Grasfrösche im Weiher Bergmoos und der tief in Sandstein eingeschnittene Ledeubach zeigen zwei Naturthemen Schmittens. Die Gemeinde liegt im Sensebezirk des Kantons Freiburg, rund 9 Kilometer nordöstlich von Freiburg. Leicht hügeliges Gelände mit Wiesen, Feldern und kleineren Waldflächen prägt den weiteren Landschaftsrahmen. Dazu kommen Wanderwege und Bauwerke, deren Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht.
Moore, Bach und Hügelland
Der Weiher Bergmoos (FR575) ist ein Amphibienlaichgebiet von kantonaler Bedeutung und beherbergt Grasfrösche. Das Franislismoos ist ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Beide Orte stehen für unterschiedliche Naturmotive: Im Bergmoos ist die Bedeutung als Laichgebiet mit einer konkreten Art verbunden, während das Franislismoos durch seinen Moortyp und seine nationale Bedeutung geprägt ist.
Auch die Landschaft zwischen Wiesen, Feldern und kleineren Waldflächen gehört zum Bild des leicht hügeligen Schmittens. Sie eignet sich für Spaziergänge und Radtouren. Wer den Ort zu Fuß erkunden möchte, kann diesen offenen Landschaftscharakter den Feuchtgebieten und dem Bachlauf im Zirkelsgraben gegenüberstellen: Die Naturthemen reichen hier von Mooren bis zu einem in Sandstein eingeschnittenen Tobel.
Wanderung durch den Zirkelsgraben
Eine Wanderung ab Schmitten führt zunächst über den Zirkelshubel nach Mühletal und anschließend durch den Zirkelsgraben nach Ledeu. Die Abfolge gibt der Tour eine klare Richtung durch mehrere benannte Orte. Im Zirkelsgraben führt ein neu angelegter Wanderweg dem Ledeubach entlang durch ein idyllisches Tobel. Der Bach hat sich im Laufe der Zeit immer tiefer in den Sandstein eingeschnitten; Bachlauf, Gestein und Tobel geben diesem Abschnitt seinen landschaftlichen Charakter.
Wer die Tour in die Planung aufnimmt, sollte die lokalen Wegverhältnisse vor dem Aufbruch prüfen, denn sie können sich ändern. Eine kleine Kapelle steht auf der Kuppe des Zirkelshubels oberhalb von Mühletal. In Mühletal bilden eine alte Mühle, ein historisches Restaurant und mehrere weitere Häuser ein hübsches Ensemble. So verbinden sich auf der Wanderung Landschaft und einzelne Bauten, ohne dass die Natur- und Kulturziele dasselbe Erlebnis bieten müssen.
Kirchen und Kapellen in Schmitten
Die Pfarrkirche Kreuzauffindung ist eine Säulenbasilika im lombardisch-romanischen Stil. Äußerlich wurde sie der mittelalterlichen Kirche San Zeno Maggiore in Verona nachempfunden. Der heutigen Kirche, deren Patron der heilige Josef ist, gingen eine mittelalterliche, dem heiligen Othmar geweihte Kapelle, ein Neubau von 1412 und eine größere, 1754 eingeweihte Kapelle voraus. Die heutige Kirche entstand Ende des 19. Jahrhunderts und wurde am 8. November 1898 feierlich eingeweiht. Architektur und Baugeschichte eröffnen damit zwei unterschiedliche Zugänge zum Gotteshaus: seine äußere Gestaltung und die lange Folge religiöser Bauten, die ihm vorausgingen.
Auch die Kapellen haben eigene kunstgeschichtliche Bezüge. Die Lourdeskapelle in Berg zählt zu Schmittens geschützten unbeweglichen Kulturgütern. In der Bergkapelle befindet sich im Chor eine Lourdesgrotte; ihre Glasfenster stammen von Jean de Castella. Die Bergkapelle ist rollstuhlgängig. Wenn Sie auf bestimmte Zugangsdetails angewiesen sind, klären Sie die konkreten Gegebenheiten vor dem Besuch vor Ort. Für die Bergkapelle ist ein Rosenkranzgebet aufgeführt; prüfen Sie bitte vor Ihrem Besuch den aktuellen Zeitplan.
Die Glasmalereien der Mühletalkapelle gestaltete Yvonne Chapallaz aus Charmoille. Sie zeigen vier Geheimnisse aus dem Leben der Gottesmutter. Zusammen mit der kleinen Kapelle auf dem Zirkelshubel und den Bauten in Mühletal ergibt sich ein weiterer Blick auf die Sakralbauten Schmittens: von der Pfarrkirche mit ihrer langen Vorgeschichte bis zu den künstlerischen Details in den Kapellen.
Anreise und Aufenthalt planen
Schmitten verfügt über einen Bahnhof. Regionale Buslinien ergänzen das öffentliche Verkehrsnetz, und vom Bahnhof bestehen Verbindungen nach Freiburg, Bern und Zürich. Wenn Sie mit Bus oder Bahn anreisen möchten, prüfen Sie die konkreten Fahrpläne für Ihre Reisedaten. So können Sie die genannten Ziele und Verbindungen bei der Planung Ihres Aufenthalts berücksichtigen, ohne eine bestimmte Taktung vorauszusetzen.
Für die Ausrichtung eines Besuchs bieten die Themen verschiedene Schwerpunkte: Moor und Bach stehen neben Wanderung, Kirchenarchitektur und Ortsgeschichte. Die Pfarrkirche erzählt von mehreren Bauphasen; auf dem Weg durch den Zirkelsgraben prägen dagegen Bach und Sandstein das Landschaftsbild. Schmitten lässt sich damit je nach Interesse über Natur, Wanderung oder sakrale Baukunst erschließen.
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