Der Moospfad führt vom Bahnhof Walkringen über das Walkringen-Wikartswilmoos zum Rüttihubelbad mit dem Sensorium. Für die reine Gehzeit sind 35 Minuten angegeben. Wer alle Informationen auf den Tafeln liest, benötigt dafür 1,5 bis 2 Stunden. Die Zeitangaben helfen bei einer konkreten Wahl: kurze Gehzeit oder mehr Zeit für die Tafeln. So lässt sich der Weg nach dem eigenen Interesse planen, ohne beide Zeitangaben gleichzusetzen.
Moospfad und Walkringer-Moos
Die Tafeln vermitteln Informationen über Walkringen, das Walkringen-Wikartswilmoos und dort vorkommende Tiere. Für den Moospfad bietet der Verkehrsverein auch geführte Begehungen an. Der Weg ist für Kinderwagen geeignet. Im Walkringer-Moos gibt es autofreie Wege, die für Familienspaziergänge genutzt werden. Während einer Wanderung auf dem Moospfad können Füchse beobachtet werden. Im Sommer pflegen einheimische Hornusser auf dem Moos ihr Brauchtum.
Das Walkringer-Moos war bis 1533 ein See. Dieser historische Zeitbezug steht neben den heutigen Natur- und Wegethemen: Die Tafeln informieren über Tiere, und die örtliche Hornussertradition ist im Sommer auf dem Moos verankert. Die unterschiedlichen Aspekte machen den Pfad auch für Besucherinnen und Besucher interessant, die sich neben dem Gehen mit Landschaft und lokalem Brauchtum beschäftigen möchten.
Wandern und Aussichten
Walkringen gilt als idealer Ausgangs- und Endpunkt vieler interessanter Wanderungen. Örtliche Wanderrouten führen über Eggen, durch Weiler, entlang von Bächen sowie an abgelegenen Höfen und Weiden vorbei. Sie bieten Ausblicke auf die Alpen, den Jura sowie auf Täler und Gräben. Eine konkret beschriebene Möglichkeit sind gemütliche Wanderungen entlang des Wydimattgrabens zu höher gelegenen Aussichtspunkten mit Sicht auf den Jura und das Napfgebiet. Für eine andere Tourenart ist in Walkringen die Mountainbike-Tour «Walkringer Hügelrunde» aufgeführt.
Sensorium im Rüttihubelbad
Im Sensorium geht es um die Aktivierung der sinnlichen Wahrnehmung. An rund 80 Erlebnisstationen können Besucherinnen und Besucher hören, sehen, riechen und tasten. Das Angebot verbindet damit verschiedene Zugänge zum Wahrnehmen, statt sich auf einen einzelnen Sinn zu beschränken. In einem angeleiteten Angebot fertigen Teilnehmende unter Anleitung von Kulturvermittelnden eine Doppelspirale aus Zink-Titan an. Workshop- und Buchungsdetails können sich ändern; prüfen Sie deshalb das aktuelle Angebot vor Ihrem Besuch. Das gesamte Rüttihubelbad ist rollstuhlgängig. Bestätigen Sie die Bedingungen vor der Reise.
Kirche und Ortsgeschichte
Die Kirche von Walkringen ist über 500 Jahre alt und Tag und Nacht für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Sie liegt an der Herzroute und ist als Velowegkirche ausgewiesen; an der Kirche steht ein WC zur Verfügung. Archäologische Grabungen in den Jahren 1986 bis 1987 erweiterten das Wissen über die Geschichte der Gemeinde um 400 Jahre. Nach archäologischen Erkenntnissen war die Kirche von Anfang an eine selbständige Pfarrkirche.
Auch weitere Orte und Bauwerke geben Einblick in die Ortsgeschichte. Der Gasthof Bären zählt zu den ältesten Gebäuden der Gemeinde und spielt eine zentrale kulturelle und gastronomische Rolle. Auf den Zwingherrenhubeln Adlisberg und Hubelwald befinden sich zwei Erdburgen aus der Zeit der alemannischen Besiedlung. Wikartswil besitzt ein geschütztes Ortsbild und bietet Aussicht auf die Alpen.
Anreise und Veranstaltungstermine
Walkringen ist mit der Bahn auf der RM-Linie Burgdorf–Thun erreichbar. Zum Rüttihubelbad führen zwei beschriebene Anreisevarianten: über die Bahnstrecke Burgdorf–Thun mit anschließendem Postauto oder über den Vorortszug Bern–Worb und danach mit dem Postauto. Prüfen Sie Fahrpläne und Anschlüsse vor der Reise.
Der Walkringer Märit ermöglicht auch Kleinstproduzierenden, ihre Produkte auszustellen. Der Veranstalter nennt einen Herbst-Märit am 24. Oktober 2026 und einen Frühlingsmärit am 8. Mai 2027, jeweils im Sternenzentrum Walkringen. Prüfen Sie Termine und Angaben vor Ihrem Besuch, da sich Veranstaltungsdetails ändern können.
Weitere Reiseziele entdecken: Aeschlen, Grosshöchstetten, Oberhünigen, Herbligen, Kiesen, Linden, Zäziwil, Oberdiessbach.
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