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Oberhünigen liegt auf 852 Metern über Meer am Nordwesthang des Kurzenbergs, im Bereich des Bärbachtälchens und hoch über der Talsenke der Chise. Mit 320 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2022) ist die Gemeinde klein und ein Bauerndorf. Der Aebersold ist mit 1.190 Metern über Meer der höchste Punkt Oberhünigens und zugleich ein Erholungsgebiet.

Wandern im Gemeindegebiet

Mehrere Wanderwege ermöglichen es, das Gemeindegebiet zu erkunden. Eine konkret benannte Route führt von Zäziwil nach Bowil und verläuft über Appenberg, Oberhünigen, Aebersold und Ringgis. Damit bieten das Wanderwegenetz und die aufgeführte Route zwei unterschiedliche Orientierungsmöglichkeiten: Sie können das Gemeindegebiet erkunden oder sich an der Ortsfolge dieser Route orientieren. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegbedingungen und die Markierungen vor Ort.

Aebersold, Toppwald und Tanzplatz

Der Toppwald grenzt unmittelbar an das Erholungsgebiet Aebersold und umfasst 360 Hektaren. Fast genau in der Mitte des Waldes liegt der Tanzplatz. Dort steht vor einer Hütte, die vom Staatsforstbetrieb Schwand verwaltet wird, ein Picknicktisch. Außerdem gibt es am Tanzplatz eine Feuerstelle zum Bräteln. So sind am selben benannten Ort die Orientierung im Wald und konkrete Möglichkeiten für eine Pause oder zum Grillieren miteinander verbunden.

Zum Toppwald gehört auch eine eigene historische Spur: Früher war er Teil des Schlosses Wyl. Nach der Auflösung der Landvogteien im Jahr 1800 ging der Wald an den Kanton Bern über. Diese Geschichte ergänzt die heutige Orientierung am Tanzplatz um einen zeitlichen Blick auf das Waldgebiet.

Geschichte des Dorfes

Auch die politische Geschichte Oberhünigens lässt sich in klaren Etappen erzählen. Die Gemeinde war zunächst Teil der Herrschaft Hünigen, kam danach an die Herrschaft Wil und gelangte 1406 unter Berner Herrschaft. Daneben gehören frühere Bäder zur örtlichen Geschichte: Das Wildeney-Bad war eines von zwei Bädern in Oberhünigen. Das Schwendlen-Bad wurde 1947 durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Die beiden Badeorte stehen damit für unterschiedliche Aspekte der Ortsgeschichte; beim Schwendlen-Bad ist auch das Ende des Betriebs überliefert.

Hofladen und Anreise

Eine weitere Anlaufstelle ist der Hofladen des Grunderhofs. Dort gibt es eine vielfältige Auswahl an Hofprodukten zum Anschauen und Kaufen vor Ort. Das Sortiment kann wechseln, deshalb sollten Sie einzelne Produkte nicht als dauerhaft festes Angebot einplanen.

Für die Anreise ist wichtig: Oberhünigen hat keinen eigenen öffentlichen Verkehrsanschluss, liegt aber in Reichweite der Bahnhöfe Zäziwil und Konolfingen. Wenn Sie mit der Bahn planen, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Verbindungen. Die Landschaft, das Wegenetz, die Geschichte und der Hofladen bieten unterschiedliche Schwerpunkte für Ihren Aufenthalt; welche davon Sie verbinden, hängt von Ihrer Planung ab.

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