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Schluein liegt im Kanton Graubünden und gehört zur Surselva. Kirche, Schloss und Mühlen geben der Ortsgeschichte verschiedene Zeitabschnitte; Wander- und Langlaufwege führen durch Fluss-, Wiesen- und Terrassenlandschaften. Für die Planung Ihres Aufenthalts ist eine einfache Unterscheidung nützlich: Soll die Kulturgeschichte den Schwerpunkt bilden, oder möchten Sie Ihre Reise eher nach dem Verlauf einer bestimmten Route ausrichten? So können Sie Bauwerke und Wege nach den eigenen Interessen gewichten.

Die Barockkirche St. Peter und Paul

Die heutige Kirche St. Peter und Paul entstand zwischen 1710 und 1716 im Barockstil. Ihr Innenraum ist mit mehreren Wandbildern verziert und besitzt fünf aufeinander abgestimmte Holzaltäre. Als bedeutende Barockkirche wurde sie unter kantonalen Schutz gestellt. Die umfassende Restaurierung dauerte von 1978 bis 1982; die Einweihung fand am 5. Juli 1981 statt. Wer sich für sakrale Baukunst interessiert, findet hier konkrete Anhaltspunkte: den Barockstil, die abgestimmte Altarausstattung und Wandmalereien.

Schloss Löwenberg und die Mühlengeschichte

Oberhalb des Dorfes Schluein erhebt sich Schloss Löwenberg. Das Adelsgeschlecht der Familie von Löwenberg starb bereits im 13. Jahrhundert aus. Führungen im Schloss werden auf Deutsch, Schweizerdeutsch und Romanisch angeboten. Wenn Sie einen geführten Besuch planen, können Sie diese drei Sprachen bei der Wahl berücksichtigen.

Die Mulin Sura, die obere Mühle, steht noch. Sie wurde zum Stampfen von Gerste und Hirse genutzt, während die große Kornmühle verschwunden ist. Schlueins traditionelle Mühlen waren noch während des Zweiten Weltkriegs im Rahmen des «Plans Wahlen» rege in Gebrauch. Nach 1945 wurden sie durch die moderne Neumühle von Ilanz ersetzt. Damit liegen bei Schloss und Mühlen unterschiedliche historische Zeitlinien nebeneinander: Das Adelsgeschlecht endete im 13. Jahrhundert, während die Mühlen noch während des Zweiten Weltkriegs genutzt wurden.

Wanderungen mit unterschiedlichem Verlauf

Die Wanderung von Ilanz über Schluein nach Sagogn verläuft zunächst dem Rhein entlang bis zum Erlenwald von Schluein. Anschließend führt sie von Schluein in Richtung Sagogn über einen aussichtsreichen Panoramaweg. Die Route Falera–Valendas setzt einen anderen Akzent: Sie führt über Wiesen und Felder hinunter nach Schluein und von dort weiter bis zum Vorderrhein. Nach der Überquerung der Brücke verläuft sie am rechten Flussufer entlang bis zum Bahnhof Valendas.

Für die Wahl zwischen den beiden Verläufen ist der Unterschied konkret: Richtung Sagogn folgt auf den Erlenwald ein Panoramaweg; Richtung Valendas gehören die Flussquerung und der Weg am rechten Ufer bis zum Bahnhof zur Strecke. So lässt sich die Wanderung nach den Landschaftsabschnitten und dem jeweiligen Ziel auswählen.

Platta Pussenta und Langlauf

Die Landschaft Platta Pussenta wird von den Siedlungsgebieten der Gemeinden Falera, Laax, Sagogn und Schluein umschlossen. Zu ihr gehören Wälder, Weiden, Büsche, Wege, Wiesen und Äcker. Die Langlaufloipe Sagogn–Schluein führt durch die Terrassenlandschaft, an Golfgreens und Bunkern vorbei und bis nach Schluein. Sie umfasst technisch anspruchsvolle Abfahrten sowie Anstiege. Damit unterscheiden sich auch die Bewegungsarten: Bei den Wanderungen geben Fluss, Erlenwald, Wiesen oder Panoramaweg die Richtung vor; bei der Loipe sind Terrassenlandschaft und das beschriebene technische Profil prägend.

Weitere Reiseziele entdecken: Sumvitg, Waltensburg, Sagens, Schnaus, Lumbrein, Rueun, Morissen, Medels Im Oberland.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Surselva.

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