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Eine steinzeitliche Ufersiedlung, ein mittelalterliches Burgstädtchen und eine Umgebung, die von Bielersee, Aare und Zihl geprägt ist: Nidau verbindet Wasserlandschaft und lange Stadtgeschichte auf engem Raum. Am See, am Nidau-Büren-Kanal und an der Zihl liegen naturnahe Erholungsräume. Zugleich erzählen Schloss, Altstadt und Spuren der Befestigung von der Entwicklung des Ortes.

Schloss und Altstadt erzählen Nidauer Geschichte

Um 1140 entstand in Nidau eine Holzburg; bald wurde sie durch den steinernen Bau ersetzt, der heute als Schloss Nidau bekannt ist. Um 1338 umschloss Rudolf III. die Siedlung mit einer weitläufigen Ringmauer. Der Ziegelhüttenturm gehört zu den heute noch erkennbaren Teilen der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Deren Reste sind ganzjährig zugänglich und für Kinder geeignet. Die historische Stadt ist zudem als nationales Objekt im Schweizerischen Bundesinventar der Kulturgüter aufgeführt.

Auch die Nidauer Pfarrkirche zeigt mehrere Bauphasen: Ihr Kern stammt aus dem 14. oder 15. Jahrhundert, der Turm von 1609 bis 1611 und der Hauptbau von 1678 bis 1682. Ein Denkmal erinnert seit 1908 an die Pioniere der Juragewässerkorrektion. Bern verlieh Nidau 1425 das Stadtrecht; erhalten ist davon allerdings nur die Fassung von 1548. Zusammen geben diese Daten unterschiedliche Einblicke in die Entwicklung der Stadt, statt eine einzelne Bauzeit zu erzählen.

Im Schlossmuseum die Veränderung der Gewässer verstehen

Die Dauerausstellung im Schlossmuseum Nidau präsentiert die wichtigsten Fakten zur Juragewässerkorrektion. Sie erläutert, wie sich das Drei-Seen-Land verändert hat und warum Korrekturen an den Gewässern zum Schutz von Leib und Leben der Menschen immer dringender wurden. Damit führt der Museumsbesuch von der Stadtgeschichte hinaus in die Landschaft, die Nidau bis heute prägt. Die Ausstellungen können mit oder ohne Führung besucht werden. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchsinformationen.

Zwischen Stadtplatz, See und Strandbad

Der sanierte Stadtplatz liegt im Herzen der historischen Altstadt und bietet Raum für Märkte und kleinere Veranstaltungen. Ein weiterer Blick auf Nidau eröffnet sich am Wasser: Das Strandbad bietet direkten Zugang zum Bielersee, ein 50-Meter-Schwimmbecken sowie ein Nichtschwimmerbecken mit breiter Rutschbahn. Mit der Buslinie 4 erreichen Sie die Haltestelle Nidau Strandweg. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen saisonalen Verbindungen.

Für aktive Stunden auf dem Wasser gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die erste Etappe von Aare Kanu N°1 führt von Biel (Nidau) nach Büren a. A. Sie ist 13 Kilometer lang und wird technisch als leicht, konditionell als mittel eingestuft. Aareböötle à la biennoise startet am Aare-Kanal in Nidau; je nach Wasserstand und Pausen dauert die Fahrt etwa drei bis vier Stunden. Das Kanucenter Bielersee in Nidau ist eine für alle zugängliche Kanu- und Kajakschule. Bei der Aare-Fahrt ist Nidau einer der Häfen; an Bord besteht eine Verpflegungsmöglichkeit.

Eine andere Art, Zeit für eine Aktivität einzuplanen, ist Urban Golf: Die Dauer beträgt je nach Niveau und Gruppengrösse zwei bis drei Stunden. Nach der Online-Anmeldung kann die Ausrüstung in der Lago Lodge, Uferweg 5, 2560 Nidau, abgeholt werden. Prüfen Sie vorab die aktuellen Buchungsinformationen.

Feste mit unterschiedlichen Akzenten

Das traditionelle Nidauer Stedtlifest geht auf den ersten «Maisonntag» von 1935 in einem Nidauer Quartier zurück; 1980 wurde das Fest in Stedtlifest umbenannt. Sein vielseitiges Programm richtet sich an alle Generationen, wobei sich die konkrete Zusammenstellung von Jahr zu Jahr ändert. Der traditionelle Zibelemärit verbindet kulinarische Höhepunkte und Handwerkskunst mit Alphornmusik und einem Karussell.

Das Fest der Kulturen findet jedes Jahr statt. Es präsentiert kulinarische Spezialitäten aus verschiedenen Ländern und verbindet sie mit einem musikalischen Bühnenprogramm sowie Spiel und Spass für Gross und Klein. So stehen in Nidau neben Schlossgeschichte und Gewässerlandschaft auch Begegnungen und Festtraditionen auf dem Programm.

Weitere Reiseziele entdecken: Twann, Sutz-Lattrigen, Studen, Ligerz, Ipsach, Nidau, Täuffelen, Jens, Mörigen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bern.

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