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Konolfingen liegt im Kanton Bern und geografisch noch im Kiesental. Die rund 660 Meter hoch gelegene Gemeinde wird oft als «Tor zum Emmental» bezeichnet. Ihre Geschichte erschließt sich über verschiedene Spuren: ein historisches Haus mit Ortsbezug, eine Kirche mit Kunst und Architektur aus unterschiedlichen Zeiten und ein Literaturweg, dessen Start und Ziel am Kreuzplatz in Konolfingen liegen.

Ortsgeschichte im Dorfmuseum

Im historischen Haus Alter Bären zeigt das Dorfmuseum die Geschichte rund um Konolfingen. Im Dachstock finden regelmäßig Theater, Konzerte und Vorlesungen statt. Wer eine Veranstaltung besuchen möchte, sollte zuvor das aktuelle Programm prüfen. Für Gruppen, Vereine und Schulen bietet das Museum spezielle Führungen an; diese müssen im Voraus vereinbart werden. Der Zugang zum Dorfmuseum ist nicht rollstuhlgerecht.

Auch der Dorfparcours führt zu früheren Ansichten des Ortes: 52 Tafeln zeigen heutige Orte mit erläuternden Texten. QR-Codes entlang des Parcours machen sichtbar, wie der jeweilige Ort früher ausgesehen hat. So begegnen Ihnen Erläuterungen zur heutigen Umgebung und historische Ansichten in zwei unterschiedlichen Formaten.

Kirchenkunst und Literaturweg

Die reformierte Kirche Konolfingen ist ein erhaltenes Beispiel für Architektur der 1930er-Jahre, geprägt vom Neuen Bauen und vom Bauhaus. An ihr lassen sich auch verschiedene künstlerische Arbeiten betrachten: Die Kirche besitzt Jugendstilfenster von Burkhard Mangold. Das Dürrenmatt-Fenster wurde am 18. Mai 2008 enthüllt und aus einer Tuschfederzeichnung entwickelt. Über dem Kirchenportal in Konolfingen befindet sich außerdem ein Wandgemälde von Fritz Ryser aus dem Jahr 1942. Es zeigt eine Szene am Ostermorgen: Neben dem weggerollten Grabstein steht ein Engel.

Die Kirche ist tagsüber für alle geöffnet, die Ruhe und Besinnung suchen. Gottesdienste oder andere kirchliche Nutzungen können den Zugang beeinflussen. Damit gehört die Frage nach dem Besuchszeitpunkt zur Orientierung, wenn Sie die Architektur oder die Kunst im Kirchenraum in Ruhe betrachten möchten.

Für eine längere literarische Entdeckung beginnt und endet der Emmental-Literaturweg am Kreuzplatz in Konolfingen. Der große Rundweg ist 6,8 Kilometer lang und weist etwa 160 Meter Auf- und Abstieg auf. Länge und Höhenmeter vermitteln gemeinsam einen konkreten Eindruck vom Umfang der Runde; die Angaben lassen sich bei der eigenen Tagesplanung berücksichtigen.

Aussicht, Radfahren und saisonale Erlebnisse

Am Aussichtspunkt Ballenbüel bilden zwei stattliche, offiziell geschützte Linden den Rahmen. Der Blick reicht über das Aaretal zum Chasseral sowie zum Stockhorn und Niesen. Vom Bahnhof Konolfingen ist der Aussichtspunkt zu Fuß in etwa einer Stunde erreichbar. Damit lässt sich die Aussicht mit einer konkreten Gehzeit in die Tagesplanung einordnen.

Wer sich für Radfahren interessiert, findet unterschiedliche Ansätze: In Konolfingen gibt es einen asphaltierten Pumptrack, der Bikern, Skateboardfahrern und Rollerfahrern aller Könnensstufen als Spiel- und Trainingsanlage dient. Die Anlage wurde im April 2022 fertiggestellt. Eine größere Routenperspektive bietet die Herzschlaufe Langnau, die knapp 70 Kilometer lange und vollständig ausgeschilderte Veloland-Route 499. Sie führt von den grünen Höhen bei Eggiwil über die unerwarteten Schlösser in Konolfingen zu den abgelegenen Höhenlagen bei Oberthal.

Auch das Schwimmbad Konolfingen setzt einen klaren saisonalen Akzent: Zu seinen Merkmalen gehört eine 53 Meter lange Wasserrutschbahn. Die reguläre Saison dauert von Anfang Mai bis Mitte September; die Termine können sich jährlich ändern. Prüfen Sie daher vor einem Besuch die aktuellen Saisondaten.

Schloss Hünigen: Spuren verschiedener Zeiten

Die Siedlung Villa Hünigen wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde von Papst Eugen III. im Zusammenhang mit dem Klösterchen Röthenbach erwähnt. Das heutige Gebäude von Schloss Hünigen entstand Mitte des 16. Jahrhunderts aus Steinen der abgebrannten früheren Burg. Auch mit dem Berner Mundartdichter Rudolf von Tavel ist der Ort verbunden: Er hielt sich bei seiner Tante auf Schloss Hünigen auf und schrieb dort zwei seiner 14 Romane.

Für die Anreise zum Schloss ist der Bahnhof Stalden im Emmental ein konkreter Orientierungspunkt: Schloss Hünigen liegt wenige Schritte vom Bahnhof entfernt. Die Zugfahrt von Konolfingen nach Stalden im Emmental dauert zwei Minuten. Prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Konolfingen, Aeschlen, Grosshöchstetten, Wichtrach, Worb, Oberthal, Zäziwil, Oberdiessbach, Münsingen, Linden, Kiesen, Oberhünigen, Walkringen, Herbligen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bern.

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