Industriegeschichte Smedjebackens.

Am Flogberget wird seit dem 16. Jahrhundert Eisenerz abgebaut. Flogbergets gruva bietet geführte Besichtigungen; erkundigen Sie sich vorab nach den Terminen. Auch Stollberg führt weit zurück: Die Silbergrube dort wird bereits in einer Privilegienurkunde König Magnus Erikssons aus dem Jahr 1354 erwähnt. Auf dem Gipfel des Stollbergs steht außerdem ein Aussichtsturm in Form eines Förderturms. Von dort reicht der Blick in Richtung Smedjebacken und Ludvika.

Industriegeschichte lässt sich auch beim Wandern nachvollziehen. Der 4 km lange Schisshyttans vandringsled folgt den Spuren der Eisenindustrie vom 17. Jahrhundert an. Entlang des Weges liegen Überreste von Schmieden, kleineren Stahlwerken, Arbeiterwohnungen, Dämmen und Hochöfen. Die verschiedenen Relikte machen die industrielle Vergangenheit an konkreten Bauwerken und Anlagen erkennbar.

Wanderungen zwischen Wald, See und Industriegeschichte

Im großen, hügeligen Nadelwaldgebiet Malingsbo-Kloten gibt es mehrere Wanderwege; dort können Sie wandern, paddeln und angeln. Der Malingsbo-Klotenleden ist ungefähr 45 km lang. Eine andere lange Strecke ist Sméleden: Der 42 km lange Wanderweg führt von Björsjö nordostwärts durch die Kommune bis nach Jätturn und zum See Tunsan. Für eine kürzere Wanderung bietet sich der 10,5 km lange Rundweg Milslingan in und um Smedjebacken an.

Am Jätturn steht eine weitere, deutlich kürzere Runde zur Wahl: Ein teilweise mit Bohlen befestigter Weg führt über etwas mehr als 1 km um den See. Die Längen der genannten Strecken reichen damit von gut einem Kilometer bis zu mehreren Dutzend Kilometern. So können Sie die Wanderung nach dem gewünschten Umfang auswählen, ohne dass sich aus der Länge allein eine Gehzeit oder Schwierigkeit ableitet. Bei Jätturn können Besucher außerdem ein Boot ausleihen, über den See rudern und in die Höhle hineinfahren.

Der Kanal als Wasserweg und Teil der Industriegeschichte

Der Strömsholms kanal wurde zwischen 1772 und 1795 gebaut, um vor allem Stangeneisen aus Bergslagen zum Mälarsee zu transportieren. Auf der rund 100 km langen Strecke liegen insgesamt 26 Schleusen; in ihnen werden Boote um etwa 100 m gehoben oder abgesenkt. Heute wird der Kanal für den Touristenverkehr genutzt. Am Hafen von Smedjebacken beginnt sein Kanalsystem, und der Hafen liegt 100 m über dem Meeresspiegel. Im Hafengebiet werden Kanus und Ruderboote vermietet.

Die Schleusen, der lange Verlauf und der historische Transportzweck geben dem Kanal eine andere Dimension als die Wanderwege: Hier steht die Verbindung von Wasserbau und Bergbau im Mittelpunkt. Während der Strömsholms kanal früher vor allem dem Transport von Eisen diente, ist er heute auch eine Wasserstraße für den Touristenverkehr.

Kunst und Ortsgeschichte in Smedjebacken und Söderbärke

Im Zentrum von Smedjebacken widmet sich die Konsthall Meken zeitgenössischer Kunst, Design und Kunsthandwerk. Neben Ausstellungen gibt es dort Workshops und weitere kulturelle Erlebnisse. Das Kulturstråket an der Kyrkogatan führt durch ein Umfeld aus älteren Häusern, Treffpunkten und Kunsthallen, verbunden mit zeitgenössischer Kunst und Kulturgeschichte.

Die Kyrkogatan verband historisch Smidies-backen, den Hafen und das Kirchdorf. Daraus entstand eine dichte Bebauung mit Geschäften, Wohnhäusern, einer Feuerwache sowie Industriegebäuden des Smedjebackens valsverk und Gebäuden von Eisenbahn und Hafen. Beim Blick auf die Straße lässt sich so auch die historische Verbindung zwischen Alltag, Industrie und Hafen nachvollziehen.

In Söderbärke liegt die hembygdsgård in einem Kulturareal mit einigen der wenigen erhaltenen Gebäude des Dorfes, das 1717 durch einen Brand schwer verwüstet wurde. Die Baggströmska gården ist ein am ursprünglichen Ort erhaltenes Bergmannsanwesen im Kirchdorf am See Barken. Zu den Sammlungen gehört außerdem das Paul Eriksson-Museum in der ehemaligen Pfarramtsverwaltung. Im Back- und Brauhaus der hembygdsgård befindet sich ein Sommercafé; es ist saisonal. Die hembygdsförening veranstaltet mehrere Veranstaltungen, vor allem während der Sommersaison, darunter ein Walpurgisfeuer auf Kyrkudden und ein Mittsommerfest auf Hagudden. Prüfen Sie vor einem Besuch die Termine. Das Atelier von Johan Ahlbäck in der Vasagatan 18 können Sie nach vorheriger Vereinbarung besichtigen. Im Sommer kann außerdem eine geführte Rundtour zu den öffentlichen Kunstwerken in der Kommune bestellt werden.

Weitere Reiseziele entdecken: Söderbärke, Smedjebacken, Falun, Orsa, Vansbro, Ludvika, Borlänge, Hedemora.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Dalarnas Län.

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