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Saules verbindet saisonale Beerenangebote auf der Montagne de Saules mit einem Abschnitt des Chemin du Jura bernois und einer langen Ortsgeschichte. Für die Wahl der Reisezeit ist entscheidend, ob Sie gezielt zur Ernte kommen oder Saules vor allem mit Wandern und regionaler Kultur verbinden möchten. So lässt sich der Aufenthalt um ein bestimmtes Saisonfenster oder um Landschaft und Geschichte herum planen.

Jurahänge und Wege rund um Saules

Saules liegt im Berner Jura etwa 12 Kilometer nördlich von Biel/Bienne, in der Talniederung des Baches Trame, eines linken Zuflusses der Birs. Bewaldete Jurahänge, Weiden und Waldflächen prägen die Umgebung. Auf der Montagne de Saules liegt die Ferme de la famille Scheidegger auf 1.050 Metern am Fuß der Tour Botta. Bei der Ferme gibt es Wanderwege, Reitwege und Radwege; die Bedingungen auf den Wegen können sich ändern.

Der Chemin du Jura bernois führt durch den Weiler Montagne de Saules und steigt anschließend in Richtung Sornetan ins Tal hinab. Der Weg führt auch zur 30 Meter hohen Tour de Moron. Von dort reicht der Blick von den Voralpen bis zu den Hochalpen. Der Zugang zur Tour de Moron soll vorrangig zu Fuß oder mit nicht motorisierten Verkehrsmitteln erfolgen.

Ein Abschnitt des Chemin du Jura bernois ist 17 Kilometer lang, dauert etwa 5 Stunden und 10 Minuten und weist 880 Höhenmeter Aufstieg auf. Für die Tagesplanung ist das ein längerer Wanderblock, nicht bloß eine kurze Ergänzung. Berücksichtigen Sie die ungefähre Dauer und den Aufstieg, wenn Sie weitere Vorhaben für denselben Tag planen.

Beerenzeiten auf der Montagne de Saules

Die Ferme de la famille Scheidegger bietet seit 2013 verschiedene Erdbeer- und Himbeersorten zur Selbstpflücke oder Bestellung an. Die Erdbeer-Selbstpflücke beginnt in der zweiten Junihälfte und dauert drei bis vier Wochen. Die Himbeer-Selbstpflücke startet im August und erstreckt sich über sechs bis acht Wochen. Damit liegen die beiden Angebote in unterschiedlichen Saisonfenstern; die Erdbeerzeit ist dabei das kürzere Zeitfenster.

Die tatsächlichen Zeiten hängen von den jährlichen Wachstumsbedingungen und den Aktualisierungen des Hofs ab. Wenn Sie Ihre Reise gezielt auf die Selbstpflücke ausrichten, prüfen Sie vorab die aktuellen Angaben des Hofs. Eine örtliche Überlieferung erzählt außerdem, der in der Gegend von Saules angebaute Weizen sei wegen seiner Qualität bei Müllern besonders beliebt gewesen. So gehören sowohl saisonale Ernteangebote als auch eine überlieferte landwirtschaftliche Geschichte zum lokalen Charakter.

Ortsgeschichte und regionale Kultur

Eine päpstliche Bestätigungsurkunde vom 17. Mai 1148 erwähnt Saules unter dem Namen „Sales“; die Urkunde betrifft das Kollegiatstift Moutier Grandval. Von 1797 bis 1815 gehörte Saules zu Frankreich, zunächst zum Département Mont-Terrible und ab 1800 zum Département Haut-Rhin. 1815 wurde das Gebiet des ehemaligen Fürstbistums Basel durch den Wiener Kongress dem Kanton Bern zugeteilt. Seit dem 1. Januar 2025 ist Saules offiziell Mitglied des Parc régional Chasseral.

Im nahe gelegenen Bellelay vermittelt ein interaktives Museum die über 800-jährige Geschichte eines einzigartigen Schweizer Käses. Dort erleben Sie die traditionelle Herstellung, entdecken die Girolle® und können regionale Spezialitäten genießen. Das ist eine Ergänzung für Reisende, die neben den Jurahängen auch die regionale Käsekultur kennenlernen möchten.

Anreise und Ausflüge ab Saules

Eine Postauto-Linie verbindet Saules mit Tavannes und Lajoux; an beiden Orten bestehen Bahnanschlüsse und weitere Busverbindungen. Wenn Sie Bus und Bahn kombinieren, prüfen Sie für den Reisetag die passende Verbindung. Mit dem Auto ist die Autobahn A16 (Transjurane) über die Anschlüsse bei Tavannes oder Reconvilier erreichbar. Damit stehen für die Anreise unterschiedliche Planungswege zur Wahl, während die Wanderwege und die saisonale Selbstpflücke den Aufenthalt vor Ort prägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Sornetan, Rokwiler.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bern.

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