Zum Inhalt

Siglistorf ist eine Gemeinde im Bezirk Zurzach im Kanton Aargau. Im Jahr 2009 waren 52,5 Prozent ihrer Fläche bewaldet und 41,6 Prozent landwirtschaftlich genutzt; zusammen machten Wald und Landwirtschaft 94,1 Prozent der Gemeindefläche aus. Das Naturschutzgebiet Im Grund umfasst einen Weiher mit Wasserpflanzen und vielen kleinen und größeren Wassertieren sowie eine Rietgraswiese und eine Hecke.

Wald, Natur und Wege

Die gepflegten Waldstrassen laden zum Wandern und zu vielem mehr ein. Gemäss dem Wald-Betriebskonzept von 2025 dürfen Sie in Siglistorf alle Waldstrassen, die auch mit Lastwagen befahrbar sind, mit dem Fahrrad befahren; die Regelung kann sich ändern. Prüfen Sie vor einer Fahrt, ob diese Regelung noch gilt.

Auf dem Buechstock wurde ein Aussichtspunkt mit Feuerstelle/Grill, Tisch und Bänken geschaffen. Der Aussichtspunkt Siglistorf bietet Aussicht über Siglistorf und liegt in der Nähe der Spalteflue. Er ist ganzjährig geöffnet, und der Besuch ist kostenlos. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Angaben zu Öffnung und Kosten.

Die Formationen der Spalteflue bestehen aus abgebrochenen Felsen aus Konglomerat; dieses Gestein wird in der Schweiz auch «Nagelfluh» genannt. So lässt sich der Aussichtspunkt mit einem konkreten geologischen Merkmal der Spalteflue verbinden. Konglomerat ist ein verfestigtes Gestein aus Gesteinsbruchstücken.

Bauwerke und Ortsgeschichte

Die Fridolinskapelle in Siglistorf wurde 1969/70 nach Plänen von Ferdinand Pfammatter erbaut. Sie ist ein Sichtbacksteinkomplex mit freistehendem Glockenturm. Buntfarbige Glasbetonbilder nach Entwürfen des Genfer Glaskünstlers Paul Monnier ergänzen die Gestaltung. Sichtbackstein bezeichnet Mauerwerk, dessen Oberfläche sichtbar bleibt; neben dem Backstein prägen hier also auch Turmform und Glasbetonbilder den Bau.

Die ehemalige Mühle wurde 1855 erbaut und hat ihr äußeres Erscheinungsbild weitgehend bewahrt. Sie gilt als ältester gewerblicher Bauzeuge von Siglistorf. Der letzte Müller, Johann Widmer, betrieb die Getreidemühle vermutlich bis 1913. Das Baujahr des Gebäudes und das nur vermutete Ende des Mühlenbetriebs markieren unterschiedliche Abschnitte seiner Geschichte.

Siglistorf wurde 1113 erstmals urkundlich erwähnt; der Name geht auf das althochdeutsche «Sigilinesthorf» zurück und bedeutet «Dorf des Sigilin». Eine damals wichtige Handelsroute führte von Süddeutschland über Schaffhausen, Kaiserstuhl und Baden bis nach Genf. Für den Transport von Salz aus dem Salzkammergut war sie besonders bedeutend. Die Erstnennung des Ortes ist ein anderer Zeitbezug als die Baujahre der Mühle und der Kapelle: Sie bezeichnet die Erwähnung Siglistorfs, nicht den Bau dieser Gebäude.

Anreise

Die Gemeindegeschichte datiert den Beginn der Postauto-Verbindung von den Bahnhöfen Mellikon-Rümikon und Niederweningen ZH nach Siglistorf auf 1968. Prüfen Sie für Ihre Anreise den aktuellen Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Endingen, Böttstein, Bad Zurzach, Tegerfelden, Wislikofen, Koblenz

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zurzach.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.