Die Auguetbrücke erzählt eine ungewöhnliche Baugeschichte: Die gedeckte Holzbrücke im Auguet wurde 1974 wieder aufgebaut, nachdem sie fünf Kilometer flussabwärts versetzt worden war. Zugleich erfüllt sie eine klare Funktion: Als Übergang über die Aare dient sie Fußgängern und Radfahrern und verbindet Muri mit Belp. Diese Verbindung aus historischer Bausubstanz und praktischer Funktion macht die Brücke zu einem prägnanten Einstieg in Muri Bei Bern. Weitere lokale Themen reichen von den frühen Spuren in Kirche und Schloss bis zu Badeangeboten und Wegen an der Aare.
Kirche, Schloss und Ortsgeschichte
Die ältesten Spuren der Kirche Muri reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück; die Kirche war ehemals dem heiligen Michael geweiht. Der neugotische Kirchturm stammt aus dem Jahr 1881 und wurde von Graf Pourtalès gestiftet. Damit treffen an der Kirche unterschiedliche Zeitschichten aufeinander: frühe Spuren aus dem Mittelalter und ein deutlich späterer Turm. Auch Schloss Muri besitzt eine eigene zeitliche Staffelung. Seine ältesten Spuren reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück; zum Komplex gehört eine Orangerie aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Neben den einzelnen Bauwerken reicht die Geschichte von Muri Bei Bern bis 1180 zurück. Landwirtschaft und Handwerk sowie die Lage an der Aare begünstigten die Entwicklung des Ortes.
Fähre und Badeangebote
Die Fähre Bodenacker ist die einzige Fähre zwischen Thun und Bern. Fahrräder und Kinderwagen können auf ihr transportiert werden. Ihr Betrieb kann von Sicherheitsbedingungen abhängen; prüfen Sie deshalb vor dem Besuch den Fahrplan.
Das Aarebad bietet neben seinen Schwimmbecken die Möglichkeit, in der Aare zu baden. Das Baden im Fluss ist nur für gute Schwimmerinnen und Schwimmer geeignet. Das Aarebad verfügt außerdem über ein 25-Meter-Becken mit Rutschbahn. Damit bietet sich ein Beckenbad als eigene Möglichkeit neben dem Schwimmen in der Aare an.
Uferweg und Aarelandschaft
Ein landeinwärts verlaufender Uferweg gewährleistet den direkten Zugang zum Muribad und stellt eine Wegverbindung zwischen dem Muribad und der Auguetbrücke her. Prüfen Sie vor dem Besuch die örtlichen Wegverhältnisse. Im regionalen Rahmen führen Spazier- und Wanderwege entlang der Aare und durch sanfte Hügel. Wer gern zu Fuß unterwegs ist, findet damit einen landschaftlichen Schwerpunkt jenseits der Baugeschichte und der Badeangebote.
Am rechten Aareufer von Muri gibt es ein naturnahes und ökologisch wertvolles Nebengerinne mit neu angelegten Teichen, die Amphibien Lebensraum bieten. So zeigt sich der Flussraum nicht nur als Ort für Übergänge und Badeangebote, sondern auch als Naturraum. Zum Charakter von Muri Bei Bern gehören außerdem historische Bausubstanz, modernes Wohnen und ländliches Leben in der Nähe der Stadt Bern.
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