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Imboden umfasst 203,80 km² und reicht von 556 bis 3.247 Metern über Meer. Die Region ist eine Verwaltungseinheit des Kantons Graubünden in der Schweiz. Zu ihr gehören die Gemeinden Bonaduz, Domat/Ems, Rhäzüns, Felsberg, Flims, Tamins und Trin. Für die Reiseplanung stehen damit sowohl Natur- und Kulturerlebnisse als auch Wege mit sehr unterschiedlichen Zeitangaben zur Auswahl.

Weitere Reiseziele entdecken: Flims, Bonaduz, Tamins, Trin, Rhäzüns, Domat/Ems.

Auen, Moore und alpine Landschaften

Die Rhäzünser Rheinauen gehören zu den intaktesten Auenlandschaften der Schweiz und sind von nationaler Bedeutung. Auch der untere Segnesboden, Plaun Segnas Sut genannt, ist besonders geschützt: 1996 wurde er in das nationale Inventar der Moorlandschaften von besonderer Schönheit und Bedeutung aufgenommen. Ein ganz anderes Naturmerkmal ist das Martinsloch, eine natürliche Öffnung in der Felswand von 19 Metern Breite und 22 Metern Höhe.

Der Crestasee ist ein geschütztes Naturdenkmal von regionaler Bedeutung im Kanton Graubünden und ausschließlich zu Fuß erreichbar. In der Weihermühle liegt ein Flachmoor von nationaler Bedeutung. Dort leben unter anderem Haselmäuse und zahlreiche Orchideenarten; auch Sonnentau, eine einheimische fleischfressende Pflanze, kommt vor. Im weiteren regionalen Umfeld bietet die Rheinschlucht Lebensraum für seltene Pflanzen wie verschiedene Orchideen sowie für seltene Tiere, vor allem Vögel, Schmetterlinge und Fledermäuse.

Seen und Wasserwege mit unterschiedlichen Bedingungen

Am Crestasee können Sie Ruderboote ausleihen oder Stand-up-Paddling betreiben. Am Caumasee gibt es Pedalboote, Stand-up-Paddling, ein Volleyballfeld, einen Sandkasten und einen Spielplatz. Der Lag Bonaduz wird in den Sommermonaten zum Badesee; über einen Holzsteg gelangen Sie ins Wasser. Diese Angebote unterscheiden sich ebenso wie die Zugangsbedingungen: Zum Crestasee führt ausschließlich ein Fußweg.

Auf der Alp Mora füllen sich nach der Schneeschmelze rund 20 Strudeltöpfe mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser und laden in den Sommermonaten zum Baden ein. Die Zufahrt dorthin ist für den privaten Verkehr gesperrt. Im Juli und August fährt ein Bus von Trin nach Purcs; prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan, da sich Fahrpläne ändern können.

Wege nach Zeit und Interesse wählen

In Flims, einer Gemeinde der Region Imboden, umfasst das sommerliche Besucherangebot ein ausgebautes Bike- und Wanderwegnetz. Zum Trutg dil Flem gehört der 8,6 Kilometer lange Originalabschnitt Segnes–Flims. Im Frühjahr 2014 erhielt der Trutg dil Flem den Hauptpreis des Prix Rando des Schweizerischen Wanderwege-Verbands.

Das 6 Kilometer lange Connbächli wurde seit dem Frühmittelalter zum Tränken des Viehs in Conn genutzt und gilt weiterhin als Kulturgut der Gemeinde Flims. Die Connbächli-Route führt bis Conn, ist 3,2 Kilometer lang und beansprucht etwa eine Stunde. Als deutlich längere Vergleichsmöglichkeit ist die Wanderung Emser Tuma- und Rheinhöhen mit 17,6 Kilometern und fünf Stunden angegeben; sie gilt als mittelschwer. In Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg, Rhäzüns und Tamins verbinden sich zudem fünf Nordic-Walking-Strecken, die auch für Jogging und Running geeignet sind.

Kirchen, Dörfer und regionale Routen

Sogn Paul ist eine mittelalterliche Kirche, in deren Innerem Freskenreste des Waltensburger Meisters und einer Werkstatt des internationalen gotischen Stils erhalten sind. Die Kirche Sogn Gieri liegt zwischen Bonaduz und Rhäzüns. Ihre Ursprünge reichen ins 6. oder 7. Jahrhundert zurück; im zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts kamen ein neuer Chor und später ein bemaltes Kircheninneres hinzu. Das historische Altdorf von Felsberg zeichnet sich durch enge Gassen und traditionelle Bündner Häuser aus. Schloss Rhäzüns wurde erstmals 1288 erwähnt und ist nicht öffentlich zugänglich.

Die Kultur- und Genussroute Churer Rheintal führt durch Felsberg und Tamins bis zum Zusammenfluss des Rheins bei Reichenau und anschließend auf das Hochplateau der Gemeinden Bonaduz und Rhäzüns. Als Wandererlebnis verbindet der Kulinarik-Trail Wald & Wasser drei Lokale. Wer die Gehzeit vergleichen möchte, findet also sowohl die etwa einstündige Connbächli-Route als auch längere Wanderungen wie die fünfstündigen Emser Tuma- und Rheinhöhen.

Unterwegs im weiteren Umfeld

Der Kunkelspass verbindet Vättis im Kanton St. Gallen mit Tamins in Graubünden; seine Berglandschaft ist Teil des UNESCO-Welterbes Tektonikarena Sardona. Die Gemeinde Tamins hat am Pass einen Schauraum eingerichtet. Auf der Route Felsberger Älpli–Kunkelspass können Sie mit etwas Glück Steinböcke und Gämsen in freier Natur beobachten. In Flims ist das UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona direkt mit der Bahn erreichbar; ab dem Segnesboden lässt es sich entlang eines Wanderwegs erkunden.

Die Rheinschlucht lässt sich mit Zug und Bus erkunden: Die Rhätische Bahn fährt durch die Ruinaulta nahe am Wasser, während das Postauto Dörfer oberhalb sowie Ziele in der Schlucht erreicht. Auf der Route Rheinschlucht Hängebrücke–Ruine Wackenau überqueren Sie den Rhein über die 100 Meter lange Hängebrücke Punt Ruinaulta. Für weitere Perspektiven auf die Landschaft führen die Angaben auch eine Schlauchbootfahrt durch die Ruinaulta von Ilanz nach Reichenau sowie Gravel-Bike-Touren durch die Rheinschlucht und über Alpenpässe auf.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Graubünden.

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