Mittelalterliche Gassen, Arkaden und Brunnen prägen Berns Altstadt; zugleich erfüllt sie die vielfältigen Funktionen einer modernen Hauptstadt. Seit 1983 gehört sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Für Ihre Reiseplanung bietet Bern damit mehr als einen historischen Stadtkern: Architektur, Museen und Spaziergänge an der Aare setzen unterschiedliche Akzente, die Sie nach Ihren Interessen gewichten können.
Altstadt, Lauben und Zytglogge
Im Stadtbild fallen die Sandsteingebäude und die Lauben auf: Die Arkaden erstrecken sich über sechs Kilometer durch die Altstadt. Auch Brunnen gehören zur Entdeckung zu Fuß: Bern ist für mehr als 100 bekannt, einige davon stammen aus dem 16. Jahrhundert. Wenn Sie die bekannten Sehenswürdigkeiten mit weniger bekannten Winkeln verbinden möchten, werden geführte Rundgänge durch die UNESCO-Welterbe-Altstadt angeboten. So lässt sich der Blick über einzelne Bauwerke hinaus auf die Struktur der Stadt richten.
Ein markantes Ziel ist die Zytglogge mit ihrer mittelalterlichen Mechanik. Zum Figurenspiel gehören ein Bärenzug, ein Narr, ein goldener Hahn und Chronos, der Gott der Zeit. Bei einer geführten Besichtigung des Inneren werden rund 130 Stufen erklommen. Wenn Sie eine Innenführung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Besichtigungsmöglichkeiten; die Zugangsmöglichkeiten können sich ändern.
Museen und kreative Angebote
Im Einstein Museum werden Einsteins Theorien mit Animationsfilmen, interaktiven Experimenten und zahlreichen Exponaten veranschaulicht. Die Ausstellung erstreckt sich über mehr als 1.000 Quadratmeter; ihre konkrete Konfiguration kann sich ändern. Der Besuch verbindet damit wissenschaftliche Themen mit verschiedenen Formen der Vermittlung.
Das Zentrum Paul Klee bewahrt rund 4.000 Werke, darunter Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen. Hinzu kommen Konzerte, Lesungen und Führungen; das Programm kann sich ändern. Im Haus bietet Creaviva kreative Workshops für Gäste ab vier Jahren bis ins hohe Alter an. Auch Workshop-Angebote und Buchungsvorgaben können variieren. Diese unterschiedlichen Formate machen das Zentrum zu einer eigenen Station neben den historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Rosengarten, BärenPark und Aare
Der Rosengarten ist seit 1913 eine öffentliche Anlage und umfasst mehr als 400 Rosen- und Irisarten. Bei schönem Wetter reicht der Blick über die Stadt bis zum Berner Hausberg Gurten und zu den Alpen. Garten und Aussicht verbinden sich hier zu einem anderen Stadterlebnis als die Gassen und Sandsteinfassaden der Altstadt.
Im BärenPark können Sie auf Besucherwegen Bären beim Spielen, Fressen, Klettern und Schwimmen beobachten. Der Park ist frei zugänglich; prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Zugangsinformationen. Seit 2015 steht dort das rollstuhlgerechte Panorama-Schräglift-System BäreBähnli zur Verfügung. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuelle Zugänglichkeit.
Die Aare fließt in einer weiten Schleife um die Altstadt. Ein Spaziergang am Fluss verläuft in Richtung Tierpark Bern und Elfenau; ein weiterer Spaziergang beginnt in der UNESCO-Welterbe-Altstadt. Schwimmen in der Aare ist wegen der starken Strömung nur für gute Schwimmerinnen und Schwimmer geeignet. Bedingungen können variieren, daher sollten Sie die lokalen Hinweise beachten.
Orientierung für Ihren Aufenthalt
Für die Verbindung zwischen Münsterplattform und Badgasse im Matte-Quartier gibt es den Mattelift. Die Fahrt kostet für Erwachsene 1,50 Franken; prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Betrieb. Zusammen mit den Fußwegen durch die Innenstadt eröffnet das verschiedene Möglichkeiten, Berns historische und landschaftliche Seiten in den Aufenthalt einzubeziehen. Bei der Wahl eines Hotels in Bern können Sie sich daran orientieren, ob Sie vor allem die UNESCO-Altstadt, Museen oder Spaziergänge und Gartenanlagen auf Ihre Reiseagenda setzen möchten.
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