Der Kirchhof ist der älteste und beste Teil des Ortsbildes von Täuffelen. Kirche und Pfarrhaus von 1665 bilden den Kern des Ensembles; hinzu kommen ein ehemaliges Ofenhaus und ein Speicher aus dem 18. Jahrhundert. Das Ofenhaus wurde 2000 restauriert, ist bis heute intakt und wird zum Backen genutzt. Seine Türen öffnen sich viermal im Jahr. Wenn Sie den Besuch darauf abstimmen möchten, prüfen Sie vorab die konkreten Öffnungstage.
Ortsbild und Geschichte
Täuffelen liegt erhöht am Hang über dem Grossen Moos. Hangparallele Ziegeldächer, der malerische Kirchturm und eine große Fabrik prägen die markante Silhouette. Zwischen den Gebäuden im alten Dorf bestimmen Bäume, Gärten, Wiesen, Mäuerchen und Zäune vielerorts einen ländlichen Charakter.
Auch die Geschichte des Ortes reicht weit zurück: Täuffelen und Gerolfingen werden keltischen Ursprungs zugeschrieben und bereits in Urkunden des 13. und 14. Jahrhunderts erwähnt. Am Ufer des Bielersees entstanden in der Steinzeit vier Pfahlbauten. Vor 1846 war Täuffelen ein reines Bauerndorf.
Ein eigener Blick gilt dem Unterdorf von Gerolfingen. Es umfasst Mehrzweck- und Wohnhäuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert mit Vollwalmdächern und Ründen. Unverbautes Wiesland mit zahlreichen Obstbäumen bildet den Rahmen dieses historischen Dorfbereichs.
Aaredelta und Seeufer
Das Naturschutzgebiet „Aaredelta am Bielersee“ ist 199,5 Hektar groß; seine Unterschutzstellung wurde 2026 abgeschlossen. Zum Gebiet gehören das Mündungsdelta der Aare, eine Kiesinsel und die vorgelagerte Seefläche. In Täuffelen-Gerolfingen umfasst es außerdem Flachwasserzonen, Feuchtgebiete, Auenlebensräume und Teile des Strandbodens.
Die Schutzregelung soll die Natur schützen und aufwerten, ohne traditionelle Freizeitnutzungen unnötig einzuschränken. Rund um Täuffelen bilden zahlreiche See-, Wald- und Feldwege ein Naherholungsgebiet mit Möglichkeiten zum Velofahren und Joggen. Wegbedingungen und örtliche Zugangsregelungen können sich ändern; prüfen Sie diese vor der konkreten Tour.
Am Strandboden besteht eine Bademöglichkeit im Bielersee. Dort gibt es außerdem ein Beachvolleyballfeld und eine Grillstelle mit Tischen. Die Verfügbarkeit der Anlagen kann sich ändern, daher ist eine aktuelle Prüfung vor dem Besuch sinnvoll.
Rundgänge und weitere Aktivitäten
Der selbstgeführte Schatzplan-Rundgang führt durch Täuffelen-Gerolfingen, vorbei an eindrucksvollen Gebäuden, Malereien und Aussichtspunkten. Die reine Gehzeit beträgt ein bis eineinhalb Stunden, die Gesamtdauer zwei bis zweieinhalb Stunden. Halten Sie beide Angaben auseinander, wenn Sie Zeit für den Rundgang einplanen. Nach einem kurzen Aufstieg liegt ein Spielplatz, an dem man sich ausruhen und stärken kann.
Für eine längere Wanderung führt „Mit dem Bielersee im Rücken“ von Gerolfingen nach Studen. Die Strecke ist 11,7 Kilometer lang, dauert etwa drei Stunden und ist für Familien geeignet. So unterscheiden sich die beiden Angebote deutlich im Zeitrahmen: der Rundgang durch Täuffelen-Gerolfingen einerseits, die längere Wanderung zwischen Gerolfingen und Studen andererseits.
Ein weiteres Badeangebot ist das Hallenbad im Oberstufenzentrum Täuffelen. Sein Becken misst 16 2/3 × 8 Meter und verfügt über einen Hubboden, der auf verschiedene Höhen eingestellt werden kann. Das Bad steht der Öffentlichkeit zu den von der Regionalen Bildungskommission festgelegten Zeiten zur Verfügung. Prüfen Sie für Ihren Besuch den aktuellen Zeitplan.
Unterwegs am Bielersee
Die Aare Seeland mobil verkehrt am südlichen Ufer des Bielersees von Biel über Täuffelen nach Ins. Auf der Bahnlinie Biel/Bienne–Täuffelen–Ins können Reisende den Bielersee oder die St. Petersinsel sehen. Die Strecke der Biel–Täuffelen–Ins-Bahn in Gerolfingen wurde 1916 eröffnet. Für die konkrete Tagesplanung lohnt sich ein Blick auf den Fahrplan.
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