Stromschnellen, Strudeltöpfe und Auskolkungen machen die Ansättåns Canyon zu einem markanten Naturerlebnis. Der Weg dorthin verläuft abwechselnd über eine Landstraße, einen Waldweg und Waldgelände – der Untergrund wechselt also bereits auf dem Zugang. Im Naturreservat Hotagen öffnet sich ein anderer Landschaftsmaßstab: Fjälllandschaften, Urwald und artenreiche Tierwelt prägen das Schutzgebiet. Zugleich ist Hotagen von samischem Leben und samischer Arbeit geprägt; im Reservat befindet sich die Sameby Jijnjevaerie.
Wasser, Wald und geologische Kontraste
Am Mussjön steht ein Vogelturm für die Beobachtung von Enten und Watvögeln. Für diese Besuche wird der Zeitraum von Ende April bis Ende Juni empfohlen; die Empfehlung kann sich von Jahr zu Jahr leicht verschieben. Ein anderer Blick auf Wasser eröffnet sich am Hasslingsåfallet: Der Hasslingsån fällt vom See Hasslingen 110 Meter tief zum Wasserfall. Dort führt ein Naturlehrpfad durch alten Wald zu einem Aussichtsturm.
Auch die Geologie setzt eigene Akzente. Am Rengsfallet geht der stark geschieferte Amphibolit in den leichter verwitternden Sandstein rund um den See Valsjön über. Im Naturreservat Offerdalsberg prägt ein Berghang mit urwaldähnlichem Fichtenwald das Bild; die Bäume können bis zu 300 Jahre alt sein. Ein Weg führt über einen teils anstrengenden Anstieg zu einem Aussichtspunkt über Landschaft und Baumkronen.
Das Naturreservat Hotagen verbindet seine Fjäll- und Waldlandschaften mit einer artenreichen Tierwelt. Im Naturreservat Storskogen führt eine Wanderung durch alten Wald, vorbei an Bächen und Mooren. Viele Arten der Roten Liste sind dort auf lebende und abgestorbene Fichten und Laubbäume angewiesen. So stehen neben der Landschaft auch die Lebensräume der Arten im Mittelpunkt.
Wege mit unterschiedlichem Profil
Wie unterschiedlich die Wege angelegt sind, zeigt der Vergleich zwischen Offerdalsberg und Tysjöarna: Am Offerdalsberg gehört ein teils anstrengender Anstieg zum Weg hinauf zum Aussichtspunkt. Im Naturreservat Tysjöarna führt dagegen eine fast 1.300 Meter lange Holzrampe vom Parkplatz zu einem Aussichtsturm. Sie ist größtenteils eben und hat Ausweichstellen mit Sitzbänken. Das Naturreservat ist ein Natura-2000-Schutzgebiet in den Gemeinden Krokom und Östersund.
Auch Storskogen bietet einen anderen Zugang zur Natur: Hier verläuft die Wanderung durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus altem Wald, Bächen und Mooren. Die Unterschiede zwischen diesen Wegen liegen damit nicht nur im Ziel, sondern auch im beschriebenen Gelände und Streckenverlauf.
Kulturspuren und regionale Geschichte
Glösa Älgriket ist ein einen Kilometer langes Freilichtmuseum mit Felsritzungen, einer Siedlung des Elchstamms und Elchfanggruben. Das Elchfangsystem ist fünf Kilometer lang und umfasst 91 Gruben. Der Umfang des Systems gibt der Anlage eine eigene Dimension neben den einzelnen Fundstellen.
Bei den Felsritzungen in Gärde befinden sich drei Elchdarstellungen. Eine davon ist lebensgroß und wird als größte einzelne figürliche Felsritzung Schwedens bezeichnet. Als eigener zeitlicher Kontext gilt die Gegend am Gärdesjön: Dort hielten sich vor etwa 7.000 Jahren während der Steinzeit zeitweise Menschen einer sogenannten Jäger- und Fangkultur auf.
Eine andere Form des Sammelns zeigt das Mus-Olles Museum. Per-Olof Nilsson eröffnete es 1906 und sammelte über mehr als 75 Jahre 150.000 Gegenstände. Zum Museum gehört außerdem eine Sammlung von 25.000 Verpackungen, etwa für Streichhölzer, Süßwaren, Getreide, Seifen, Parfüms, Tabak, Snus, Gewürze und Kaffee. Die Beispiele reichen damit von Alltagswaren bis zu Produkten, die in sehr unterschiedlichen Lebensbereichen verwendet werden.
Skansen Klintaberg in Valsjöbyn, in der Hotagsbygden, ist eines der wenigen intakten einheimischen Befestigungswerke aus dem Zweiten Weltkrieg. Ein Rundgang erklärt, wie der Krieg die Menschen in der Hotagsbygden in Jämtland beeinflusste. In Wången ergänzt eine kostenlose einstündige digitale historische Führung diese Perspektive. Sie ist auf Schwedisch und Englisch verfügbar und enthält historische Zeitungsausschnitte sowie Interviews mit mehreren Mitarbeitern von Wången. Die geschotterte Rundstrecke kann zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem Elektrorollstuhl genutzt werden.
Käse und Winteraktivitäten
Bei Skärvångens bymejeri gibt es etwa 25 Käsesorten, hausgebackenes Tunnbröd sowie Lebensmittel und Handwerksprodukte aus der Region. Gruppen, die dort Käse essen möchten, können empfangen werden; Studienbesuche sind buchbar. Das ergänzt die Natur- und Kulturthemen um einen kulinarischen Einblick.
Für den Winter gibt es in Åkersjön eine Abfahrtspiste, die für Menschen unterschiedlichen Alters und Könnens geeignet ist; ihr Betrieb ist saisonabhängig. Die Skoterallians von Krokom ist eine Zusammenarbeit von 13 Schneemobilclubs. In der Gemeinde Krokom gibt es etwa 150 schwedische Meilen Schneemobilstrecken, deren Bedingungen saisonal sind. Offerdal, Nälden, Åkersjön, Kaxås, Dvärsätt, Krokom, Laxviken, Föllinge und Ås
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