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Die Aare umfliesst Bern, und die historische Altstadt bewahrt ein charakteristisches Stadtbild: Lauben, unterschiedliche Quartiere und eine Bausubstanz, die erneuert wurde, ohne das ursprüngliche städtebauliche Konzept aufzugeben. Bern wurde 1191 als Zähringerstadt gegründet; seit 1983 gehört die Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Seit 1848 ist Bern zudem die Bundesstadt der Schweiz. Geschichte, Flusslandschaft, Museen und Märkte bieten verschiedene Zugänge, um die Stadt kennenzulernen.

Altstadt und Wahrzeichen im eigenen Tempo entdecken

Die Berner Altstadt gliedert sich in Untere und Obere Altstadt. Die Untere Altstadt erstreckt sich vom Matte-Quartier bis zum Zytglogge. Der Zytglogge war einst ein Stadttor; zur vollen Stunde zeigt sein Figurenspiel einen Bärenzug, einen Narren, einen goldenen Hahn und Chronos. Eine digitale Audiotour führt zu Höhepunkten der Altstadt und lässt Sie das Tempo selbst bestimmen. Prüfen Sie vor dem Besuch, ob das Angebot verfügbar ist.

Auch die Aussicht lässt sich mit einem Blick auf die Baugeschichte verbinden: Bei einer Stadtführung führen rund 130 Stufen im Zytglogge hinauf zu einem Ausblick über das UNESCO-Welterbe und bei guter Sicht bis zu den Gipfeln des Berner Oberlands. Die ungefähre Stufenzahl gibt eine konkrete Orientierung für diesen Teil der Führung; Details zur Buchung sollten Sie vorab prüfen. Das Berner Münster setzt einen anderen architektonischen Akzent: Sein Kirchturm ist der höchste der Schweiz, und die Aussichtsplattform ist über 344 Stufen erreichbar.

Aareblicke, Gärten und unterschiedliche Perspektiven

Bern liegt im Schweizer Mittelland beidseits der Aare, zwischen dem Gurten im Süden und dem Bantiger im Osten. Von der Münsterplattform sehen Sie auf die Aare, die Alpen und das Matte-Quartier. Zugleich bietet der öffentliche Platz Grünflächen und schattenspendende Kastanienbäume, die zum Picknicken, Spielen und Ausruhen genutzt werden. Hoch über der UNESCO-Altstadt eröffnet der Rosengarten wiederum Ausblicke auf die Altstadt, den Aarebogen und den Gurten, oft auch auf die Alpen. Mehr als 250 Rosensorten setzen dort einen gärtnerischen Schwerpunkt. Die beiden Aussichtspunkte zeigen unterschiedliche Seiten der Stadt: einmal stehen Matte-Quartier und Aare im Blickfeld, einmal Altstadt und Aarebogen.

Wer Pflanzen nicht nur als Gestaltungselement, sondern in ihrer Vielfalt entdecken möchte, findet im Botanischen Garten der Universität Bern mehr als 6.000 Pflanzenarten. Der Garten liegt am Aarehang beim Altenberg. Im Alpinum führt die Abfolge der Pflanzenregionen von den Pyrenäen über Alpen, Balkan und Kaukasus bis zum Himalaya und zu den Rocky Mountains; entlang des Weges wachsen mehr als 1.500 Pflanzenarten. Sieben öffentlich zugängliche Schauhäuser ergänzen die Anlage mit Pflanzen aus unterschiedlichen Klimazonen.

Museen zwischen Kommunikation, Kunst und Bergwelt

Das Museumsquartier Bern erreichen Sie vom Bahnhof zu Fuss in weniger als zehn Minuten. Im Museum für Kommunikation laden interaktive Stationen zum Ausprobieren ein: Dazu gehören Filmkaraoke, ein Firewall-Game und ein Spiel rund um Datensicherheit. Die Kernausstellung umfasst fast 2.000 Quadratmeter; ihre Inhalte sind auf Deutsch, Französisch und Englisch aufbereitet. Das ALPS Alpine Museum der Schweiz richtet den Blick auf Veränderungen in der Bergwelt: Es thematisiert Klimawandel, Raumentwicklung und Tourismus ebenso wie das Zusammenleben urbaner und alpiner Welt. Seine Hauptausstellung erstreckt sich über zwei Stockwerke und umfasst auch den partizipativen Bereich «Fundbüro für Erinnerungen».

Im Zentrum Paul Klee begegnen sich Sammlung und Architektur. Der italienische Architekt Renzo Piano entwarf den wellenförmigen Bau aus Stahl und Glas; die Sammlung umfasst rund 4.000 Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Rund um das Zentrum laden Park und Wege zwischen Feldern und offenen Grünflächen zum Spazieren ein. Das Kunstmuseum Bern bietet einen anderen Blick auf Kunstgeschichte: Seine Sammlung umfasst mehr als 50.000 Werke und bildet acht Jahrhunderte Kunstschaffen ab. Dazu zählen mehr als 3.000 Gemälde und Skulpturen sowie rund 48.000 Handzeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Videos und Filme.

Auch die Sammlungen des Naturhistorischen Museums Bern setzen eigene Schwerpunkte. Historische Dioramen heimischer und afrikanischer Tiere gelten als einzigartig in Europa; Barry, dem weltberühmten Rettungshund, ist eine eigene Ausstellung gewidmet. Im Schweizer Schützenmuseum ist der Besuch kostenlos; das Museum ist vollständig barrierefrei und rollstuhlgängig. So reichen die Museumsangebote von Kommunikation und Gegenwartskunst bis zu Naturgeschichte und Sammlungen mit einer klar umrissenen thematischen Ausrichtung.

Märkte und Berner Schokolade

Die Berner Wochenmärkte finden ganzjährig dienstags und samstags auf dem Bundes-, Bären- und Waisenhausplatz sowie in der Gurten-, Bundes-, Schauplatz- und Münstergasse statt. Angeboten werden unter anderem Blumen, Backwaren, Obst, Gemüse, Käse, Fleisch und Honig aus Bern und der Region; einzelne Anbieter und Waren können variieren. Da sich Zeitpläne ändern können, lohnt es sich, die aktuellen Marktdaten vor dem Besuch zu prüfen.

Einmal im Jahr rückt der Zibelemärit die Zwiebel in den Mittelpunkt: Er ist der grösste Markt in Bern und findet immer am vierten Montag im November statt. Zwiebelzöpfe, Zwiebelkränze und Zwiebelfiguren gehören ebenso zum Angebot wie Textilien, Schmuck, Keramik und Spielwaren. Die Toblerone hat ihren Ursprung ebenfalls in Bern. Tastings, Praliné-Workshops und Schokoladentouren bieten weitere Möglichkeiten, Berner Schokolade zu erleben; Anbieter und Verfügbarkeit können sich ändern, prüfen Sie daher die Details vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Bern, Stettlen, Bern, Lengnau, Muri Bei Bern, Ostermundigen, Gasel, Wohlen Bei Bern, Kirchlindach, Zollikofen, Köniz, Bolligen, Zimmerwald, Le Fuet.

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